Beim Cyberangriff auf das Grundbuch Rumäniens gibt es einen neuen Stand – und der fällt weniger apokalyptisch aus als zunächst befürchtet. Ein technischer Zwischenbericht grenzt den Schaden ein: Die zentrale Eigentumsdatenbank wurde offenbar nicht vollständig vernichtet.

Zerstört oder verschlüsselt wurden jedoch rund 100 virtuelle Server, dazu flossen umfangreiche Daten und Quellcode ab. Der Preis: Der Immobilienmarkt bleibt lahmgelegt. Die Dienste der Katasterbehörde ANCPI waren auch am 26. Juli noch offline. Die Regierung erwartet eine schrittweise Wiederaufnahme in dieser Woche – garantiert ist das nicht.

Was seit dem 22. Juli geschehen ist

Der wichtigste neue Baustein ist der technische Zwischenbericht vom 22. Juli. Er beschreibt einen Ransomware- und Double-Extortion-Angriff und ordnet ihn dem Akteur ByteToBreach zu.

Die zentrale Zahl: Von insgesamt 1.083 virtuellen Maschinen wurden rund 100 gelöscht. Betroffen waren zentrale Anwendungen wie e-Terra, ePayment und MyEterra. Das erklärt den langen Ausfall – auch ohne dass die eigentlichen Grundbuchdaten dauerhaft vernichtet wurden.