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Iran-Krieg: Huthi-Miliz erwägt offenbar Gebühr für Fahrt durchs Rote Meer Live-Blog Fox: Trump kündigt Vergeltung nach iranischen Raketenangriffen an +++ USA und Saudi-Arabien greifen proiranische Milizen im Irak an +++ Der Newsblog.

Die Bab al-Mandab-Straße im Roten Meer. Foto: AFPÖlpreise ziehen noch weiter anTrumps Drohungen beschleunigen den Anstieg der Ölpreise. Ein Barrel der europäischen Sorte Brent zur Lieferung im September verteuert sich um sieben Prozent auf mehr als 90 Dollar. Öl der US-Sorte WTI kostet etwa sechs Prozent mehr. Im bisherigen Wochenverlauf hatten die Ölpreise deutlich nachgegeben.Fox: Trump kündigt Vergeltung nach iranischen Raketenangriffen anDer US-Nachrichtensender Fox zitiert US-Präsident Donald Trump mit neuen Vergeltungsankündigungen nach den iranischen Angriffen auf eine US-Militärbasis in Jordanien. Fox veröffentlichte keinen Live-Mitschnitt des Interviews mit Trump, ein Korrespondent fasste stattdessen seine Aussagen zusammen. Trump sagte demnach: „We're going to beat the fucking shit out of them.“ Zuvor hatte der Iran mehrere Raketen in Richtung Jordanien abgefeuert, die offenbar abgefangen wurden. Parallel hatten Saudi-Arabien und die USA gemeinsam pro-iranische Truppen im Irak angegriffen. Die Ölpreise legten infolge der neuen Eskalation deutlich zu.Insider: Irakischer Ministerpräsident sagt Treffen mit saudischem Kronprinzen abDer irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi hat Insidern zufolge einen für Donnerstag geplanten Besuch beim saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in Dschidda abgesagt. Grund dafür seien die Angriffe pro-iranischer Milizen im Irak auf das Königreich, sagen drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Zudem hatten die USA und Saudi-Arabien als Reaktion auf die Angriffe in der Nacht zum Mittwoch mit gemeinsamen Luftschlägen diese irakischen Milizen attackiert. Die irakische Miliz Harakat Hisbollah al-Nudschaba drohte daraufhin, diese Angriffe würden Konsequenzen für die Interessen und die Sicherheit der USA und Saudi-Arabiens haben.Huthi-Miliz erwägt offenbar Gebühren fürs Rote MeerDie mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen erwägt offenbar die Einführung von Gebühren für die Durchfahrt von Handelsschiffen durch das Rote Meer. Dies sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Der Plan bezieht sich demnach auf die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden und damit mit dem Indischen Ozean verbindet. Ein Zeitplan dafür wurde nicht genannt. Die Idee wurde demnach bei einem Treffen in Teheran erörtert. Mit einer solchen Gebühr solle der Druck auf die USA erhöht werden. Die Pläne der Huthis scheinen bereits konkrete Gestalt anzunehmen. Ein arabischer Vertreter in der Region sagte, mit den aus Teheran zurückgekehrten Huthi-Funktionären seien auch iranische Berater in den Jemen gekommen. Diese sollen vor Ort anleiten, wie eine Behörde zur Gebührenabgabe an der Meerenge Bab al-Mandab aufgebaut werden könne. Die Schließung oder Behinderung der Durchfahrt bei Bab al-Mandab würde Saudi-Arabien einer wichtigen Alternative zur Straße von Hormus berauben. Die Furcht vor Engpässen bei der Ölversorgung dürfte damit verstärkt werden.Die Bab al-Mandab-Straße im Roten Meer afpPreise im Iran steigen weiter starkNach Wirtschaftsprotesten im Januar und nunmehr fast fünf Monaten Konflikt mit den USA wird das Leben für Menschen im Iran immer teurer. Die Preise seien im vergangenen Jahr um 66 Prozent gestiegen, berichtete der staatliche Rundfunk Irib.Die steigenden Kosten, fehlende Perspektiven und eine verschlechtere Versorgungslage belasten Menschen im Iran deutlich. In einem aktuellen Bericht schreibt die Nachrichtenagentur Tasnim von einem starken Preisanstieg für medizinische Dienstleistungen. Krankenhäuser seien überfüllt und vor Fachambulanzen bildeten sich lange Warteschlangen.Notfallsitzung im Irak nach US-saudischen AngriffenIm Irak hat Ministerpräsident Ali al-Saidi nach den Angriffen der USA und Saudi-Arabiens gegen Iran-treue Milizen eine Notfallsitzung des Sicherheitsrats einberufen. Das Treffen in Bagdad solle sich um die Sicherheitslage und die Luftangriffe drehen, berichtete die Staatsagentur INA. Die Angriffe in der Nacht zielten nach US-Angaben auf mit dem Iran verbündete Milizen im Irak. Die sogenannten Volksmobilisierungskräfte (PMF), ein Bündnis aus vorwiegend