56 Jahre hat es gedauert, bis die Staatsanwaltschaft München einen Terrorakt – mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit – als aufgeklärt meldete, der die junge Bundesrepublik erschüttert hatte. Im Februar 1970 starben in der Münchner Reichenbachstraße sieben Menschen, Bewohnerinnen und Bewohner eines jüdischen Altenheims. Ein antisemitischer Mord im Land der Täter, nur 25 Jahre nach dem Holocaust, dem die sieben Opfer knapp entronnen waren. Das Seniorenheim war gezielt in Brand gesetzt worden. Aber von wem?