Schon vor der Tür des Roboterbauers Jaka Robotics in Shanghai spaziert ein lustiger Humanoider im Lauflerngestell über die Autoauffahrt. Zwei junge Leute begleiten ihn – wohl nicht ganz zufällig draußen unterwegs, als eine internationale Besuchergruppe aus dem Bus steigt. Die Gäste machen begeistert Fotos. Die Stimmung ist heiter.
So soll es sein, schließlich lautet der Firmenname Jaka in der Langform Just Always Keep Amazing, was ungefähr bedeutet „Bleib einfach immer großartig“. Ein programmatischer Spaßfaktor also für das Unternehmen, das im Jahr 2014 aus einer Ausgründung der Jiao Tong Universität Shanghai – derzeit Platz 30 der weltbesten Unis – hervorging und nun auf den Zukunftsmärkten der Welt unterwegs ist. Es geht um das Entscheidende, was in Deutschland so schwerfällt: Ergebnisse der Grundlagenforschung zu nützlichen, praxistauglichen Geräten zu machen – und das Leben leichter.
Jaka-Roboter beim Lauftraining vor dem Eingang des Unternehmens in Shanghai
© Maritta Tkalec/Berliner Zeitung
Drinnen geht es „amazing“ weiter: Alles läuft zu einem Kaffeeautomaten, wo ein Roboterarm behutsam einen gefüllten Kaffeebecher ergreift und in das Nebenfach platziert, wo eine Düse ein Bildchen in den Milchschaum zeichnet – wahlweise ein zweibeiniges lustiges Roboterchen, ein Herzchen oder Sternchen. Dann wird die Kreation dem Gast gereicht – in elegantem Bogen, ohne jedes Zittern. Witzig! Das will jeder fotografieren.















