The PulseAktien aus dem Bereich künstliche Intelligenz haben sich nach dem Rückschlag im Juli rasch aufgerappelt. Nun verliert die Kurserholung aber an Dynamik. Diese vier Faktoren entscheiden, wie es weitergeht.An den US-Aktienmärkten hat etwas Sommermüdigkeit eingesetzt. Nach einigen turbulenten Wochen hat sich die Lage stabilisiert. Der S&P 500 ging am Dienstag 0,3% leichter aus dem Handel, nachdem er Ende letzte Woche ein Rekordhoch markiert hatte – das erste seit Anfang Juni. Der Nasdaq 100 mit den grössten Technologiewerten schloss gestern Abend ebenfalls 0,3% schwächer.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenThemarket.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Die Erholung von Tech-Aktien erfolgte rasch und kräftig. Nach den teils brutalen Kursverlusten im Juli ist es im August zu einer Gegenbewegung gekommen. Der Nasdaq 100 ist seit dem Tief knapp 9% vorgeprescht, für IT-Werte im S&P 500 beträgt das Plus 12%, und der PHLX Semiconductor Index zur Halbleiterindustrie hat sich 15% aufgerappelt.Doch die Erholungsrally hat bereits an Dynamik verloren. Anders als der breite Gesamtmarkt konnten Tech-Aktien die Kursdelle bislang nicht vollständig wettmachen. Es würde nicht überraschen, wenn es vorerst seitwärts weitergeht. In den letzten Augustwochen ist der Handel an den US-Börsen meist dünn. Viele Investoren geniessen den Ausklang des Sommers in den Ferien, worauf Anfang September die Schlussetappe des Jahres beginnt.Was die globalen Finanzmärkte im Herbst erwartet, kann natürlich niemand mit Sicherheit sagen. Klar ist aber, dass künstliche Intelligenz ein zentrales Thema bleiben wird. Das gilt besonders für die Leitbörsen in den USA, wo Tech-Konzerne dominieren.Für Anlageentscheide kann es daher hilfreich sein, sich Gedanken über die gegenwärtige Ausgangslage zu machen. Aus diesem Grund ordnen wir in der heutigen Ausgabe von «The Pulse» vier Schlüsseltrends für Technologieaktien ein: vom makroökonomischen Umfeld über technologische und fundamentale Entwicklungen bis hin zum Marktverhalten.1. Das grosse Gesamtbild: Wachstum und InflationUm einen Überblick zu gewinnen, lohnt sich zuerst eine Analyse der allgemeinen Rahmenbedingungen. Grundsätzlich sind die Voraussetzungen für Technologieaktien vorteilhaft. Daten des Instituts für Supply Management zeigen, dass die US-Wirtschaft auf einem soliden Wachstumskurs ist. Gemäss dem Einkaufsmanagerindex für Juli haben sowohl die Industrie wie auch der Dienstleistungssektor eine Expansion verzeichnet.Das Echtzeit-Konjunkturbarometer der Fed-Distrikt-Notenbank Atlanta zeigt für das dritte Quartal sogar ein Wachstum von annähernd 6% an. Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass diese Prognose in den kommenden Wochen stetig nach unten revidiert wird. Die meisten Ökonomen rechnen mit einem Wachstum von rund 2%, was durchaus ansprechend ist.Einen substanziellen Beitrag leistet der Infrastrukturboom im Bereich KI. Stijn Van Nieuwerburgh, Wirtschaftsprofessor an der Columbia University, denkt, dass die USA ohne die massiven Investitionen in Rechenzentren in einer Rezession wären. Seiner Schätzung nach belaufen sich die Ausgaben für KI-Chips, Netzwerkausrüstung und anderes Equipment auf rund 2,8% des Bruttoinlandprodukts, mehr als bei jedem grossen Infrastrukturausbau der Vergangenheit.Der Boom beeinflusst aber ebenfalls die Inflation. Auf