Erst „Ben Ungeskriptet“, dann Tilo Jung, nun Micky Beisenherz: Die Podcast-Termine von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze sorgen im Landtagswahlkampf inzwischen für eine etwas kuriose Abfolge.
Mit Ben Berndt kam ein geplantes Gespräch nicht zustande. Schulze wollte dafür nicht einen ganzen Wahlkampftag für eine Fahrt nach Köln verlieren und bot stattdessen Termine in Sachsen-Anhalt an. Ein angekündigter Auftritt bei Tilo Jung wurde wenig später wieder abgesagt. Bei Micky Beisenherz war Schulze nun tatsächlich zu Gast.
Streit mit „Ben Ungeskriptet“ ist „vergossene Milch“
Einen Widerspruch zur Begründung im Fall „Ben Ungeskriptet“ gibt es allerdings nicht. Für den Podcast „Apokalypse und Filterkaffee“ musste Schulze Sachsen-Anhalt nicht verlassen. Das Gespräch sei aus Magdeburg zugeschaltet worden, sagte seine Sprecherin dieser Zeitung. Was auch die Tonqualität nahelegt. Der Termin habe bereits seit längerer Zeit festgestanden.
Schulze sprach bei Beisenherz auch selbst über „Ben Ungeskriptet“. Seine Seite habe eine Aufnahme in Sachsen-Anhalt und weitere Termine angeboten. Eine Fahrt nach Köln hätte dagegen einen ganzen Tag im Wahlkampf gekostet. Auf die Frage, ob er sich bei einer Aufnahme in Sachsen-Anhalt auch auf ein direktes Duell mit AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund eingelassen hätte, antwortete Schulze: „Warum nicht?“ Die Debatte um nicht zustande gekommene Gespräche bezeichnete er als „vergossene Milch“.













