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s mag für Menschen in anderen Bundesländern schwer vorstellbar sein, aber in Baden-Württemberg und Bayern beginnen gerade erst die Sommerferien, also sozusagen die gefühlte Sommer-Kernzeit. Und was war dann das, was da hinter uns liegt, ein Vorspann? „Der Sommer, der Europa gebrochen hat“, titelte die New York Times in einem Newsletter.

Man muss es nicht ganz so martialisch ausdrücken, aber die Bilanz der ersten Sommermonate bleibt auffällig bis verheerend. Der Juni war nach Angaben des europäischen Klimadienstes Copernicus in Westeuropa der wärmste je gemessene, in ganz Europa lag er auf Platz zwei, auch wegen einer ungewöhnlich frühen und heftigen Hitzewelle Ende des Monats. Für den Juli gibt es noch keine vollständige Auswertung. Aber viel Erholung gab es angesichts einer weiteren Hitzewelle in Westeuropa nicht.

Hitze und Trockenheit haben Folgen: Frankreich erlebt gerade die schwerste Waldbrandsaison seit Jahrzehnten, auch in Spanien brennt es auf riesigen Flächen. Mehr als 300 000 Menschen mussten in den beiden Ländern in den vergangenen Wochen ihre Häuser verlassen, um sich vor den Flammen in Sicherheit zu bringen.

Dass das alles mit der Klimakrise zu tun hat, liegt nahe. Europa ist der Kontinent, der sich am schnellsten erwärmt, um rund 2,5 Grad sind die Temperaturen hier im Vergleich zur vorindustriellen Zeit bereits gestiegen. Das entspricht auch etwa der Erwärmung in Deutschland, weltweit hingegen sind es im langjährigen Mittel erst rund 1,3 Grad. Dass es in Europa schneller geht, liegt an der Nähe zur Arktis, wo die Temperaturen noch stärker steigen, an veränderten Wettermustern und sauberer Luft, die mehr Sonneneinstrahlung durchlässt.