mittlere bis lange Sicht werden von KI erhebliche Produktivitätsgewinne erwartet, was eine dämpfende Wirkung auf die Teuerung haben sollte. Diese Effekte sind bislang jedoch diffus, und auf unmittelbare Sicht wirken die KI-Investitionen inflationär. In fast allen Bereichen der IT-Lieferketten bestehen Engpässe, wofür die extreme Verteuerung von Speicherchips nur ein Beispiel ist. Hinzu kommen höhere Energiepreise.Mehr Inflation bedeutet höhere Zinsen, was grundsätzlich nicht gut für Wachstumswerte wie Technologieaktien ist. An den Kreditmärkten wollen Investoren entsprechend kompensiert werden, weshalb sich die Zinskurve in den USA seit Anfang Jahr stetig nach oben verschiebt. Die grössten Bewegungen spielen sich im «Bauch» der Kurve ab, also bei Laufzeiten zwischen zwei und fünf Jahren.Das könnte darauf hindeuten, dass Inflation noch für einige Zeit ein Problem bleiben wird. Mehr Anhaltspunkte gibt heute Mittwoch der Index der Konsumentenpreise (Consumer Price Index, CPI). Die Kernrate (ohne Preise für Energie und Lebensmittel) dürfte sich im Juli gemäss Schätzungen von Ökonomen auf Vorjahresbasis leicht auf 2,5% verringert haben. Damit bewegt sie sich aber weiterhin über dem langfristigen Ziel der US-Notenbank von 2%.Entscheidende Impulse für die weitere Entwicklung von Tech-Aktien könnten somit vom nächsten Zinsentscheid der US-Notenbank am 16. September ausgehen. Die Terminmärkte stufen die Chancen für eine Straffung der Geldpolitik derzeit auf rund 50:50 ein. Fed-Chef Kevin Warsh könnte möglicherweise Ende August am Wirtschaftssymposium in Jackson Hole, Wyoming, neue Hinweise geben, wie er das gegenwärtige Umfeld wahrnimmt.2. Technologische Trends: Intelligenz wird billigerFür eine umfassende Lagebeurteilung muss zweitens ebenso berücksichtigt werden, was sich auf der technologischen Ebene abspielt. Der wichtigste Trend ist in dieser Hinsicht, dass sich die Preise für Token - die Grundeinheit, mit der KI-Dienste abgerechnet werden – seit Ende Mai markant verbilligt. Für Nutzer wird die Technologie günstiger, was die Ausbreitung fördern sollte.Der Grund für die rückläufigen Token-Preise hat mit wachsender Konkurrenz zu tun, speziell aus China. «Die KI-Branche ist in eine neue Entwicklungsphase eingetreten», berichtet das Fachmagazin «Tom’s Hardware». «Sämtliche Branchenleader senken drastisch die Kosten und verbessern die Leistungsfähigkeit ihrer Einsteigermodelle, um im Preiswettbewerb mit neuen Modellen aus China wie Kimi K3 von Moonshot AI oder V4 Flash von DeepSeek mitzuhalten.»OpenAI hat den Preis für das Basismodell ChatGPT 5.6 Luna unlängst um 80% pro Million Token gesenkt. Google hat für einfachere Gemini-Dienste ebenfalls Preisreduktionen vorgenommen. Anthropic bietet ein fortschrittliches Modell neu zum gleichen Preis wie eine ältere Version an. Meta Platforms hat Anfang Woche neue Modelle angekündigt, die eine Alternative zu den Open-Source-Lösungen der chinesischen Konkurrenz bieten sollen.Zugleich wächst der Konsum von Token rasch. Auf dem KI-Marktplatz OpenRouter hat er sich im Vergleich zu Anfang Jahr rund verdreifacht, wofür eigenständige Dienste (AI Agents) zur Entwicklung von Software massgeblich verantwortlich sind. Gemäss dem Sicherheitsspezialisten Cloudflare machten selbständige KI-Programme im zweiten Quartal erstmals mehr als die Hälfte des gesamten Datenverkehrs im Internet aus.Täglicher