Mr MarketSwatch Group und Richemont bewegen sich in verschiedenen RealitätenDer eine vertröstet, die andere brilliert – die Ausgangslage der Schweizer Luxusgüterkonzerne könnte unterschiedlicher nicht sein. Ausserdem: Temenos kann die Kritiker nicht überzeugen, OC Oerlikon muss liefern und für Bachem könnte sich der Wettbewerb mittelfristig verstärken.The Market23.07.2026, 09.24 UhrGeschätzte Leserin, geschätzter LeserOptimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenThemarket.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Der SMI-Fluch hat wieder zugeschlagen, so ging es mir kürzlich noch durch den Kopf. Just seit Mitte Jahr und damit seit sich abzeichnete, dass Sandoz und Galderma im September in den Leitindex aufgenommen werden, haben beide Aktien deutlich an Boden verloren. Bis Mitte vergangener Woche hat sich ihr Kurs synchron nach unten bewegt.Doch während sich die Titel des Dermatologiespezialisten Galderma bereits Mitte Juli zu stabilisieren begonnen haben und heute Donnerstag nach einem hervorragenden Halbjahresresultat solide dastehen, geht die Talfahrt bei Sandoz weiter. Dies auch, weil sich die neusten Zolldrohungen aus dem Weissen Haus gegen Generikahersteller richten: US-Präsident Donald Trump will ab 2028 einen Zoll von 100% auf eingeführte Nachahmermedikamente erheben, um die Produktion in den USA zu fördern, wie er am Dienstag in einem Post auf seiner Plattform Truth Social bekanntgab. 90% der in den USA verkauften Medikamente sind Generika.Von einer solchen Massnahme, sollte sie denn je ergriffen werden – angesichts von Trumps Sprunghaftigkeit scheint das Jahr 2028 wie Lichtjahre entfernt – wären die Schweizer tatsächlich vergleichsweise stark betroffen. Sandoz produziert weltweit in fünfzehn Werken, wovon elf in Europa liegen und nur eines in den USA. Diese Produktion in Long Island (New York) soll ausgerechnet Ende dieses Jahres geschlossen werden.Entsprechend hat Sandoz seit der Ankündigung der ersten US-Zölle wiederholt kommuniziert, die Situation eng zu beobachten. Am Mittwoch gab sie folgende Erklärung ab: «Wir verfolgen das gemeinsame Ziel, die Erschwinglichkeit und den Zugang zu Medikamenten in den Vereinigten Staaten zu verbessern.» Das Unternehmen fügte hinzu, dass es die Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern darüber fortsetzen werde, wie dies am besten erreicht werden könne, wie das «Wall Street Journal» als Erstes berichtete.Ob es tatsächlich dazukommt, ist aus heutiger Sicht nicht nur wegen Trumps Charaktereigenschaften fraglich. Die Generikaherstellung ist in den vergangenen Jahren stets weiter in die Schwellenländer, allen voran nach Indien abgewandert, und das hatte einen einfachen Grund: Kosten zu senken. Wenn nun wieder vermehrt Medikamente in den USA hergestellt werden, dürfte dies die Kosten im ohnehin schon angespannten US-Gesundheitssystem noch erhöhen.Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, wie sich dieses Vorhaben politisch durchsetzen lässt. Dies, insbesondere nach den im November anstehenden Zwischenwahlen, bei denen die bisher in die Opposition verbannte demokratische Partei zumindest eine Kammer im Repräsentantenhaus gewinnen dürfte. Aber die US-Politik und Donald Trump haben uns in den vergangenen Jahren immer wieder überrascht.Derweil erhöhte Galderma nach einem sehr starken ersten Halbjahr die Prognose für 2026: Das Unternehmen erwartet neu ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 19 bis 21% statt wie bislang 17 bis 20%. Zwischen Januar und Juni hat es mit 3,13 Mrd. $ rund 28% mehr Umsatz erzielt als in der Vorjahresperiode, der Kernbetriebsgewinn auf Stufe Ebitda stieg gar fast 43% auf 802 Mio. Die entsprechende Marge liegt mittlerweile bei 25,6%.Zumindest vorübergehend scheinen Sandoz und Galderma damit in sehr unterschiedlichen Welten unterwegs zu sein.InhaltsverzeichnisSwatch Group und die alte Leier von der baldigen ErholungTemenos: nur knapp erfülltTurnaround? OC Oerlikon muss jetzt den Beweis liefernWas bedeutet die Übernahme von PolyPeptide für Bachem?In gänzlich verschiedenen Universen bewegen sich derweil die Luxusgüterkonzerne Richemont und Swatch Group.Swatch Group und die alte Leier von der baldigen ErholungRichemont hat Mitte Juli brillante Zahlen zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (per Ende März 2027) vorgelegt und die Erwartungen auf allen Ebenen übertroffen. Vor allem die Schmuckmarken Cartier und Van Cleef & Arpels haben Glanzresultate geliefert. Der Aktienkurs von Richemont ist auf fast 200 Fr. geklettert und notiert auf Allzeithoch.Swatch Group dagegen enttäuschte. Im ersten Halbjahr hat der Uhrenkonzern aus Biel ein Umsatzwachstum von 2% (+8,5% zu konstanten Wechselkursen) erreicht. Das Wachstum an sich lag zwar über den Erwartungen, aber die Profitabilität blieb schwach und erwischte viele Analysten auf dem falschen Fuss: Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit schrumpfte um 24% auf 52 Mio. Fr., was einer Ebit-Marge von gerade noch 1,7% entspricht. Der Konzerngewinn nach Minderheiten – das ist die Grösse, die für die Aktionäre relevant ist – betrug im ersten Halbjahr noch mickrige 9 Mio. Fr.Der Aktienkurs von Swatch Group hatte seit Januar in Erwartung einer Erholung des Geschäftsgangs um rund 27% zugelegt. Doch mittlerweile haben die Titel praktisch alle diese Gewinne wieder abgegeben. Die Enttäuschung ist greifbar: In den zwei Handelstagen seit der Publikation der Halbjahreszahlen am Dienstag resultiert im Aktienkurs ein Minus von 13%.«Wir sehen Abwärtsrisiken für die Marktschätzungen», urteilt Jean-Philippe Bertschy, Analyst der Bank Vontobel, in einer ersten Einschätzung. Ein erster Analyst, Mariano Szachtman von Santander, hat seine Empfehlung nach den enttäuschenden Zahlen bereits von «Outperform» auf «Neutral» gesenkt. Weitere werden folgen.CEO Nick Hayek stellt für das zweite Halbjahr eine deutliche Belebung des Geschäftsgangs in Aussicht. Die Verkaufszahlen in den Monaten Mai und Juni, angetrieben unter anderem durch die Lancierung der Royal Pop mit Audemars Piguet, bekräftigen Hayek in seinem Optimismus.Das Problem dabei: Hayek hat schon im Januar eine deutliche Wachstumsbeschleunigung für das laufende Jahr versprochen. Und in den Vorjahren hat er das auch diverse Mal getan. Er verspricht immer einen unmittelbar bevorstehenden Aufschwung – und rechtfertigt damit die Überkapazitäten in seiner Produktion. Swatch Group stelle damit sicher, dass man bereit sei für den Aufschwung, argumentiert Hayek.Wer glaubt's ihm noch?Der Markt allmählich nicht mehr. Ich auch nicht mehr.Sie kennen meine Meinung: Swatch Group könnte unglaublich viel aus sich machen. Der Konzern könnte eine Perle am Schweizer Börsentableau sein. Einige seiner Marken sind noch stark, operativ könnten zahlreiche Hebel in Bewegung gesetzt werden, um die Profitabilität der Gruppe