Ein Cyberkrimineller hat anscheinend die gesamte Grundbuchdatenbank Rumäniens gelöscht. Für Immobilienkäufer und Notare hat der Angriff weitreichende Folgen.

21.07.2026, 16.23 Uhr

Gebäude in Bukarest, Hauptstadt von Rumänien: Hier hat die ANCPI ihren Hauptsitz

In Rumänien hat ein krimineller Hacker offenbar den Immobilienmarkt des Landes zum Stillstand gebracht. Wie das Onlinemedium »Risky Business« berichtet, soll sich der Hacker digital Zutritt zur rumänischen Katasterbehörde ANCPI (Agenția Națională de Cadastru și Publicitate Imobiliară) verschafft haben. Anschließend soll er versucht haben, die Behörde mit erbeuteten Daten zu erpressen. Als das scheiterte, soll er die gesamte Grundbuchdatenbank des Landes gelöscht haben.

Der Hack hatte in den vergangenen Tagen offenbar weitreichende Folgen, da offizielle Apps und Webseiten der ANCPI nicht erreichbar waren. »Der Angriff legte alle Immobilientransaktionen lahm und hinderte Notare landesweit daran, Verkäufe zu beglaubigen oder Hypotheken einzutragen«, fasst die Seite »Cybernews« es zusammen . Demnach könnten Notare seit einer Woche keine neuen Transaktionen eintragen und Bürgerinnen und Bürger Dokumente wie Grundbuchauszüge nicht erhalten.