Immer wenn ein abscheulicher Terrorakt das Land erschüttert, wie ihn Berlin am Christopher Street Day erleben musste, verfällt das Land in den Aktionsmodus. Die Devise lautet: „Man muss doch etwas dagegen tun können.“ Und wenn man schon nichts dagegen tun kann, dann muss man wenigstens etwas dagegen sagen. Also sprechen sie los, Politiker, Terror- und andere -Experten, Islamkritiker und Polizeigewerkschafter. Sie alle tragen etwas zur Debatte bei, weil sie es – zumindest aus ihrer Sicht – können. Eine andere gesellschaftliche Gruppe trägt etwas bei, weil sie es muss: Die muslimischen Verbände und Moscheegemeinden müssen sich mit klaren Worten von der Tat des Terroristen distanzieren, am besten noch während die Fahndung nach ihm läuft. Sie haben in diesen Momenten, in denen das Land in Aufruhr ist, wenig zu gewinnen und viel zu verlieren.