Dieser Sommer ist extrem. Nicht nur wegen der nie dagewesenen Hitze, der Trockenheit und der Brände. Das auch. Extrem ist derzeit genauso das Erstaunen, ja die Fassungslosigkeit darüber, dass trotz verschwundener Flüsse, zurückweichender Seen, brauner Felder und Gärten, trotz europaweit vor den Flammen fliehender Urlauber, trotz verdorrtem Mais und mickrigen Kartoffeln, trotz erliegender Schifffahrt und sonntagsfahrender Lkw, trotz abgeschalteter Kraftwerke und, ja, trotz schon jetzt mehr als 12.000 Hitzetoten allein in Deutschland – dass trotz all dem so gut wie nichts geschieht.