Das Jahr 2026 meint es nicht besonders gut mit Kai Wegner. Im Januar legt ein Anschlag Teile Berlins lahm, der Regierende Bürgermeister geht Tennis spielen. Anschließend verbringt er Wochen, nein, Monate damit, zu erklären, wann er was über die Krise wusste. Ein Lügengerüst nach dem anderen, bis er in letzter Konsequenz verkündet, im September nicht noch einmal anzutreten. Nun, kurz vor dem Ende seiner Amtszeit, wird auch noch die Berliner Verwaltung gehackt.Noch am 25. August lobte der noch Regierende Bürgermeister die „großen Fortschritte“ seiner Verwaltungsreform. Die Behörden würden „schneller, effizienter und leistungsfähiger“.Einen Tag später musste seine Senatskanzlei mitteilen, dass bei dem Hackerangriff weitere Daten abgeflossen waren und auch personenbezogene oder andere nicht öffentliche Informationen betroffen sein könnten. Mit der Digitalisierung war das offenbar etwas komplizierter
Staat weiß nicht so ganz, was die Kriminellen nun haben
Hacker konnten zwischen dem 7. und 12. August Daten aus dem Berliner Landesnetz abziehen. Die Gruppe Rhysida behauptet, 5,79 Terabyte erbeutet zu haben, darunter Zehntausende Verträge, E-Mails, Telefonnummern, Passwörter und geheime Informationen. Inzwischen gibt es Hinweise darauf, dass sich unter dem Material auch Bankdaten von Führungspersonal befinden. Die vollständige Dimension des Schadens wird noch untersucht.Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Der Staat sammelt Daten seiner Bürger, verarbeitet und speichert sie, verlangt Formulare, Nachweise und persönliche Angaben und weiß nach einem Angriff nicht einmal abschließend, was davon nun in den Händen von Kriminellen liegt.






