Verantwortung übernehmen, Einfluss nehmen, sich durchsetzenMacht ist eine von 26 empirisch identifizierten Sinnquellen. Die Forscherin Tatjana Schnell erklärt, wer darin Erfüllung findet und wie Machtmenschen es schaffen, sich selbst nicht wichtiger zu nehmen als andere. Der Sinnimpuls.06.08.2026, 10.21 Uhr1 LeseminutenIllustration Simon Tanner / NZZ«Ich will Macht haben»: Das ist ein Satz, den die wenigsten laut in der Öffentlichkeit sagen würden. Und doch gibt es viele Menschen, die nach Macht streben und sie auch bekommen, zum Beispiel im Beruf. Macht zu haben, ist für manche ein Lebensziel.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Die Sinnforscherin Tatjana Schnell, Professorin für existenzielle Psychologie an der MF Specialized University in Oslo, erklärt: «Macht beschreibt das Streben nach Einfluss, Durchsetzung und Gestaltungsmöglichkeiten. Sie kann Menschen motivieren, Verantwortung zu übernehmen, birgt aber auch die Gefahr, sich über andere zu stellen.»Macht ist eine Sinnquelle mit zwei Seiten. Im positiven Sinne geht sie damit einher, dass Menschen Verantwortung übernehmen und Dinge gestalten. Gleichzeitig kann sie dazu verleiten, sich selbst wichtiger zu nehmen als alle anderen.Ob Macht im positiven Sinne sinnstiftend wirkt, hängt also davon ab, wie wir mit ihr umgehen. Macht sollte nicht zum Selbstzweck werden.Der Sinnimpuls: Wo habe ich Einfluss, und wie gehe ich damit um?