The PulseAktien rund um das Thema künstliche Intelligenz geraten unter Druck. Unternehmen aus der Halbleiterindustrie erleiden besonders schwere Verluste. Was sind die Gründe für die zunehmende Nervosität? Und wie steht es um die weiteren Perspektiven?Die amerikanischen Börsen fühlen sich derzeit wie zwei völlig verschiedene Welten an. Während sich der breite Gesamtmarkt vor dem Hintergrund sinkender Energiepreise erfreulich entwickelt, geraten Aktien aus dem Technologiesektor mehr und mehr unter Druck.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenThemarket.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Das Branchenbarometer Nasdaq 100 hat in den letzten zwei Handelstagen weitere 1,3% eingebüsst. Der Blue-Chip-Index Dow Jones Industrial, der ein breites Spektrum der Wirtschaft abbildet, ist demgegenüber 1,5% avanciert.Im Tech-Sektor macht sich schon seit einiger Zeit Nervosität breit, wobei sich der Schaden hauptsächlich auf Unternehmen mit Bezug zum Thema künstliche Intelligenz konzentriert. Die grössten Gewinner aus dem ersten Halbjahr führen im Juli nun die Liste der Verlierer an. Unter den zwanzig Titeln aus dem US-Leitindex S&P 500, die in den ersten sechs Monaten am meisten Auftrieb verspürt haben, kommt der IT-Ausrüster Dell Technologies mit einem Minus von 14% seit Ende Juni noch am glimpflichsten davon.In schwere Turbulenzen geraten ist der koreanische Leitindex Kospi, der von Samsung Electronics und SK Hynix dominiert wird. Die beiden weltgrössten Hersteller von Speicherchips haben in den vergangenen Wochen 38% bzw. 47% verloren. An der Börse New York sind die ADR-Zertifikate (American Depositary Receipts) von SK Hynix unter den Ausgabepreis vom 9. Juli gefallen, als der Konzern mit der US-Zweitkotierung 26,5 Mrd. $ aufnahm.Der Kospi notiert inzwischen 34% unter dem Allzeithoch. Am Dienstag hat er mit annähernd 11% den schwersten Tagesverlust seit Anfang März erlitten, als der Krieg im Nahen Osten die globalen Finanzmärkte erschütterte.Umso wichtiger wird der weitere Verlauf dieser Woche. Heute Mittwoch steht der Zinsentscheid der US-Notenbank an. Zudem berichten die Superschwergewichte Microsoft und Meta Platforms über den Geschäftsgang. Am Donnerstag folgen Apple und Amazon mit den Quartalszahlen. Das Thema KI wird dabei im Zentrum stehen.In der heutigen Ausgabe von «The Pulse» befassen wir uns deshalb mit der Frage, was es mit den Erschütterungen im Tech-Sektor auf sich hat und was sie für Investoren bedeuten könnten.Chinas DRAM-Champion tritt ins RampenlichtAuf der Suche nach Ursachen und Erklärungen lohnt sich zuerst ein Blick nach Osten. Was sich schon seit einiger Zeit abzeichnet, wird Investoren dieser Tage in aller Deutlichkeit vor Augen geführt: China kommt mit dem Aufbau einer eigenständigen Halbleiterindustrie verblüffend schnell voran.Wie das Tech-Magazin «The Information» berichtet, beherrscht China nun offenbar auch die immersive DUV-Technologie für Lithografie-Systeme. Solche Maschinen zur Wafer-Bearbeitung, die mit tief-ultraviolettem Licht (Deep Ultraviolet, DUV) arbeiten, sind eine Domäne von ASML. Sie sind zwar nicht so leistungsfähig wie die Systeme des niederländischen Ausrüsters, die extrem-ultraviolettes Licht (Extreme Ultraviolet, EUV) verwenden. Chinas Fortschritte zeigen aber, wie entschlossen die Aufholjagd forciert wird.Die Nachricht trägt zusätzlich zur schwankungsanfälligen Stimmung im Halbleitersektor bei. Die in New York gehandelten ADR-Zertifikate von ASML haben seit Anfang Woche rund 10% eingebüsst. Andere westliche Hersteller von Equipment zur Wafer-Produktion wie Applied Materials (-11%), Lam Research (-12%) und KLA (-9%) sind in den vergangenen zwei Handelstagen ebenfalls schwer unter Druck geraten.China ist für sie einer der wichtigsten Absatzmärkte. Ein massgeblicher Anteil des Wachstums kam in den vergangenen