schiitischen und Iran-treuen Milizen im Irak, meldeten, dass 20 ihrer Kämpfer getötet und 32 weitere verletzt worden seien. Die US-saudischen Luftangriffe hätten in mehreren Teilen des Landes unter anderem Ziele im Raum Bagdad sowie im südlichen Basra und Ninive im Norden getroffen. Dabei seien auch Gebäude, Fahrzeuge und Militärausrüstung beschädigt worden.Jordanisches Militär: Fünf Raketen aus dem Iran abgefangenDie jordanische Flugabwehr hat nach Militärangaben fünf Raketen aus dem Iran abgefangen. Das jordanische Militär teilte mit, die Geschosse seien am Mittwoch „abgefangen und zerstört“ worden. Ob es Opfer gab, etwa durch herabstürzende Trümmerteile, wurde zunächst nicht mitgeteilt.Zuvor hatte das US-Militär mit Saudi-Arabien Stellungen proiranischer Milizen im Irak angegriffen. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs, Centcom, begründete die Wiederaufnahme der Kampfhandlungen damit, dass der Iran Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgefeuert habe, die jedoch abgefangen worden seien.Ölpreis steigt wiederInfolge der neuen Gefechte im Nahen Osten ziehen die Ölpreise wieder deutlich an. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuert sich um 3,8 Prozent auf 87,30 Dollar. Das US-Öl WTI notiert 3,8 Prozent fester bei 82,30 Dollar.Pentagon verknüpft neue Opferstatistik mit Ende von „Epic Fury“Das Pentagon hat eine neue Statistik zu gefallenen und verletzten Soldaten im Iran-Krieg mit dem Ende der sogenannten „Operation Epic Fury“ in Verbindung gebracht. Das Verteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben eine neue, separate Kategorie in seiner offiziellen Opferstatistik eingeführt. Darin werden nun die Toten und Verletzten der jüngsten Kämpfe zwischen den USA und dem Iran erfasst, weil die „Operation Epic Fury“ abgeschlossen worden sei.„Operation Epic Fury“ ist die offizielle Bezeichnung des US-Militärs für die Kampfhandlungen im Iran. Das Defense Casualty Analysis System hatte zuvor vier getöteten Soldaten und Dutzende Verletzte aus der Statistik zum Iran-Krieg entfernt und sie stattdessen in eine neue Kategorie mit der Bezeichnung „Overseas Operations“ („Auslandseinsätze“) aufgenommen.USA und Saudi-Arabien greifen proiranische Milizen im Irak anDie USA und Saudi-Arabien haben nach Angaben des US-Militärs Stellungen proiranischer Milizen im Irak angegriffen. Ziel der Luftangriffe seien mehrere Logistik- und Waffenlager im Osten des Landes gewesen, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) am Dienstag mit. Den Angaben zufolge reagierten die Streitkräfte damit auf mehr als 30 Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden, die von den iranischen Revolutionsgarden gesteuert worden seien. Die Revolutionsgarden und ihre „terroristischen Stellvertreter“ müssten die Angriffe einstellen, um weitere militärische Reaktionen der USA zu vermeiden, hieß es.Saudi-Arabien hatte zuvor mitgeteilt, bereits den zweiten Tag in Folge Drohnen abgeschossen zu haben, die von proiranischen Milizen im Irak gestartet worden seien und auf Ölanlagen im Osten des Königreichs gezielt hätten. Der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi ordnete nach den saudischen Vorwürfen Ermittlungen der Sicherheitsbehörden an.US-Militär: Iranischen Raketenangriff auf US-Truppen abgewehrtDer Iran hat nach Angaben des US-Militärs am Dienstag mehrere ballistische Raketen auf amerikanische Streitkräfte im Nahen Osten abgefeuert. Alle iranischen Raketen seien erfolgreich abgefangen worden, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) in den sozialen Medien mit. Die US-Streitkräfte blieben „wachsam und in höchster Einsatzbereitschaft“. Der Angriff beendete eine kurze Feuerpause, in der Vermittler versucht hatten, beide Seiten wieder an den Verhandlungstisch zu bringen.Ukraine warnt Iran nach Angriff auf Schiff vor EskalationDer ukrainische Außenminister Andrij Sybiha warnt seinen iranischen Amtskollegen Abbas Aragtschi nach dem Angriff auf ein iranisches Schiff vor einer Eskalation. In einem Telefonat fordert Sybiha zudem ein Ende der Unterstützung Teherans für Russland im Krieg gegen die Ukraine, wie er auf der Plattform X mitteilt. Hintergrund ist eine ukrainische Drohnenattacke auf ein iranisches Handelsschiff im Kaspischen Meer, bei der ein Seemann getötet und ein weiterer verletzt wurde. Der Iran droht deshalb mit Konsequenzen. Sybiha betont, die Ukraine greife keine zivilen Schiffe an.Es sei das Ziel Kiews, eine