Eine Fields-Medaille ist, was Ehrungen angeht, der größte Erfolg, den man als Mathematiker erreichen kann. Eigentlich ist sie sogar mehr wert als die Nobelpreise in anderen Fächern, schließlich werden die Medaillen nur alle vier Jahre verliehen. Und während man einen Nobelpreis mit Glück auch mal für eine spektakuläre Zufallsmessung abstauben kann, gibt es üblicherweise nur einen einzigen Weg an die Spitze der Mathematik: mit extrem harter Arbeit eines extrem klugen Kopfes. Oder wie es der Mathematiker Daniel Litt von der Universität Toronto einmal formulierte: Man muss eine Intuition für ein Objekt entwickeln, das man zunächst nur erfassen kann, indem man seinen Schädel hineinhaut, bis es sich auf der Stirn abzeichnet. Im übertragenen Sinne, versteht sich.
Mit diesen Fields-Medaillen könnte eine Ära in der Mathematik zu Ende gehen
Die Fields-Medaille stand immer für menschliche Brillanz und jahrelange Hingabe. Seit die KI in dem Fach mitspielt, stellt sich die unangenehme Frage: Hat das alles überhaupt noch Sinn?