signifikant zu steigern und Aktionärswert zu schaffen. Theoretisch wäre Swatch Group ein spannender Value Case, der aber einiges an Restrukturierungsarbeit benötigt.Aber das wird nicht geschehen, solange Nick Hayek und seine Schwester Nayla, die den lahmen Verwaltungsrat präsidiert, sich von niemandem etwas sagen lassen. Es wird nicht geschehen, solange die Familie Hayek sich benimmt, als wäre das Unternehmen ihr Privateigentum – obwohl fast 75% des Kapitals von «Minderheitsaktionären» gehalten wird. Es wird nicht geschehen, solange Sturheit die Unternehmensführung blockiert und im VR niemand mehr auch nur einen Hauch von Unabhängigkeit hat.Schade. Die einzige exogene Entwicklung, die Swatch Group kräftig beflügeln würde, wäre eine massive Erholung der Konsumentenstimmung in China. Das ist aber leider unwahrscheinlich.Der Kapitalmarkt hat sein Urteil längst gefällt. Egal, ob man es über ein, drei, fünf oder zehn Jahre betrachtet: Richemont hat seinen Rivalen aus Biel um Längen geschlagen. Die beiden Schweizer Luxusgüterkonzerne leben in zwei unterschiedlichen Universen. Dieses Bild sollte jedem Swatch-Aktionär Tränen in die Augen treiben:Temenos: nur knapp erfüllt«Ich erwarte von Temenos einen soliden, aber keinen bombastischen Abschluss zum zweiten Quartal», schrieb ich vergangene Woche an dieser Stelle. Der Genfer Hersteller von Bankensoftware hat gestern Mittwoch Abend seine Zahlen vorgelegt. Und ja, sie waren alles andere als berauschend.Der Umsatz ist im Berichtsquartal um 1% auf 281,5 Mio. $ gestiegen. Die Einnahmen mit Software-Abonnements und «Software as a Service» (SaaS) sind aber um 13% auf 109 Mio. $ gesunken. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit kletterte 4% auf 116,1 Mio. $, entsprechend einer soliden Marge von 41,3%. Unter dem Strich resultierten 88,1 Mio. $ Gewinn oder 1.31 $ je Aktie, das sind 7% mehr als in der Vorjahresperiode.Mit dem Umsatz hat Temenos die Erwartungen der Analysten verfehlt, mit dem Ebit und dem Gewinn aber klar übertroffen.CEO Takis Spiliopoulos erklärte an einer Telefonkonferenz für Investoren, die enttäuschenden Abo- und SaaS-Einnahmen seien mit verzögerten Vertragsunterzeichnungen zu erklären. In den ersten drei Wochen des laufenden dritten Quartals konnte aber bereits ein Grossteil dieser Deals erfolgreich abgeschlossen werden. So habe Temenos unter anderen eine der grössten Banken in Osteuropa, eine grosse Bank aus Westeuropa und – wie bereits kommuniziert – eine grosse Regionalbank in den USA als Kunden gewonnen.Basierend auf diesen Vertragsunterzeichnungen prognostiziert Spiliopoulos ein sehr starkes drittes Quartal mit einem Wachstum von 30% im Abo- und SaaS-Umsatz. Die für 2026 gesetzten Ziele gelten unverändert, ebenso die Mittelfristprognosen für das Geschäftsjahr 2028.Das schwache Wachstum im zweiten Quartal ist ärgerlich, und wer gehofft hatte, Temenos würde die Jahresziele erhöhen, wurde enttäuscht. Doch es liegt in der Natur des Geschäfts, dass manchmal grössere Vertragsunterzeichnungen von einem Quartal ins nächste rutschen.Fundamental hat sich aus meiner Sicht am Investment Case aber nichts geändert. Ich sehe keinen Anlass, von meiner im Februar formulierten Kaufempfehlung abzurücken.Der heutige Kursrückschlag ist für mich eine Gelegenheit, nachzukaufen.Turnaround? OC Oerlikon muss jetzt den Beweis liefernEin Unternehmen, das nach langer Zeit auf mein Radar rückt, ist OC Oerlikon. Mit einem