Angehörige der marokkanischen Sicherheitskräfte in der Nähe der marokkanisch-spanischen Grenze

Der Übertritt von Zehntausenden Migranten in die spanische Enklave Ceuta beschäftigt Europas Politiker. Laut spanischen Sicherheitskreisen sind in den vergangenen Tagen mehr als 40.000 Migranten auf irregulärem Weg nach Ceuta gelangtl, die Mehrheit von ihnen am Donnerstag. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf das spanische Innenministerium sogar von 49.000 Menschen binnen 24 Stunden.

Es handelt sich um die größte Zahl von nach Ceuta gekommenen Migranten seit mindestens 2021.»Der Schutz der Außengrenzen der Europäischen Union ist entscheidend für die Bekämpfung illegaler Migration. Ich unterstütze die spanische Absicht, die illegalen Migranten nicht auf den europäischen Kontinent zu lassen. Marokko muss die Rückkehrverordnung unverzüglich umsetzen«, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz. Die Bundesregierung stehe diesbezüglich mit der spanischen Regierung in Kontakt, so Merz. Günter Krings, Chef der CDU-Landesgruppe aus Nordrhein-Westfalen im Bundestag sowie Innen- und Rechtspolitiker, kritisierte gegenüber dem SPIEGEL die jüngste Entscheidung des spanischen obersten Gerichsthofes, die es untersagt, Migranten in den Enklaven Ceuta und Melilla direkt wieder zurückzuschicken.