unnötige Eskalation zu vermeiden, teilte Sybiha bei X mit. Er äußerte sich nach seinem Besuch mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj bei US-Präsident Donald Trump in Washington. Der Ukraine gehe es bei ihren Angriffen nur darum, sich selbst vor der russischen Aggression zu verteidigen.Iran schlägt Oman Übergangslösung für Straße von Hormus vorDer Iran schlägt dem Oman eine Übergangslösung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor. Demnach soll die Route in die eine Richtung komplett und die Gegenroute teilweise durch iranische Gewässer verlaufen, sagt Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi im staatlichen Fernsehen.Einen omanischen Vorschlag zur gleichmäßigen Aufteilung der Transitwege lehne Teheran ab, da dieser die Sicherheitsbedenken des Landes nicht ausräume, solange keine langfristige regionale Stabilität erreicht sei. Sollte die Regierung in Maskat den Plan zurückweisen, bleibe die Meerenge geschlossen, fügt er hinzu. Der Iran habe die Südroute entlang der omanischen Küste nie anerkannt.Iran benennt Schäden bei jüngsten US-AngriffenBei den jüngsten US-Angriffen auf den Iran sind nach Angaben der iranischen Regierung unter anderem ein Flughafen und ein Kontrollturm für den Schiffsverkehr zerstört worden. Zudem seien zwölf Brücken und zwei Tunnel beschädigt worden, teilte Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani am Dienstag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mit.Der internationale Flughafen von Buschehr am Persischen Golf sei nicht mehr betriebsfähig, sagte Mohadscherani. Die beiden beschädigten Tunnel seien inzwischen wieder geöffnet worden. Für die betroffenen Brücken seien Ausweichstrecken eingerichtet worden. Zudem sei weitere zivile Infrastruktur zerstört worden, darunter eine Wetterstation und Fischerboote.Netanjahu: Treffen mit Trump „eines der besten Gespräche“Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach eigenen Angaben ein „ausgezeichnetes“ Treffen mit US-Präsident Donald Trump gehabt. In einem auf seinem Instagram-Konto veröffentlichten Video bezeichnete Netanjahu sein Gespräch mit Trump am Dienstag (Ortszeit) als „eines der besten“. „Es war ein Gespräch voller Partnerschaft, gegenseitiger Unterstützung und eines gemeinsamen Verständnisses für das Ziel, sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffen besitzt – sowie für weitere Ziele“, fügte er hinzu.Netanjahu traf Trump im Weißen Haus zu einem etwa 90-minütigen Gespräch, das unter Ausschluss der Presse stattfand. Treffen zwischen Trump und Netanjahu im Weißen Haus beendetDas Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Weißen Haus ist beendet. Das teilte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt nach dem Ende der knapp anderthalbstündigen Begegnung auf der Plattform X mit. Unmittelbar zuvor hatte Trump dort bereits den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen. „Beide Treffen verliefen positiv und produktiv!“, schrieb Leavitt. An beiden Gesprächen nahmen unter anderem auch US-Außenminister Marco Rubio und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth teil, wie Fotos der Treffen zeigen.Donald Trump (re.) und Benjamin Netanjahu im Oval Office. ImgaoFür Treffen mit Trump – Netanjahu im Weißen Haus angekommenIsraels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist für ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus angekommen. Das teilte das Büro des israelischen Regierungschefs mit. Bei dem Gespräch zwischen den beiden soll es vor allem um den Iran gehen, wie Netanjahu zu Beginn seiner US-Reise klar sagte. Nach Darstellung von Trump versucht der israelische Ministerpräsident die USA davon zu überzeugen, sich nicht vom Krieg im Iran abzuwenden. Berichten zufolge will Netanjahu Trump auch Geheimdienstinformationen über mutmaßliche Bestrebungen des Irans vorlegen, seine militärischen Fähigkeiten wieder aufzubauen. Iran: Keine Durchfahrt durch Straße von Hormus für entschädigte SchiffeDer Iran weist die Drohung von US-Präsident Donald Trump zurück, die Eigentümer von im Golf beschädigten Schiffen mit eingefrorenen iranischen Geldern zu entschädigen. Vielmehr dürften Schiffe von Unternehmen oder Ländern, die solche Zahlungen erhalten, die Straße von Hormus nicht mehr passieren, erklärt Militärsprecher Ebrahim Solfaghari staatlichen Medien zufolge.Trump: Gute Gespräche mit dem IranUS-Präsident Donald Trump berichtet von guten Gesprächen mit dem