Kursplus von rund 45% gehört das ehemalige Industriekonglomerat in diesem Jahr immerhin zu den 15 besten Aktien im Swiss Performance Index.Zoomt man allerdings heraus, zeigt sich ein ganz anderes Bild. Über viele Jahre war mit den Aktien für Anlegerinnen und Anleger kein Blumentopf zu gewinnen. Im Gegenteil, seit dem Zwischenhoch Anfang 2018 bei 17.50 Fr. ging es für den Titel nahezu kontinuierlich bergab – bis auf unter 3 Fr. im Herbst des vergangenen Jahres. Seither hat sich der Kurs wieder auf aktuell rund 4.60 Fr. erholt.Das Unternehmen aus Pfäffikon hat eine umfassende Restrukturierung hinter sich, die im Februar mit dem Verkauf des Textilmaschinengeschäfts Barmag an Rieter ihren Abschluss fand. Die neue, deutlich schlanker aufgestellte OC Oerlikon – 2025 erzielte das Unternehmen mit 1,6 Mrd. Fr. nur noch rund halb so viel Umsatz wie 2022 – fokussiert sich heute vollständig auf Oberflächentechnologien und Hochleistungswerkstoffe.Der in diesem Jahr freundliche Aktienkurs könnte den Schluss nahelegen, dass der Turnaround im vollen Gange sei. Und tatsächlich fiel das Update über den Geschäftsverlauf, welches das Unternehmen Ende April publizierte, überraschend stark aus. Vor allem der Auftragseingang übertraf mit einem Plus von knapp 8% die Markterwartungen klar – bereinigt um negative Währungseffekte hätte sich sogar ein Plus von 18% ergeben.Ist die Trendwende also geschafft?Ich bin da noch etwas zurückhaltend. Ja, OC Oerlikon verzeichnet eine wachsende Nachfrage, besonders aus der Luftfahrt und der allgemeinen Industrie. Das Unternehmen profitierte im ersten Quartal in seiner Sparte Advanced Materials allerdings auch von den chinesischen Exportbeschränkungen, die zu steigenden Preisen für die Seltene Erde Yttrium und das Technologiemetall Wolfram führten, wie ZKB-Analyst Tobias Klöpper in seiner Vorschau auf die Halbjahreszahlen vom 6. August schreibt.Um die Versorgung zu sichern, dürfte dies die Nachfrage nach den vertriebenen Beschichtungsmaterialien zusätzlich angekurbelt haben. Zudem konnte OC Oerlikon dadurch höhere Preise durchsetzen.Die beiden Grafiken zeigen die Preisexplosion der Rohstoffe Yttrium (links) und Wolfram (Tungsten) im Zeitraum von Anfang 2025 bis Mitte 2026.Grafik: Oddo BHFChristian Arnold, Leiter Aktienanalyse Schweiz bei Oddo BHF, geht davon aus, dass sich die höheren Preise für Yttrium und Wolfram auch im zweiten Quartal positiv auf die Preisgestaltung von OC Oerlikon auswirken werden. Anfang Juli stufte er die Aktien auf «Outperform» hoch und setzte das Kursziel auf 5.30 Fr. – auch weil er auf eine Erholung des Umfelds setzt. «Die meisten Endmärkte von OC Oerlikon waren 2025 rückläufig, doch 2026 hat zumindest eine Stabilisierung eingesetzt», sagt Arnold. Mut mache ihm auch die Erholung der weltweiten Einkaufsmanagerindizes.Positiv ist zudem, dass in den nächsten Wochen und Monaten mehrere potenzielle Kurstreiber folgen könnten. So plant das Unternehmen offenbar eine detailliertere Segmentberichterstattung, was die Transparenz erhöhen dürfte. Auch der Kapitalmarkttag am 8. September in Zürich könnte für neue Impulse sorgen. Zudem dürfte OC Oerlikon seine Lagerbestände zum Stichtag 30. Juni wie üblich neu bewertet haben. Angesichts der gestiegenen Rohstoffpreise sollte sich dies positiv auf das Ergebnis im Halbjahresbericht Anfang August auswirken.Und dennoch: Ich möchte erst sehen, dass sich der jahrelange Transformationsprozess tatsächlich