Token-Verbrauch führender KI-Modelle.Quelle: MacroMicro«In fünf Jahren wird der nicht-menschliche Datenverkehr bis zu tausendmal höher sein als der von Menschen erzeugte Datenverkehr», sagte Cloudflare-CEO Matthew Prince vor wenigen Tagen bei der Präsentation der Geschäftszahlen. «Mit anderen Worten: Der menschliche Anteil am Internetverkehr wird bloss noch eine Rundungsdifferenz sein.»3. Ungleichgewichte in der WertschöpfungsketteDas bringt uns zum dritten Trend, den Auswirkungen der technologischen Veränderungen auf die Wertschöpfung. Werden Modelle zur austauschbaren Massenware, sind das schlechte Nachrichten für die Margen von KI-Entwicklern wie OpenAI und Anthropic, die beide einen Gang an die Börse planen. Demgegenüber sollten Anbieter von Anwendungen profitieren, die auf KI-Modellen aufbauen.Solche Überlegungen sind möglicherweise ein Grund dafür, weshalb sich Aktien von Softwareunternehmen seit dem Tief vom Frühjahr kräftig erholt haben. Speziell Namen aus dem Bereich Sicherheit wie Fortinet, Palo Alto Networks, Crowdstrike und nicht zuletzt auch Microsoft dürften davon profitieren, wenn Kunden ihre IT-Umgebung vor unkontrollierten KI-Programmen schützen müssen.Ebenso fragt sich, was mit den Margen für Rechenleistung passieren wird. Wie die Zahlen aus der Halbleiterindustrie zeigen, steht die wachsende Nachfrage nach Token einem immensen Ausbau der Infrastruktur gegenüber. Gemäss den neusten Daten des Branchenverbands SIA sind die globalen Einnahmen mit Chips im Juni um 135% gestiegen, primär wegen der Preisexplosion von Speicherchips.Diese Entwicklung dürfte sich im Juli fortgesetzt haben. TSMC, der weltgrösste Auftragsproduzent aus Taiwan, hat zu Wochenbeginn gemeldet, dass die Verkäufe im vergangenen Monat um 45% gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind. Rund zwei Drittel des Umsatzes von TSMC entfallen auf Hochleistungsprozessoren für PC-Geräte und Server, wovon KI-Chips den überwiegenden Anteil ausmachen.Der präzedenzlose Infrastrukturboom verhilft Konzernen wie TSMC zu rekordhohen Gewinnen. Die zwanzig Unternehmen im S&P 500 aus dem Segment Halbleiter und Halbleiterequipment weisen für das zweite Quartal eine durchschnittliche Bruttomarge von 66,7% aus. Das liegt deutlich über dem historischen Mittel der vergangenen zwanzig Jahre (54,3%). Der Speicherchip-Hersteller Micron Technology verdiente in der jüngsten Berichtsperiode sogar eine Bruttomarge von 84,6%.Am anderen Ende der Wertschöpfungskette sieht es hinsichtlich der Profitabilität weniger attraktiv aus. Gemäss Torsten Sløk, Chefökonom der Private-Equity-Firma Apollo, arbeiten die KI-Unternehmen OpenAI und Anthropic mit tief negativen operativen Margen. Bei Cloud-Betreibern wie Amazon, Microsoft, Alphabet, Meta und Oracle, die den Infrastrukturboom mit immer grösseren Investitionen hauptsächlich finanzieren, liegen die Betriebsmargen leicht über 10%, was auch nicht wirklich erbaulich ist.