Zwei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gerät die CDU wegen ihrer Podcast-Auftritte in Erklärungsnot. Im Zentrum steht das Duo Sven Schulze und Tilo Jung: Der Ministerpräsident (CDU) hat ein geplantes Interview beim YouTube-Format „Jung & Naiv“ kurzfristig abgesagt. Das berichtet BILD unter Berufung auf eigene Informationen.
Für politisch interessierte Leser in Sachsen-Anhalt ist der Vorgang mehr als eine Personalie: Er zeigt, wie schwer sich die CDU im Endspurt des Wahlkampfs mit reichweitenstarken Digitalformaten tut. Denn hinter der Absage steckt ein Streit um Glaubwürdigkeit, Terminlogik und die Frage, wo ein Spitzenkandidat sich den Fragen stellt – und wo nicht. Am 6. September 2026 wird gewählt, die AfD liegt in Umfragen deutlich vorn.
Was genau abgesagt wurde
Videojournalist Tilo Jung hatte am Freitag auf der Plattform X angekündigt, Schulze werde bei „Jung & Naiv“ zu Gast sein. Geplant war eine Live-Ausstrahlung auf YouTube am Montag, dem 24. August 2026. Am Sonntag zog Schulze die Zusage zurück. Jung schrieb daraufhin auf X, er bemühe sich um einen Ersatztermin. Auf seinem Kanal war die Folge zuvor als Termin für den 24. August gelistet gewesen. „Jung & Naiv“ ist dabei kein Randformat. Der offizielle YouTube-Kanal weist rund 619.000 Abonnenten aus – ein Publikum, das im Wahlkampf durchaus zählt.