Jahren aus der Volksrepublik. Doch die Zukunft sieht kompliziert aus. ASML zum Beispiel hat im ersten Semester nur noch knapp 17% der Einnahmen aus System-Verkäufen mit chinesischen Abnehmern erzielt, 2025 waren es 33%. Der Export von EUV-Maschinen sowie fortschrittlicheren DUV-Systemen ist dem Konzern aufgrund von US-Restriktionen schon seit einigen Jahren untersagt.Auch in anderen Bereichen des Halbleitersektors gewinnen chinesische Wettbewerber an Kontur. Das demonstriert die Begeisterung für das Debüt von CXMT. Der schnell expandierende Hersteller von Speicherchips hat am Montag Aktien im Wert von mindestens 57,9 Mrd. Yuan emittiert (rund 8,6 Mrd. $), was dem grössten Börsengang im STAR-Segment für Technologiewerte am Handelsplatz Schanghai entspricht. Der bisherige Rekordhalter war die Chipschmiede SMIC mit gut 53 Mrd. Yuan im Sommer 2020.CXMT steht für ChangXin Memory Technologies. 2016 gegründet, konzentriert sich der Konzern aus der Provinz Hefei auf die Produktion von DRAM-Chips. Aus solchen Bausteinen besteht der Arbeitsspeicher von PC- und Smartphone-Geräten sowie Grossrechnern. Wegen des KI-Booms sind sie gegenwärtig heiss gefragt, wobei Samsung Electronics, SK Hynix und Micron Technology den Markt de facto in einem Oligopol kontrollieren.Mit CXMT dringt ein vierter Anbieter in den Markt für DRAM-Chips vor. Gemäss dem Fonds-Ratinghaus Morningstar hatte er 2025 einen Anteil von etwa 9% an den globalen Verkäufen und dürfte weiter an Terrain gewinnen. Das Gros der Einnahmen stammt aus dem Heimmarkt, doch auch international eröffnen sich Chancen. Angesichts der explodierenden Preise für Memory-Chips lobbyiert beispielsweise Apple in Washington, um die günstigeren Fabrikate von CXMT für Geräte ausserhalb der USA verwenden zu dürfen.Anteile am Globalen Markt für DRAM-Speicherchips.Quelle: MorningstarOb die Trump-Regierung dem Anliegen von Apple zustimmen wird, bleibt abzuwarten. Yangtze Memory Technologies (YMTC), das chinesische Pendant von CXMT im Markt für NAND-Chips zur permanenten Speicherung von Daten, wurde Ende 2022 von den USA auf die schwarze Liste gesetzt. Eine bedeutende Kooperation mit Apple musste daraufhin abrupt gestoppt werden.Sicher ist, dass sich das Angebot an DRAM-Chips in den kommenden Jahren ausweiten wird. Wie Samsung, SK Hynix und Micron investiert CXMT massiv in neue Kapazität. Der Konzern hinkt den drei etablierten Herstellern technologisch zwar hinterher, verringert den Rückstand aber rasch. Entscheidend wird sein, wie er sich im Markt für KI-Speicherchips positionieren kann. Gemäss dem Reasearchdienst SemiAnalysis ist seine Präsenz dort noch gering, wächst aber ebenfalls.Produktionskapazität zur Herstellung von DRAM-Komponenten für KI-Server, Tausend Wafer pro Monat.Quelle: SemiAnalysisDie Premiere in Schanghai ist jedenfalls gelungen. Der Aktienkurs von CXMT ist in den ersten beiden Handelstagen um über 440% gestiegen. Mit einer Kapitalisierung von knapp 3,3 Bio. Yuan bzw. 500 Mrd. $ ist der Herausforderer quasi über Nacht zum wertvollsten kotierten Konzern Chinas avanciert und hat den Finanzriesen Industrial and Commercial Bank of China vom ersten Platz verdrängt. Investoren messen ihm bereits einen höheren Börsenwert zu als den amerikanischen Tech-Grössen Intel und Cisco Systems.Investoren verlieren die GeduldDie eindrückliche Entwicklung in Chinas Technologiesektor ist besonders für das Anlagethema KI von Relevanz. Erst letzte Woche hat das chinesische Unternehmen Moonshot AI die Welt mit einem KI-Modell überrascht, das nicht weit hinter den Top-Systemen von Anthropic, Google und OpenAI zurückliegt, aber wesentlich günstiger ist. Psychologisch trägt das vermutlich zur gegenwärtigen Verunsicherung bei.Möglicherweise haben die Turbulenzen aber auch einfach damit zu tun, dass sich die Euphorie von selbst erschöpft hat. Nach den parabolischen