Stand: 20.08.2026 • 11:46 Uhr

1970 starben bei einem Anschlag auf ein jüdisches Altenheim in München sieben Menschen. Die Fall konnte nicht aufgeklärt werden - bis jetzt: Die Ermittler sind davon überzeugt, dass ein damals 25-jähriger Neonazi das Feuer legte.

Mehr als 56 Jahre nach einem Brandanschlag auf ein jüdisches Seniorenheim in München ist die Generalstaatsanwaltschaft davon überzeugt, dass die Tat von einem rechtsextremen Einzeltäter begangen wurde. Die Indizien sprächen deutlich dafür, dass ein mittlerweile verstorbener Mann das Feuer gelegt habe, teilte die Behörde mit.

Das Gebäude der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern war am Abend des 13. Februar 1970 mit einem Benzingemisch angezündet worden. Sieben Bewohnerinnen und Bewohner, Überlebende des Holocausts, wurden getötet.

Die Bewohner des Altenheims, das sich in dem Gebäude befand, wurden von den Flammen eingeschlossen. Sieben von ihnen starben, 15 wurden verletzt.