Der Rhein wird zunehmend zur Rinne, Krankenhäuser schieben Patienten in den kühleren Nordflügel, Traktoren ziehen Staubwolken über die Äcker: Deutschland im August 2026, einem Sommer des Klimawandels. Dass der hinter der extremen Hitze steckt, daran haben Expertinnen und Experten keinen Zweifel. „Natürlich hätte es auch ohne Klimawandel Hitzewellen gegeben, und diesen Sommer vielleicht ein oder zwei“, sagt Friederike Otto, die am Imperial College in London zum Extremwetter forscht. „Aber nicht fünf bis Mitte August.“ Diese ein oder zwei wiederum wären auch weniger heiß gewesen, „und damit sehr viel weniger tödlich und dramatisch für Flüsse und Landwirtschaft“, sagt Otto.
Hitzewellen: Mit der Anpassung an den Klimawandel ist es nicht getan
Nach Wochen der Hitze debattiert Deutschland, wie gut es für solche Phasen gewappnet ist. Forscher warnen davor, darüber den Klimaschutz zu vergessen.






