PfadnavigationHomePolitikDeutschlandArtikeltyp:LivetickerBluttat beim CSD„Es gibt keinerlei staatliche Behörde, die versucht, Propaganda, Hass und Hetze aktiv zu bekämpfen“Von Jette MocheRedakteurin Nachrichten & GesellschaftStand: 10:39 UhrDer 21 Jahre alten Abdul B. wird verdächtigt für den Anschlag auf den CSD in Berlin verantwortlich zu sein. Die Polizei fahndet öffentlich nach ihm. „Leider nicht gelungen, die bestehenden Gefahren abzuwehren“, sagt Burkard Dregger (CDU), innenpolitische Sprecher Berlins.Nach der Bluttat beim Berliner CSD spricht der Burkard Dregger (CDU) von sozialen Medien als „Brandbeschleuniger“ und von einem Staat, der Hass nur „beobachtet“. Die Polizei fahndet derweils öffentlich nach dem Tatverdächtigen. Mehr im Liveticker.Im Tiergarten ‌ist nach Polizeiangaben ein ⁠weißes Auto ‌in eine ​Menschenmenge gefahren, ⁠dabei kam ein ​Mensch ums Leben, 16 weitere Personen wurden verletzt. Die ‌Feuerwehr ​spricht von drei lebensgefährlich Verletzten und acht Schwerverletzten. Aktuell wird öffentlich nach dem Tatverdächtigen gefahndet.Verfolgen Sie die aktuellen Ereignisse im Liveticker09:46 Uhr – Sonntag, 26. Juli„Es gibt keinerlei staatliche Behörde, die versucht, Propaganda, Hass und Hetze aktiv zu bekämpfen“Burkard Dregger (CDU), innenpolitischer Sprecher in Berlin, kritisiert die sozialen Netzwerke als einen „Brandbeschleuniger bei Hass und Hetze in unserer Gesellschaft, auch für islamistische Hetze“. Man habe „noch nicht das geeignete Mittel gefunden, um dieser Hassverbreitung in den sozialen Netzwerken entgegenzutreten“, sagt Dregger im Interview mit dem Fernsehsender WELT. „Es gibt keinerlei staatliche Behörde, die versucht, Propaganda, Hass und Hetze aktiv zu bekämpfen. Wir beobachten nur.“ Es müsse diskutiert werden, was angemessen und wirksam sei, um die Verbreitung zu begrenzen.Der 21 Jahre alten Abdul B. wird verdächtigt für den Anschlag auf den CSD in Berlin verantwortlich zu sein. Die Polizei fahndet öffentlich nach ihm. „Leider nicht gelungen, die bestehenden Gefahren abzuwehren“, sagt Burkard Dregger (CDU), innenpolitische Sprecher Berlins.10:37 Uhr – Sonntag, 26. JuliTatverdächtiger Abdul B. sollte morgen zu Beratungstermin erscheinenWer ist der flüchtige Tatverdächtige, der ein Auto in eine Gruppe am Rande des CSD gesteuert haben soll? WELT erfuhr von einer Radikalisierungsvorgeschichte, einer brisanten Verurteilung – und zwei Gesprächen, in denen sich Abdul B. „undurchschaubar“ gab. Lesen Sie hier den ganzen Artikel (+).10:30 Uhr – Sonntag, 26. JuliQueerer Verband: „Regenbogen hat einen Riss bekommen“Die queere Gemeinschaft ist nach dem Angriff am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) bestürzt. „Der Regenbogen hat heute einen Riss bekommen. Das ist ein dunkler Tag für unsere Community und unser Land“, schreibt die Organisation LSVD+ - Verband Queere Vielfalt auf Instagram. „Unsere Gedanken sind bei allen, die direkt betroffen sind.“ Der Landesverband Berlin-Brandenburg schreibt: „Heute ist ein Tag der Trauer. Unsere Gedanken sind bei den Verletzten, ihren Angehörigen und allen, die die Ereignisse beim CSD Berlin miterleben mussten.“ Der Verband bat darum, keine Spekulationen zu verbreiten, bis gesicherte Informationen vorliegen.09:12 Uhr – Sonntag, 26. JuliIkkimel fordert mehr ZusammenhaltDie Rapperin Ikkimel ruft zu Zusammenhalt auf. „Liebe ist NIEMALS der Fehler, ANGST UND HASS niemals eine Antwort“, schreibt die 29-Jährige bei Instagram. Sie hoffe, dass viele Menschen jetzt realisierten, wie wichtig es sei, zusammenzuhalten – „jetzt noch mehr als sonst“. Sie könne es nicht fassen. Wenigstens Berlin solle ein sicherer Ort sein, so die Künstlerin, die am Freitag beim „Demokratieabend“ des Berliner CSD am Brandenburger Tor aufgetreten war. „Bitte bitte bleibt stark. Ich werde immer für uns einstehen.“09:05 Uhr – Sonntag, 26. JuliBundesanwaltschaft in Kontakt mit Berliner BehördenDie Bundesanwaltschaft steht mit den Ermittlungsbehörden vor Ort in Kontakt. Das sagt eine Sprecherin der Karlsruher Behörde der Deutschen Presse-Agentur. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen in diesem Fall aber bislang nicht übernommen. Die Bundesanwaltschaft ist die oberste Anklagebehörde in Deutschland. Sie kann unter anderem Fälle von islamistisch motiviertem Terrorismus übernehmen. Zudem kann sie solche mit besonderer Bedeutung an sich ziehen.08:58 Uhr – Sonntag, 26. JuliStuttgarter CSD-Veranstalter bestürzt nach Vorfall in BerlinNachdem ein Transporter in Berlin in eine Menschenmenge gefahren ist, zeigen sich die Veranstalter des Stuttgarter Christopher Street Days erschüttert. „Wir sind zutiefst erschrocken und traurig darüber, was heute in Berlin geschehen ist“, heißt es in der Nacht in einem Instagrampost. „Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Opfern, Angehörigen und Zeugen der Tat (...).“08:37 Uhr – Sonntag, 26. JuliErmittler fahnden nach Abdul B. (21)Die Polizei fahndet öffentlich nach dem Tatverdächtigen und bittet die Bevölkerung dabei ⁠um Unterstützung. Sie veröffentlichte ein Foto des 21-jährigen Abdul B. und beschreibt ihn als circa 1,90 Meter groß und von schlanker Statur. Er trage einen schwarzen Hoodie und eine weiße Hose. Sie warnt davor, den Mann direkt ⁠anzusprechen, da ​er möglicherweise ‌bewaffnet und gefährlich sei. 08:32 Uhr – Sonntag, 26. JuliMerz nennt Attacke auf CSD „Angriff auf unsere Gesellschaft“Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist unmittelbar nach der Tat informiert worden. „Was für eine abscheuliche Tat in Berlin“, schreibt Merz auf X. „Hunderttausende Menschen aus aller Welt feierten friedlich beim Christopher Street Day. Sie wollten, dass wir gut und tolerant miteinander umgehen. Das ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft.“mit dpa/AFP