Nach einem gescheiterten Erpressungsversuch hat ein Cyberkrimineller die gesamte Grundbuchdatenbank Rumäniens gelöscht. Das berichtete am Montag das Onlineportal Risky Business. Dem Bericht zufolge verschaffte sich der Angreifer zunächst Zugang zur Nationalen Agentur für Kataster und Immobilienwerbung ANCPI (Agenția Națională de Cadastru și Publicitate Imobiliară), der Katasterbehörde des Landes, und versuchte später die erbeuteten Daten in spezialisierten Internetforen zu verkaufen.
Wie Risky Business mit Verweis auf nicht näher benannte Quellen meldete, verschaffte sich der Cyberkriminelle mit gültigen Zugangsdaten Zutritt zur ANCPI-Datenbank und erkundete die internen Systeme. Nachdem die Erpressung der Behörde gescheitert war, löschte er nach eigenen Angaben schließlich alle Systeme als auch die Backups. Laut dem Onlineportal Cybernews brüstete sich der Angreifer im Dark Web damit, Sicherungskopien der gestohlenen Daten manipuliert zu haben, um deren Wiederherstellung zu verhindern.
Das rumänische Katasteramt sprach zunächst von technischen Problemen, musste dann aber einräumen, Opfer eines Cyberangriffs geworden zu sein. Der Vorfall wurde am 14. Juli öffentlich. Einen Tag später wurden einige der gestohlenen ANCPI-Daten in einem einschlägigen Internetforum zum Kauf angeboten, darunter Zugangsdaten von Mitarbeitern, interne Dokumente sowie Einzelheiten zum IT-Netzwerk der Behörde.