Kursavancen im ersten Halbjahr kommt eine Gegenbewegung nicht ganz unerwartet. Dennoch irritieren Ausmass und Tempo – speziell bei Halbleiteraktien. Der PHLX Semiconductor Index hat 25% korrigiert. Der Roundhill Memory ETF mit Fokus auf Hersteller von Speicherchips ist mehr als 40% eingebrochen.Die Kursverluste stehen in einem frappanten Gegensatz zu den Quartalszahlen, die aus dem Tech-Sektor eintreffen. Von Micron und Samsung über Intel und TSMC bis hin zu Zulieferern wie ASML und KLA präsentieren Halbleiterkonzerne beneidenswert starke Zahlen. Hört man bei den Ergebnispräsentationen zu, ist kein Ende des Booms abzusehen. Trotzdem fällt die Reaktion praktisch unisono negativ aus.Manche Investoren wundern sich wohl, ob es überhaupt noch besser werden kann. Die Schlüsselfrage, wie nachhaltig die Nachfrage nach Rechenkapazität ist, bleibt offen. Seit dem Aufkommen grosser Sprachmodelle wie GTP, Claude oder Gemini vor gut vier Jahren sind Engpässe ein Dauerthema. Die Verschärfung der Situation im ersten Halbjahr basierte jedoch fast ausschliesslich auf KI-Anwendungen zur Softwareentwicklung, was verglichen mit der Gesamtwirtschaft ein kleiner Bereich ist.Welche Anwendungsmöglichkeiten für KI-Modelle als Nächstes einen Durchbruch schaffen könnten, wann dies geschieht und wie hoch der Bedarf an Rechenleistung letztlich sein wird, ist ungewiss. Zweifel an der Rentabilität der präzedenzlosen Investitionen in Halbleiter und andere KI-Infrastruktur halten sich deshalb hartnäckig. Den bizarr günstigen Aktienbewertungen im Chipsektor glaubt ohnehin kaum jemand.Ein anschauliches Beispiel liefert der Abschluss von Alphabet. Mit einem Wachstum von mehr als 80% in der Cloud-Sparte hat der Google-Mutterkonzern die kühnsten Erwartungen übertroffen. Zugleich ist aber auch bekannt, dass ein beträchtlicher Teil der Nachfrage von Cloud-Infrastrukturbetreibern wie Alphabet, Microsoft, Amazon, Meta und Oracle selbst finanziert wird. Das gleiche gilt für Nvidia, wie der Anfang Woche durchgesickerte Deal mit OpenAI für bis zu 250 Mrd. $ illustriert.Im Kerngeschäft von Alphabet, dort wo es wirklich zählt, bleibt der Effekt von KI-Modellen derweil diffus. Mit Ausnahme der Cloud-Sparte bewegen sich die Zahlen zum zweiten Quartal im Rahmen der Erwartungen. Der Umsatz mit Internetsuchen ist um knapp 17% gewachsen; durchaus beachtlich, doch nach einem Plus von 19% in den ersten drei Monaten hat sich das Wachstum verlangsamt.CEO Sundar Pichai konnte denn auch nicht überzeugend erklären, wann und in welchem Umfang sich die Ausgaben für KI-Investitionen unter dem Strich auszahlen werden. Dass sie nächstes Jahr erneut «signifikant» zunehmen sollen, kommt entsprechend nicht gut an.Analysten geben sich weiterhin zuversichtlich. Neu rechnet der Konsens zwar damit, dass Alphabet 2027 einen negativen Cashflow von rund 20 Mrd. $ ausweisen wird. Auch für 2028 sieht es nicht gerade erbaulich aus. Ab 2029 soll dann aber plötzlich ein drastischer Anstieg beim freien Mittelfluss resultieren.Doch was sind solche Prognosen angesichts der grossen Unsicherheit bezüglich künftiger Anwendungen von KI-Diensten Wert? Soll man als Investor einfach geduldig zusehen, wie Alphabet und andere Cloud-Konzerne ihren Einsatz laufend verdoppeln? Dies, in der Hoffnung, dass diese Monsterwetten irgendwann aufgehen?Wie sich in den letzten Quartalen herausgestellt hat, lagen die Erwartungen für 2026, 2027 und 2028 weit daneben. Warum sollten die Schätzungen für die folgenden Jahre zuverlässiger sein? Hoffnung ist keine Strategie.Gewinner und Verlierer: Lektionen aus dem MobilfunkVor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar, wenn Investoren einen Teil ihrer Gewinne mit KI-Aktien realisieren und sich aus Gründen der Diversifikation vermehrt auch anderweitig orientieren. So senden bisher weitgehend vernachlässigte Sektoren wie