Die italienische Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) setzt in der Abwehrschlacht gegen eine feindliche Übernahme durch den heimischen Rivalen Intesa Sanpaolo auf Zukäufe. Der Verwaltungsrat von MPS habe am Donnerstag Gebote für die italienische Bank Banco BPM und den Vermögensverwalter Banca Generali genehmigt, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Italienischen Medienberichten zufolge stimmte der Verwaltungsrat dem Vorschlag von Konzernchef Luigi Lovaglio (71) mehrheitlich, aber nicht einstimmig zu. Damit will sich MPS der 36 Milliarden Euro schweren Übernahmeofferte von Intesa aus Turin widersetzen.Das älteste noch bestehende Geldhaus der Welt mit Sitz in Siena hatte bereits einen Zusammenschluss mit Banco BPM ausgelotet, die Gespräche jedoch am 31. Juli für beendet erklärt. Als Grund galt die Ablehnung des Plans durch den BPM-Hauptinvestor, die französische Crédit Agricole.Nun will MPS-Chef Lovaglio die zwei separaten Banken laut der Agentur Bloomberg für 34 Milliarden Euro kaufen, wovon 25,3 Milliarden Euro auf die Banco BPM und 8,7 Milliarden Euro auf die Banca Generali entfallen sollen. Die Angebote basieren auf den Schlusskursen von vor zwei Tagen.
Monte dei Paschi di Siena: Älteste Bank der Welt will Konkurrenten übernehmen, um nicht selbst übernommen zu werden
Die älteste Bank der Welt, die Monte dei Paschi di Siena aus Italien, will die beiden Rivalen Banco BPM und Banca Generali schlucken. MPS-Chef Luigi Lovaglio will sich mit diesem Schachzug dem Übernahmeversuch durch die Intesa Sanpaolo widersetzen.














