Diese drei kann fast nichts in ihrem Vorwärtsdrang stoppen. Gleich ob höchster, tiefster, kältester oder heißester Punkt des Globus: Toyota Land Cruiser, Nissan Patrol und Mitsubishi Pajero machen seit 75 Jahren die Piste zum Profil. Eine japanische Offroad-Saga, die in Amerika begann und 1976 Deutschland erreichte SP-X/Köln. Diese drei Geländewagen sind Kinder des Krieges, und dennoch haben sie den Globus zum Besseren verändert durch Einsätze für Hilfsorganisationen oder als Arbeitsgerät in extremem Terrain. Vor 75 Jahren, am 1. August 1951, präsentierte Toyota den Jeep BJ als Urahnen des legendären Land Cruiser; nur einen Monat später ging der Nissan 4W60 als Vorläufer des Patrol in Serie, und der Mitsubishi-Jeep legte die Basis für den beliebten Pajero. Ein japanisches Offroad-Trio, das seine Gene mit dem amerikanischen Jeep teilte und in wenigen Jahren weltweit bekannt wurde.

Tatsächlich entstanden die 4x4-Typen auf Initiative der ab 1950 in den Korea-Krieg involvierten Amerikaner, die Nachschub benötigten und deshalb in Japan bei Mitsubishi den Willys Jeep montieren ließen, bevor sie 1951 neue 4x4-Modelle für Nippons „Nationale Polizeireserve“ suchten. Auch diese Ausschreibung gewann Mitsubishi – obwohl sich Nissan 4W60 und Toyota Jeep BJ gleichfalls als zweieiige Zwillinge der US-Ikone zeigten. Toyota und Nissan konzentrierten sich nun auf Privatkunden. Verwirklichten ihre Allradler doch einen Mobilitätstraum, den kein anderes Auto so verlässlich erfüllte: Menschen an einen beliebigen Ort zu fahren und problemlos zurückzubringen, gleich ob in 1.600 Meter tiefen Kupferminen, als Erntehelfer in Höhenlagen von 3.500 Metern oder als 4x4-Entdecker in Wüste und Wildnis. „Nur zum Mond und zurück kann der Land Cruiser nicht“, scherzte Toyota beim Deutschland-Debüt vor 50 Jahren. Das gilt bis heute für diesen bodenständigen Typ, der aber mit 14 Millionen Einheiten rekordverdächtig erfolgreich unterwegs ist.