in höherem Wachstum und höheren Margen niederschlägt. ZKB-Analyst Tobias Klöpper weist richtigerweise darauf hin, dass sinkende Preise für Seltene Erden – wie sie in China bereits zu beobachten seien – den Effekt auch umkehren könnten. Hinzu kommt, dass das Umfeld im Automobilbereich, der knapp ein Drittel des Umsatzes ausmachen dürfte, weiterhin anspruchsvoll ist. Ich bin jedenfalls gespannt auf den 6. August.Was bedeutet die Übernahme von PolyPeptide für Bachem?Das Kapitel PolyPeptide an der Schweizer Börse scheint bald zu Ende gehen. Der südkoreanische Auftragsfertiger Samsung Biologics bietet 44.31 Fr. je PolyPeptide-Aktie in bar. Das Unternehmen informierte am Montag über das Übernahmeangebot. Das Angebot entspricht einem Kaufpreis von insgesamt 1,5 Mrd. Fr. Der Verwaltungsrat empfiehlt die Annahme, und auch Grossaktionär Draupnir Holding (55,7%) will seine Aktien andienen. Der Abschluss der Transaktion wird gegen Ende Jahr erwartet.Das Angebot mag auf den ersten Blick niedrig wirken, da die 44.31 Fr. je Aktie lediglich 6% über dem Schlusskurs vom Freitag notieren. Allerdings hatte sich eine Übernahmeofferte für PolyPeptide bereits seit Monaten angebahnt und die Aktien entsprechend beflügelt. Seit dem Frühjahr kursieren Gerüchte über Interesse von Private-Equity-Investoren. Das Management erklärte daraufhin, strategische Optionen zu prüfen.Den Aktien weine ich ehrlich gesagt kaum eine Träne nach. Nachdem das Unternehmen im Frühjahr 2021 an der Schweizer Börse SIX debütiert hatte, folgte eine Enttäuschung auf die nächste. Mehrmals schreckte das Management den Markt mit Gewinnwarnungen auf, die auf operative Probleme zurückzuführen waren. Trotz der Kurserholung der vergangenen Monate ist das Unternehmen heute nur noch halb so viel wert wie beim Börsengang.Zugegeben, damals im Frühjahr 2021 ging der Covid-Hype im Biotech-Sektor gerade in seine letzte Phase. Doch auch im Vergleich zu Konkurrent Bachem, die an der Börse ebenfalls deutlich Federn lassen mussten, gibt PolyPeptide kein gutes Bild ab.Wie gesagt, ich bin über PolyPeptides Abschied von der Börse grundsätzlich nicht traurig. Spannend ist dennoch die Frage, welche Folgen die Übernahme durch Samsung Biologics für den Markt haben könnte. Bei der Herstellung von Peptiden, die unter anderem in Wirkstoffen gegen Diabetes, Adipositas und Krebs zum Einsatz kommen, gelten die chinesische WuXi Biologics und die Schweizer Bachem als weltweit führend. Dahinter folgen PolyPeptide und das nicht kotierte Basler Unternehmen CordenPharma.Vontobel-Analystin Sibylle Bischofberger macht in einer Kurzstudie vom Montag auf einen wichtigen Punkt aufmerksam: Für PolyPeptide dürfte die Übernahme neue Möglichkeiten eröffnen, die Produktionskapazitäten deutlich auszubauen. Heisst, Polypeptide könnte mit der finanzkräftigen Samsung Biologics im Rücken langfristig zu einem bedeutenden Konkurrenten werden.Zwar sei die Transaktion kurzfristig neutral für Bachem, doch langfristig könnte der Einstieg der Südkoreaner in das Peptidgeschäft den Wettbewerb verschärfen, so Bischofberger. Ob es tatsächlich so kommt, bleibt abzuwarten. Dass PolyPeptide unter Samsung seine Kapazitäten ausbauen wird, erscheint jedoch wahrscheinlich. Zusätzliche Kapazitäten erhöhen in der Regel den Preisdruck, was für die Margen in der Branche Gegenwind bedeuten würde.Freundlich grüssen im Namen von Mr MarketHenning Hölder, Mark Dittli und Gabriella Hunter