Zürichs umstrittenstes Veloprojekt wird deutlich teurer: Mehr als 100 Millionen Franken dürfte die Brücke kostenAllein die Planung schlägt mit 12,5 Millionen Franken zu Buche – 70 Prozent mehr als gedacht.20.08.2026, 05.00 Uhr2 LeseminutenDer bisher geplante Veloweg ist aus Sicht von Rot-Grün zu schmal – nun muss die gesamte Brücke breiter werden als geplant, mit entsprechenden Kostenfolgen.Visualisierung/PDÜber kaum ein Zürcher Veloprojekt wird leidenschaftlicher gestritten als über die geplante Franca-Magnani-Brücke, die die Kreise 4 und 5 verbinden soll. Das Tiefbaudepartement unter Stadträtin Simone Brander (SP) nimmt für den Bau in Kauf, dass das beliebte Klub- und Badmintonlokal Yonex im Kreis 5 abgerissen werden muss. Die ursprüngliche Planung der Rampe warf die Stadt über den Haufen mit der Begründung, sie sei zu steil – und unvereinbar mit neuen Velorichtlinien.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Hinzu kommt, dass das Bauvorhaben beträchtliche Summen verschlingen wird. Nun zeigt sich, dass diese Summe deutlich grösser ist als bisher angenommen.Mit 80 Millionen Franken hat der Stadtrat die Baukosten bisher veranschlagt. Nun hat er am Mittwoch mitgeteilt, dass das Projekt überarbeitet werden muss. Die bereits bewilligten Planungskosten von 7,2 Millionen Franken werden deshalb um stolze 5,3 Millionen Franken aufgestockt – also um mehr als 70 Prozent. Neu schlägt allein die Planung mit 12,5 Millionen Franken zu Buche. Und auch der Brückenbau selbst dürfte nochmals kräftig teurer werden.Wie teuer die Brücke am Ende werden wird, beantwortet die Stadt auf Anfrage der NZZ nicht. Dazu könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen. Aber als Faustregel gilt bei Bauprojekten, dass die Projektierungskosten einen Zehntel der effektiven Baukosten betragen – mindestens.Geht man danach, wird sich die Stadt Zürich eine Brücke von deutlich über hundert Millionen Franken leisten. Dies für eine Veloverbindung, zu der es heute bereits Alternativen gibt, die nur rund zwei Velominuten entfernt sind.Die Stadt begründet die zusätzlichen Planungskosten mit zahlreichen Änderungen. Und wie bei der umstrittenen Rampe verweist sie auf neue Velostandards: Ein 3,5 Meter breiter Veloweg ist zu wenig, 4,8 Meter müssen es sein. Die Brücke muss somit breiter werden, mit der Folge, dass stärkere Stützen und Hilfskonstruktionen nötig sind. Auch müsse der Schutz der stark befahrenen Bahngleise unter der Brücke verbessert und das Brückengeländer höher gebaut werden als ursprünglich vorgesehen.Der Bau der Brücke ist zwischen 2030 und 2034 vorgesehen. Vorausgesetzt, dass die städtischen Stimmberechtigten ihre Zustimmung erteilen.Passend zum Artikel