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Diesen Donnerstag hat Fridays for Future zu einer Demo vor dem Kanzleramt aufgerufen. Das Motto: »Wo bleibt der Hitzeplan?«. Das ist insofern erstaunlich, als die Forderung nicht lautet: »Wo bleibt eine ehrgeizige Klimapolitik?«, was eigentlich einmal das ursprüngliche Anliegen der Klimaaktivisten war. Doch zu klassischen Klimaschutz-Demos kommen inzwischen so wenige Menschen, dass selbst Fridays for Future umsteuert: von der Ursachen- zur Symptombekämpfung. Fordern Demonstranten einen Hitzeplan, der alte und kranke Menschen schützt, so vielleicht die Hoffnung der Fridays, hören mehr Menschen zu. Es klingt halt nicht so abstrakt wie: Lasst uns jetzt CO₂ einsparen, damit wir in 20 Jahren weniger schwitzen.Verständlich – und doch offenbart das ein Grunddilemma der Klimakommunikation: Jahrzehntelang wurden die Folgen der Erderwärmung kleingeredet, ihre Mahner – Aktivisten wie Klimaforschende – als Panikmacher abgetan. Jetzt ist die Krise längst spürbar. Rehabilitiert werden die Mahner trotzdem nicht, und ihr eigentlicher Appell, die Verbrennung von Öl, Kohle und Gas zu stoppen, verhallt weiter ungehört. Was bleibt, ist die Suche nach kurzfristiger Linderung.












