56 Jahre nach dem Anschlag auf ein jüdisches Altersheim in München sprechen die Behörden von einem rechtsextremen Einzeltäter. Doch die gibt es fast nie.

Beim Brandanschlag auf das jüdische Altersheim in München starben 1970 sieben Menschen

Heinz Gebhardt/imago

J ahrzehntelang konnte nicht ermittelt werden, wer am 13. Februar 1970 den Brand im Treppenhaus des jüdischen Seniorenheims in München legte. Sieben Bewohner*innen starben damals. 56 Jahre hat erklärt die Generalstaatsanwaltschaft die Tat nun zum Werk eines rechtsextremen Einzeltäters erklärt. Journalistische Recherchen aus dem Januar dieses Jahres zeigen, dass der Täter schon kurz nach dem Anschlag ins Visier der Behörden geriet. Die Ermittlungen wurden jedoch eingestellt.

Anfang 2025 meldete sich eine Zeugin bei der Münchener Generalstaatsanwaltschaft und gab an, ein kürzlich verstorbener Verwandter habe ihr vor Jahren erzählt, am Abend der Tat mit mehreren Männern versucht zu haben, in einem Juweliergeschäft einzubrechen. Nachdem dies misslungen war, soll Bernd V., einer der Männer, in Richtung Gemeindezentrum gezeigt und gesagt haben, nun werde er „sie“ anzünden.