Am Donnerstagnachmittag hörte die Grenze zwischen Marokko und Ceuta auf zu funktionieren. Menschen umschwammen die Grenzmole, andere kletterten über die Felsblöcke des Damms. Nass und jubelnd liefen sie durch die Straßen. Der Chef der Guardia-Civil-Gewerkschaft sprach von „reinstem Chaos“.
Das spanische Innenministerium schätzt, dass binnen 24 Stunden rund 49.000 Menschen in die Exklave gelangten. Ceuta hat 83.000 Einwohner. Das mehrtägige Fest für den Schutzpatron der Stadt wurde abgesagt.
Mindestens 19 Leichen wurden im Wasser gefunden. Regierungschef Pedro Sánchez schickte Soldaten und reiste am Freitag selbst in die Stadt.
Unter fast jedem Bericht darüber steht seither dieselbe Frage: Warum gehört eine Stadt an der afrikanischen Küste überhaupt zu Spanien?
Ceuta liegt in Afrika und ist trotzdem EU










