Mehrere Unionspolitiker fordern einen härteren Kurs gegen gewaltbereite Islamisten – und bessere Möglichkeiten zur Überwachung. Doch eine beschlossene Reform der Nachrichtendienste ist noch nicht umgesetzt.

26.07.2026, 19.48 Uhr

Friedrich Merz spricht nach dem Gedenkgottesdienst für die CSD-Opfer mit Bischof Christian Stäblein

Der Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day hat eine Debatte über innere Sicherheit und härtere Gesetze ausgelöst. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stellte am Sonntag politische Folgen in Aussicht, warnte aber vor einem Schnellschuss. »Wir werden über Konsequenzen nachdenken – und mit Besonnenheit, aber auch mit Entschlossenheit entscheiden«, sagte er am Rande eines Trauergottesdiensts für die Opfer in Berlin. »Diese Straftäter, diese Extremisten haben in der Mitte unserer Gesellschaft keinen Platz.«

Mehrere Unionspolitiker forderten unterdessen einen härteren Kurs gegen gewaltbereite Islamisten. Der Vorsitzende der Nachwuchsorganisation Junge Union (JU), Johannes Winkel, schrieb auf X: »Der Westen und der Islamismus: Eine Ideologie erklärt unserer Gesellschaft den Krieg.« Die Weckrufe würden ignoriert, kritisierte er. »Statt sich zu wehren und mit aller Härte zurückzuschlagen, weigern wir uns, die Kriegserklärung zu hören.«