Iran, droht der Führung in Teheran aber zugleich mit weiteren Angriffen, sollte es zu keiner Einigung kommen. In einem Interview mit dem Sender Fox News sagt er, er wolle Attacken auf iranische Brücken und Kraftwerke nach Möglichkeit vermeiden. Wenn es jedoch kein Abkommen gebe, werde er diese Ziele sowie das stark befestigte Tunnelsystem im Berg Kuh-e Kolang - im Englischen Pickaxe Mountain genannt - zerstören. „Wir haben ihre Atomanlagen ausgeschaltet, und wir werden Pickaxe ausschalten müssen, wenn wir kein Abkommen schließen“, sagt Trump.Trump: Netanjahu möchte, dass USA im Iran involviert bleibenIsraels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu versucht nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump die USA davon zu überzeugen, sich nicht vom Krieg im Iran abzuwenden. Angesprochen auf Berichte, dass Netanjahu bei seinem Treffen mit Trump heute über Aktivitäten rund um eine mutmaßliche Atomeinrichtung im Iran sprechen wolle, die als „Pickaxe Mountain“ bekannt ist, sagte Trump dem Sender Fox News: „Nun, ich brauche Bibi nicht, um mir das zu sagen. Bibi erzählt mir das, weil er möchte, dass ich weiterhin involviert bleibe.“Trumps Aussagen heben die Risse in der einst guten Beziehung zwischen Trump und Netanjahu hervor, die im Iran-Krieg angesichts unterschiedlicher Interessen bereits mehrfach sichtbar wurden. Während Israel den Krieg Medienberichten zufolge fortsetzen wollte, lag Trumps Fokus zuletzt auf einer diplomatischen Lösung. Oman unterbreitet Iran Vorschlag für HormusDer Oman hat dem Iran einem Insider zufolge einen Vorschlag für einen gemeinsamen regionalen Mechanismus zur Verwaltung der Straße von Hormus unterbreitet. Der Vorstoß basiere auf einem Modell, bei dem Nutzer der Meerenge freiwillig Gebühren entrichteten, ähnlich wie bei der Straße von Malakka in Südostasien. Der Vorschlag werde von Staaten der Nahost-Region unterstützt, fügt der Insider hinzu.Weitere Hinrichtungen nach Protesten im IranIm Iran sind im Zuge einer Hinrichtungswelle abermals zwei Männer im Zusammenhang mit den Protesten Anfang des Jahres exekutiert worden. Den Männern sei zur Last gelegt worden, bei den Massenprotesten an der Ermordung von Polizeibeamten in der Stadt Isfahan beteiligt gewesen zu sein, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan. USA kündigen weitere Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom anVertreter Israels und des benachbarten Libanons wollen sich kommende Woche laut US-Regierungskreisen erneut in Rom treffen, um über die weitere Umsetzung ihres Sicherheitsabkommens zu sprechen. Die Gespräche seien zwischen dem 4. und 6. August angesetzt, teilte ein Beamter des US-Außenministeriums mit. In der italienischen Hauptstadt wollen die Vertreter demnach über die „vollständige Umsetzung des Rahmenabkommens“ diskutieren, das unter Vermittlung der USA zustande gekommen war. „Dazu gehören die Ausweitung des Pilotzonenprozesses, die Lösung aller offenen Grenzfragen und die Ausarbeitung eines umfassenden Friedens- und Sicherheitsabkommens“, hieß es weiter.Vergangene Woche waren in den drei Ortschaften Frun, Srifa und Sautar al-Gharbija im Südlibanon sogenannte Pilotzonen gemäß dem trilateralen Rahmenabkommen eingerichtet worden. In diesen Bereichen sollen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die mit Israel verfeindete Hisbollah-Miliz entwaffnen, während sich die israelische Armee schrittweise zurückzieht. Die Pilotzonen sollen zeigen, ob dieser Ablauf in der Praxis funktioniert, bevor das Vorgehen auf weitere Gebiete ausgeweitet wird.UN-Menschenrechtskommissar: Israel muss Libanon verlassenDer UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat das israelische Militär zum Abzug aus dem Libanon aufgefordert. Zum Abschluss eines Besuchs im Libanon sagte er der Nachrichtenagentur AP am Montag, das Militär müsse sich aus dem Süden des Nachbarlandes zurückziehen und damit aufhören, Häuser zu zerstören.Die großflächige Zerstörung ziviler Gebäude werfe erhebliche Fragen nach der Einhaltung des humanitären Völkerrechts auf, sagte Türk. Menschenrechtsorganisationen haben Israel wegen der Zerstörung zahlreicher Ortschaften sowie des Todes Dutzender medizinischer Helfer und Journalisten kritisiert.In etwa einer Woche soll es in Rom weitere direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon geben. HB Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. 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