Finanzen, Basiskonsum, Gesundheit und Grundstoffe Lebenszeichen.Eine Ration lässt sich auch innerhalb des Tech-Sektors selbst beobachten. Parallel zum Ausverkauf bei Halbleiteraktien können Softwareunternehmen grössere Kursgewinne verbuchen. Namen wie Salesforce, Adobe oder SAP, die im ersten Semester als hoffnungslose KI-Verlierer abgestempelt wurden, sind seit einigen Tagen gesucht. Apple, oft für die knauserige Haltung bei KI-Investitionen kritisiert, ist wieder der wertvollste Konzern der Welt (mehr dazu weiter unten).Ob es sich hierbei bloss um eine temporäre Gegenbewegung oder einen länger anhaltenden Trend handelt, ist schwierig zu sagen. Entscheidend bleibt die Grundsatzfrage, wo nachhaltige Gewinne mit der sukzessiven Ausbreitung von KI-Anwendungen künftig anfallen werden: auf der Ebene der Infrastruktur, auf der Ebene der Modelle oder bei Diensten, die auf den ersten zwei Ebenen aufbauen?Lesenswerte Gedanken dazu teilt unser Gastautor Thierry Borgeat in diesem Beitrag für The Market. «KI wird die Welt verändern», hält er fest. «Wer dabei reich wird, entscheidet sich nicht im Rechenzentrum, sondern in der Anwendung.»Der Boom im Bereich KI wird häufig mit der Internethausse verglichen. Hilfreiche Ansatzpunkte zur Einordnung kann jedoch auch die Ausbreitung des mobilen Datenverkehrs liefern. Das Aufkommen von Smartphones und anderen Endgeräten löste zunächst eine enorme Nachfrageschub aus, der die Kapazitäten von Mobilfunknetzen überlastete und Telecomanbieter dazu zwang, ihre Infrastruktur eilig aufrüsten und Preismodelle anzupassen.Token – die Grundeinheit, mit der KI-Dienste derzeit abgerechnet werden – ähneln diesbezüglich Bits bei mobilen Daten, wie der Tech-Analyst Benedict Evans argumentiert. Sie sind ebenfalls ein abstraktes Mass für Kosten, das in keinem klaren oder greifbaren Zusammenhang mit dem tatsächlichen Nutzen steht. Die Telecombranche ging deshalb dazu über, Datenpakete oder Bündel von Diensten zu verkaufen.Aus der Investmentperspektive ist ein zweiter Punkt noch wichtiger. «Der Mobilfunk-Datenverkehr ist in den letzten zwei Jahrzehnten um mehrere Potenzstufen gewachsen und hat eine Billionen-Dollar-Industrie mit 200 Mrd. $ an jährlichen Investitionen hervorgebracht», meint Evans. «Doch die Aktienkurse von Telecomkonzernen traten auf der Stelle.»Der Grund für diese enttäuschende Performance liegt auf der Hand: Die Wertschöpfung ist fast vollständig von anderen Akteuren auf übergelagerten Technologie-Ebenen absorbiert worden. Beispiele dafür sind Online-Werbung über Social Media, Fahr- und Lieferdienste wie Uber oder DoorDash und Software generell.Das heisst natürlich nicht zwangsläufig, dass sich das gleiche Muster im Bereich KI abspielen wird. Damit sich die massiven Investitionen auszahlen, muss sich jedoch etwas fundamental ändern, denn die derzeitige Entwicklung deutet darauf hin, dass KI-Modelle zu einer Art austauschbarer Basisinfrastruktur werden, sobald die Kapazitätsengpässe nachlassen. Doch was das ist respektive sein wird, ist momentan nicht ersichtlich.Deep DivingAn dieser Stelle präsentieren wir wie immer einige Links, die einen vertieften Einblick in ein aktuelles Thema geben:Apple feiert ein Comeback. Der Aktienkurs des iPhone-Konzerns ist seit Anfang Jahr rund 25% avanciert, mit einer Marktkapitalisierung von knapp 5 Bio. $ hat er sich zu Wochenbeginn den Spitzenplatz unter den wertvollsten Konzernen der Welt zurückerobert und damit Nvidia verdrängt. Mark Gurman, einer der bestinformierten Apple-Beobachter, äussert sich im Podcast Odd Lots zum angehenden CEO John Ternus, zu dem auf Herbst erwarteten iPhone im Flip-Format sowie zu den Chancen und Herausforderungen des Unternehmens im Bereich KI.Jim Chanos hat als Shortseller keinen einfachen Stand. Dennoch lohnt es sich stets, dem Börsenveteran zuzuhören. Im Podcast Risk Reversal teilt