Nach dem Ansturm auf Ceuta ringt die EU um Konsequenzen. Die Krise wirft neue Fragen zur Zusammenarbeit mit Marokko und anderen nordafrikanischen Staaten auf.
Nach den massenhaften Übertritten aus Marokko über Land und das Meer: Migrant:innen an einem Strand in Ceuta am 2. August 2026
Pedro Nunes/Reuters
Nachdem die meisten Migrant:innen, die am Donnerstag nach Ceuta gelangt waren, in den folgenden Tagen nach Marokko zurückkehrten, nahmen marokkanische und spanische Grenzbeamte an den Grenzübergängen ihren regulären Dienst wieder auf. Zugleich erweiterten spanische Soldaten den Metallzaun zwischen der marokkanischen Stadt Fnideq und der Enklave Ceuta um eine 500 Meter lange schwimmende Barriere im Meer.
Damit soll das Erreichen von Ceuta erschwert werden. Bei dem Versuch über das Mittelmeer auf das spanische Territorium zu gelangen, waren seit Donnerstag mindestens 72 Menschen ertrunken. Die Regionalverwaltung von Ceuta lässt das Gebiet von Tauchern durchsuchen und geht von einer dreistelligen Zahl von Opfern aus. Ceutas Regierungspräsident Juan Jesus Vivas widerspricht der Regierung in Madrid, die von einer völligen Normalisierung der Lage ausgeht.