«Unterm Strich hängt der profitabelste Teil der KI-Wertschöpfungskette davon ab, dass der unrentabelste Bereich weiterhin seinen Umsatz steigert oder frisches Kapital aufnimmt», resümiert Sløk. «Kapital kann diese Lücke kurzfristig schliessen, aber nicht für immer».4. Aktienemissionen von Tech-Konzernen steigen markantLetztlich ist es deshalb ebenso wichtig, die Entwicklungen an den Kapitalmärkten im Auge zu behalten. Es vergeht kaum eine Woche, ohne dass neue Transaktionen in Milliardenhöhe angekündigt werden.Das jüngste Beispiel ist die Absichtserklärung der Finanzkolosse Apollo, BlackRock, Blackstone, Brookfield, Goldman Sachs und KKR für eine Kooperation mit Nvidia. KI-Unternehmen soll dadurch die Aufnahme von Schulden erleichtert werden, um Equipment für KI-Rechenzentren zu kaufen.Der laufend steigende Bedarf an Fremdkapital sorgt an den Kreditmärkten bereits für auffällige Bewegungen (wir haben hier ausführlich darüber berichtet). Im Zusammenhang mit dem KI-Boom nehmen Unternehmen ebenso vermehrt Geld an der Börse auf.Intel etwa hat am Montag für 20 Mrd. $ Aktien veräussert. Es ist die erste öffentliche Emission seit dem Börsengang des Halbleiterkonzerns im Herbst 1971. Bereits letztes Jahr hatte er Titel im Wert von rund 14 Mrd. $ direkt an die US-Regierung und Nvidia verkauft.Ebenfalls am Montag hat OpenAI am Privatmarkt weitere Aktien im Wert von 7 Mrd. $ verkauft. Der koreanische Speicherchip-Hersteller SK Hynix hat im Juli mit einer Zweitkotierung in New York eine Rekordsumme von 26,5 Mrd. $ aufgenommen.Der Trend aus dem zweiten Quartal setzt sich damit fort. Gemäss Sifma, dem Verband der US-Finanzbranche, beliefen sich Aktienemissionen in der Periode von April bis Juni auf insgesamt annähernd 200 Mrd. $, wogegen es zuvor jeweils rund 50 Mrd. $ pro Quartal waren. Knapp 86 Mrd. $ davon entfielen auf den Börsengang von SpaceX. Alphabet hatte kurz davor Aktien im Wert von 85 Mrd. $ emittiert.Die Grossbank Barclays schätzt, dass die Nettoemissionen in den USA 2026 sogar erstmals seit Jahrzehnten positiv ausfallen könnten. Im ungünstigsten Szenario würden demnach rund 1,5 Bio. $ an Aktienverkäufen das Volumen an Rückkäufen und aktienbasierten Übernahmen übertreffen.Transaktionen an den US-Börsen: Emissionen (blaue Säulen), Rückkäufe (orange), aktienbasierte Übernahmen (gelb) und Nettobetrag (schwarz).Quelle: BarclaysSpitzenwerte bei Aktienemissionen treten oft nahe am Höhepunkt einer Hausse oder vor einer grösseren Korrektur auf; etwa beim Internetboom zur Jahrtausendwende oder bei den Exzessen mit Börsengängen und SPAC-Transaktionen von 2020/21 im Umfeld der Covid-Pandemie.Freilich bedeutet das nicht zwangsläufig, dass eine Baisse an den Börsen unmittelbar bevorsteht. Dennoch sollten Investoren diese Signale nicht ignorieren, denn solange nicht erkennbar ist, dass die Gewinner des KI-Booms über Halbleiterkonzerne und Ausrüster hinausgehen, bleibt das Risiko von erneuten Kursrückschlägen beträchtlich.Deep DivingAn dieser Stelle präsentieren wir wie immer einige Links, die einen vertieften Einblick in ein aktuelles Thema geben:xAI, die KI-Sparte von SpaceX, hat in Memphis, Tennessee ein gigantisches Rechenzentrum gebaut. Die Anlage, in Anlehnung an einen Science-Fiction-Film aus den frühen Siebzigerjahren Colossus genannt, wurde im Rekordtempo errichtet. Doch vieles lief chaotisch und ohne behördliche Genehmigungen. Nun wehrt sich die Bevölkerung gegen die Luftverschmutzung durch ein naheliegendes Gaskraftwerk von xAI. Der Börsensender «CNBC» berichtet vor Ort über das Grossprojekt und zeigt auf, weshalb Rechenzentren in den USA ein politisches Reizthema sind.Auf dem Grund der Weltmeere sind rund 5 Mio. Kilometer an Glasfaserkabeln verlegt. Allein in den letzten sechs bis acht Jahren sind mehr als eine halbe Million Kilometer hinzugekommen. Diese