Am 4. Januar 2026, einen Tag nach dem größten Stromausfall der Berliner Nachkriegsgeschichte, sagte Kai Wegner einen Satz, der ihn gut ein halbes Jahr später seine Nominierung als CDU-Spitzenkandidat kosten sollte – und damit letztlich sein Amt.

Er habe sich, so der Bürgermeister, „den ganzen Tag“ zu Hause eingeschlossen und telefoniert. Das klang nach Kontrolle, nach Präsenz, nach einem Krisenmanager am Schreibtisch. Es war, wie sich herausstellen sollte, in fast jedem Detail unhaltbar und eine von Beginn an vorsätzliche Täuschung der Öffentlichkeit.

Kai Wegner tritt als Spitzenkandidat CDU Berlin zurück, 10. Juli 2026.

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Was folgte, war kein plötzlicher Sturz, sondern ein Zerfall in Zeitlupe: Korrektur um Korrektur, Drucksache um Drucksache, bis von der ursprünglichen Erzählung nichts mehr übrig war. Am 11. Juli 2026 zog Wegner seine Spitzenkandidatur zurück.