Berlin ist die Heimat von fast vier Millionen Menschen. Menschen mit unterschiedlichsten Biografien, Berufen und Überzeugungen. Menschen, deren Familien seit Generationen hier leben. Menschen, die Berlin irgendwann zu ihrer Heimat gemacht haben. Berlin ist für sie alle die Stadt der Freiheit. Hier dürfen Menschen sein, wie sie sind. Hier kann jeder glauben, woran er will – oder eben nicht. Hier soll jeder so leben und lieben können, wie er ist. Genau das macht Berlin aus. Das ist die DNA unserer Stadt.

Diese Freiheit ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Sie wird von unterschiedlichen Seiten angegriffen: von radikalen Linken, die unsere Soziale Marktwirtschaft infrage stellen, die Antisemitismus und Hass auf die Polizei in ihren Reihen dulden. Von der extremen Rechten, die mit Spaltung und Menschenfeindlichkeit immer mehr Zuspruch gewinnt. Und – wie wir am Wochenende auf schmerzlichste Weise erleben mussten – von einem Islamismus, der unsere offene Gesellschaft aus religiösem Fanatismus heraus zerstören will.

Diese Bedrohungen unterscheiden sich in ihrer Ideologie und in ihrer Bereitschaft zur Gewalt. Eines aber verbindet sie: Sie lehnen die Freiheit ab, auf der unser Zusammenleben beruht. Wer Frauen die Gleichberechtigung abspricht, Juden bedroht, Homosexuelle verfolgt oder unsere Demokratie verachtet, greift nicht einzelne Gruppen an. Er greift Berlin an.