bislang als langweilig erachtete Infrastruktur könnte durch Distributed Acoustic Sensing (DAS) nun in ein massives, globales Abhörnetzwerk umgewandelt werden. Der Video-Blog «Asianometry» zeigt, was hinter der DAS-Technologie steckt und welche geopolitischen Implikationen damit einhergehen.Vor nicht allzu langer Zeit galt es als nahezu undenkbar, dass China die USA als technologische Grossmacht ernsthaft herausfordern könnte. Heute sind chinesische Unternehmen in strategischen Schlüsselsektoren wie Elektrofahrzeuge und Robotik bereits weltweit führend und holen in Bereichen wie Halbleiter und Biotech rasch auf. Das Lesemagazin «The New Yorker» befasst sich in dieser Reportage mit dem Tech-Krieg zwischen Washington und Peking und seiner Bedeutung für die künftige Weltordnung.Und zum Schluss noch etwas anderes: Living on the EdgeAnsammlungen von Touristen und Schaulustigen sind an der Kreuzung zwischen Sunset Boulevard und Selma Avenue in West Hollywood nicht ungewöhnlich. Gleich um die Ecke ist das Chateau Marmont, ein ikonisches Hotel aus dem Jahr 1929 im Stil eines französischen Schlosses, das schon vielen Stars als Residenz diente: von Greta Garbo über John Lennon und Yoko Ono bis hin zu Keanu Reeves und Robert De Niro.Bild: NBCDie Menschenmenge, die sich in den vergangenen Tagen in der Nähe des Besucher-Hotspots anhäufte, hatte jedoch einen anderen Grund. Ein Mann hatte es sich in einer Reklametafel gemütlich gemacht. Seine unkonventionelle «Wohnung» rund zehn Meter über dem Boden bestand aus einer voll möblierten Stube mit Lesesessel und Büchergestell. Im Morgenmantel und mit Kaffeetasse in der Hand winkte er den Leuten auf der Strasse zu.Die Aktion war ein Marketing-Gag des Streaming-Diensts Netflix, der Werbung für den neuen Film «The Last House» machte. Mit Greta Lee und Wagner Moura in den Hauptrollen handelt er von einer vierköpfigen Familie, die im eigenen Haus feststeckt und keinen Ausweg findet. «How long can you survive? – Wie lange kannst Du überleben?» hiess es dazu in Grossbuchstaben unter dem Fenster, in dem der mysteriöse Bewohner der Reklametafel zu sehen war.Das Spektakel ist inzwischen beendet, sorgt auf sozialen Medien wie Instagram, X und TikTok aber noch immer für Gesprächsstoff. Wie sich herausgestellt hat, engagierte Netflix dafür Nathan Shoop, einen in Los Angeles ansässigen Schauspieler, Produzenten und Drehbuchautor, der unter anderem beim letzten Jackass-Film mitwirkte. Insgesamt hat der Coup drei Tage gedauert, wobei es Shoop dank Klimaanlage und regelmässiger Pausen nicht an Komfort fehlte.Aus kommerzieller Sicht bleibt eine durchzogene Bilanz. Netflix erhielt dadurch die PR-Aktien quasi kostenfreie Berichterstattung in den Medien und «The Last House» landete in der wöchentlichen Hitparade des Streaming-Dienst auf Platz eins. Die Kritiken fallen hingegen enttäuschend aus. Auf der Rating-Website Rotten Tomatoes erhält der Film bloss eine Zustimmung von 28%.Es wäre deshalb wohl besser, wenn Netflix mehr in kreative Inhalte statt in ausgefallene Werbung investieren würde. In Sachen Qualität und Originalität hat der Streaming-Pionier schon seit längerer Zeit keinen grossen Hit mehr gelandet. Der freie Cashflow entwickelt sich robust, doch die Wachstumsfantasie ist verpufft. Das reflektiert auch der Aktienkurs, der seit dem Rekordhoch vom Juni 2025 um mehr als 40% eingebrochen ist.