PfadnavigationHomeRegionalesBerlin & BrandenburgWegner zum Anschlag: «Unsere Freiheit muss geschützt werden»Stand: 15:35 UhrLesedauer: 2 MinutenBerlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hält nach dem Anschlag vom Wochenende Konsequenzen für notwendig. Quelle: Soeren Stache/dpaBerlins Regierender Bürgermeister hält nach dem Anschlag am Samstag Konsequenzen für notwendig. Aus seiner Sicht gehört dazu auch eine Diskussion über Integrationsmaßnahmen.Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag am Rande des CSD am Wochenende hat Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner Konsequenzen angekündigt. «Na klar müssen wir die Sicherheitskräfte weiter stärken, wir müssen den Verfassungsschutz weiter stärken, wir müssen schauen, wie wir mit Gefährdern vielleicht anders umgehen müssen», sagte der CDU-Politiker am Nachmittag bei einer Veranstaltung in Berlin. «Denn am Ende des Tages geht es darum, nicht den Gefährder zu schützen, sondern unsere Freiheit zu schützen.»Solche innenpolitischen Maßnahmen seien aber nur das Eine. «Ich glaube, wir werden auch über Integrationsmaßnahmen sprechen müssen. Denn der Tatverdächtige ist 2005 in Berlin geboren», sagte Wegner. Er sei in Berlin in der Kita und in der Schule gewesen.«Aber ganz offensichtlich hat ihn unsere Art des Zusammenlebens nicht überzeugt. Offensichtlich haben wir ihn nicht erreicht», so der Regierende Bürgermeister. «Und ich möchte, dass es uns gelingt, egal mit welcher Herkunft man hier lebt, egal welche Wurzeln man hat, dass die Menschen in Berlin sich dazugehörig fühlen.»Wegner fordert Haltung zeigenBei dem Anschlag am Samstag wurden eine Frau aus Polen tödlich und weitere 29 Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt. Am Sonntagabend wurde der mutmaßliche Täter Abdul B., der nach Einschätzung aus Sicherheitskreisen der islamistischen Szene angehörte, bei einem Polizeieinsatz getötet. «Wir müssen die Probleme benennen, die ja offenkundig da sind», sagte Wegner zu dessen Hintergrund. «Wer Probleme verschweigt und runterredet, wird sie definitiv nicht lösen.»Wichtig sei aber vor allen Dingen, Haltung zu zeigen und sich für Freiheit, Vielfalt, die queere Community und für Menschen einzusetzen, die angegriffen würden. «Und ich bin mir sicher, die allermeisten Berlinerinnen und Berliner sehen das genauso wie ich. Die gute Nachricht: Wir sind mehr», sagte Wegner. «Und die Minderheit, die müssen wir noch viel genauer in den Blick nehmen, um solche grausamen Taten zu verhindern.»dpa-infocom GmbH