Die Erinnerung an den Bundespräsidenten Horst Köhler ist sehr verblasst. Er trat sein Amt im Jahr 2004 an und trat im Jahr 2010 überraschend zurück, weil er der Ansicht war, dass ihm der Respekt nicht entgegengebracht würde, der seinem Amt gebühre. Respekt gebührt ihm allerdings für eine Rede, die er seinerzeit, es war im Jahr 2006, über die Pressefreiheit und darüber gehalten hat, was den Kern journalistischer Arbeit ausmache. „Ich selbst“, so sagte der CDU-Mann keck und mit feinem Spott, „bin in dieser Frage konservativ. Deshalb neige ich zu Karl Marx. Der hat gesagt: ‚Die erste Freiheit der Presse besteht darin, kein Gewerbe zu sein.“
60 Jahre Spiegel-Urteil: Der Journalismus muss seine Glaubwürdigkeit verteidigen
Im Spiegel-Urteil 1966 würdigte das Verfassungsgericht die Pressefreiheit. Sie ist ein Grundrecht, das der Journalismus auch heute verteidigen muss.