er seine kritische Ansicht zur Verfassung des US-Aktienmarktes, zu den Renditeaussichten der KI-Infrastrukturinvestitionen von Amazon, Microsoft, Alphabet, Meta und Oracle sowie zum fragilen Geschäftsmodell von Neocloud-Unternehmen wie CoreWeave, Iren und Nebius.An keinem anderen Börsenplatz geht es gegenwärtig so wild zu wie in Seoul. Dank der fulminanten Hausse bei den Speicherchip-Herstellern SK Hynix und Samsung Electronics konnte der koreanische Leitindex im Jahresverlauf zeitweise Gewinne von mehr als 110% verbuchen. Seit dem Allzeithoch vom 22. Juni spielt sich jedoch eine scharfe Korrektur ab. Das Newsportal des Börsensenders «CNBC» berichtet über das Fiasko, das Privatanleger mit gehebelten ETF-Produkten auf Einzelaktien erleben.Und zum Schluss noch etwas anderes: Trouble in ParadiseFür prominente Paare aus der Unterhaltungsindustrie Hollywoods ist es nicht leicht, eine funktionierende Ehe zu führen. Im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit gibt es so gut wie keine Privatsphäre, und angesichts voller Terminkalender bleibt wenig gemeinsame Zeit. Viele Beziehungen scheitern. Angelina Jolie und Brad Pitt, Nicole Kidman und Tom Cruise oder Jennifer Lopez und Ben Affleck sind nur einige Beispiele.Ein neues Drama spielt sich derzeit zwischen Jackie und Shadow ab. Die beiden Weisskopfseeadler aus dem Naturreservat Big Bear Valley in Südkalifornien sind eine Sensation im Internet. Über eine Livecam wird das gefiederte Promi-Paar seit Jahren beim Nestbau und Eierlegen von Millionen von Menschen weltweit verfolgt. Die Aufzucht der Küken Sandy und Luna hat die Fangemeinde in den letzten Monaten entzückt.Doch mit der Harmonie im Adlerhorst ist es vorerst vorbei. In den Medien sind Aufnahmen einer Auseinandersetzung zwischen Jackie und zwei jüngeren Weisskopfseeadlern aufgetaucht. Nach der Konfrontation musste sie ins Tierspital eingeliefert werden. Dank einer Blutspende von Spirit, einem gutmütigen Artgenossen aus dem California Living Museum in Bakersfield, geht es ihr inzwischen etwas besser. Doch ihr Zustand gilt noch immer als kritisch.Umso schockierender sind die jüngsten Schlagzeilen in der Boulevardpresse. Während Jackie auf der Intensivstation lag, wurde ihr Partner Shadow von den Kameras beim Flirten mit einer anderen Adlerdame auf dem romantischen Ansitz des Ehepaars hoch über dem Big Bear Lake ertappt. In gut unterrichteten Kreisen wird vermutet, dass es sich dabei um eines der beiden Tiere handeln könnte, die Jackie attackiert haben.Ob es sich nur um eine flüchtige Sommerromanze handelt, oder etwas Ernstes daraus wird, bleibt abzuwarten. «Uns muss bewusst sein, dass Shadow ein wilder, freier Adler ist, und es liegt allein an ihm, welchen Weg er einschlägt», meint ein Ornithologe gegenüber dem TV-Sender KTLA. Wenigstens kümmert er sich während der Abwesenheit von Jackie um den gemeinsamen Nachwuchs, indem er Sandy und Luna füttert und beschützt.Für die Fans bleibt nur zu hoffen, dass es sich bloss um eine temporäre Beziehungskrise handelt. Wie aus den medizinischen Unterlagen hervorgeht, ging es Jackie schon seit einiger Zeit nicht gut. Unter anderem litt sie unter einer Entzündung der Niere. Bei den auf Raubvögeln spezialisierten Ärzten des Ojai Raptor Center ist sie zum Glück in besten Händen.Gute Besserung!Ein Bild aus harmonischeren Tagen: Die Weisskopfseeadler Jackie and Shadow während der Brutzeit Anfang 2026.Bild: Friends of Big Bear Valley
Turbulenzen im Tech-Sektor
Aktien rund um das Thema KI geraten unter Druck. Halbleiterwerte erleiden besonders schwere Verluste. Was sind die Gründe? Und wie steht es um die Perspektiven?
Samsung und SK Hynix verlieren 38-47%, während CXMT mit 8,6-Mrd.-IPO Chinas DRAM-Dominanz etabliert. Das westliche Memory-Oligopol bricht auf—Sourcing-Strategien und Margin-Kalkulationen neu bewerten erforderlich.









