Weder mit seiner Art noch mit seiner Wirtschaftspolitik kann Friedrich Merz der rechten Konkurrenz etwas entgegensetzen. Im Gegenteil – er stärkt sie.

Da helfen auch keine Pillen von Sandoz – Kanzler Merz in Sachsen-Anhalt

Matthias Schrader/ap/dpa

W em hilft der Kanzler eigentlich in Sachsen-Anhalt beim Wahlkampf? Dass es seine CDU oder irgendeine andere demokratische Partei ist, darf stark bezweifelt werden. Zu sehr wischte Friedrich Merz allein beim ARD-Sommerinterview die Sorgen, Bedürfnisse und Nöte der Menschen weg.

In Deutschland könne ein Ölpreis von 100 US-Dollar nicht „wegsubventioniert“ werden, antwortete Merz, auf die hohen Tankstellenpreise angesprochen. Und auch das „schönste Elterngeld“ nütze nichts, wenn Freiheit und Frieden in Gefahr sind, verteidigte er hohe Rüstungsausgaben auf Kosten von Sozialem.