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Burckhardt Compression bietet eine Einstiegsgelegenheit Der Hersteller von Kolbenkompressoren profitiert langfristig vom Schock am Energiemarkt. Ausserdem: Schindler verschiebt Investorentag, KI-Fantasie erfasst AMS Osram, Richemont kommt Audemars Piguet näher, Tecan kann Hilfe brauchen und Jan Jenisch kauft bei Amrize zu. Geschätzte Leserin, geschätzter LeserOptimieren Sie Ihre Browsereinstellungen
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Bitte passen Sie die Einstellungen an.Der Konflikt am Persischen Golf ist weiterhin ungelöst. Die für den Transport von Rohöl, Gas und Düngemitteln zentrale Strasse von Hormuz bleibt de facto gesperrt. An den Anleihenmärkten wächst die Nervosität wegen des steigenden Teuerungsdrucks. Für Unternehmen bedeutet diese Lage vor allem eines: grosse Unsicherheit.Diese Unsicherheit erreicht nun auch Schindler. Der Lift- und Rolltreppenhersteller hat seinen ursprünglich für Anfang Juni geplanten Investorentag verschoben. Die Veranstaltung soll neu am 19. November 2026 am Hauptsitz in Ebikon stattfinden. Als Grund nennt das Unternehmen unter anderem die makroökonomische Unsicherheit.Ein anderer Faktor dürfte aber deutlich schwerer wiegen und die Verzögerung des Investorentages provoziert haben: Ende April bestätigte der finnische Konkurrent Kone seine Absicht, TK Elevator zu übernehmen. Durch den Zusammenschluss entstünde ein Branchenriese, der Schindler und den bisherigen Marktführer Otis in Sachen Umsatz überholen dürfte. Gerüchte über Kones Interesse an TK Elevator waren bereits seit Mitte März im Umlauf, mit der Bestätigung vom 29. April hat das Thema jedoch an Gewicht gewonnen.«Sollte die Übernahme stattfinden, verändert dies unsere Industrie», sagt Katherine Lee, Mediensprecherin von Schindler, auf Anfrage. «Unsere Haltung zu dieser potenziellen Transaktion bleibt unverändert. Schindler steht für Stabilität und langfristige Partnerschaft. Wir werden uns weiterhin auf unsere operativen Prioritäten konzentrieren und unserer strategischen Agenda treu bleiben.»Dass sich ein Zusammenschluss von Kone und TK Elevator massgeblich auf den globalen Aufzugs- und Rolltreppenmarkt auswirken würde, liegt nahe. Wie genau, muss sich erst zeigen, zumal die Wettbewerbshüter ein Wort mitreden werden. «Schindler könnte den Prozess indirekt verzögern oder beeinflussen, etwa durch Beschwerden wegen Wettbewerbsverzerrung, Stellungnahmen im Prüfungsverfahren oder juristische Schritte», sagt David Windisch, Fondsmanager bei Rothschild & Co Bank.Bis November, wenn Schindler den Investorentag durchführen wird, dürfte diesbezüglich vieles klarer sein, auch wenn der Abschluss der Transaktion nicht vor dem zweiten Quartal 2027 erwartet wird.Manuel Bottinelli, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Peter J. Lehner & Partner, teilt die Einschätzung: «Die geopolitischen Entwicklungen stufen wir als sekundären Grund für die Verschiebung des Investorentages ein.» Dafür spricht auch das operativ solide erste Quartal und die Bestätigung des Ausblicks für das laufende Jahr.Kurzfristig belastet die Neuansetzung des Investorentages die Aktien. Investoren wie Bottinelli hatten sich aus dem Strategieupdate und von den neuen Mittelfristzielen bereits im Sommer einen positiven Impuls erhofft. So könnte eine leicht höhere Zielmarge dem Kurs neuen Rückenwind verleihen.Inhaltsverzeichnis Burckhardt Compression setzt einen weiteren Baustein Ist AMS Osram zu Recht wieder en vogue? Cui bono – Swatch, Audemars Piguet oder doch Richemont? Tecan-Ankeraktionär wird stärker Amrize: Jan Jenisch kauft in der Schwäche erneut zu Burckhardt Compression setzt einen weiteren Baustein Burckhardt Compression hat vergangene Woche die Übernahme von Fornovo Gas angekündigt. Das italienische Unternehmen ist in Europa ein führender Anbieter von Kompressorlösungen für Biogas, Biomethan und komprimiertes Erdgas (CNG). Für Burckhardt ist es keine grosse, aber eine strategisch stimmige und komplementäre Akquisition.Auch Burckhardt hat bereits Projekte im Bereich Biogas und verwandten Anwendungen beliefert. Fornovo hat sich in diesem Segment jedoch einen Namen gemacht und ist stärker im Markt für mittelgrosse Maschinen positioniert, während Burckhardt traditionell eher bei grösseren Anlagen vertreten ist.Das 1969 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 120 Mitarbeitende, verfügt über mehr als 3000 installierte Einheiten in 60 Ländern und erzielt einen Umsatz im zweistelligen Millionenbereich. Die Analysten der Bank Vontobel schätzen den Umsatz auf rund 35 Mio. Fr., was Burckhardt Compression etwa 3% zusätzlichen Umsatz bringen würde. Die Profitabilität liege im Einklang mit jener von Burckhardt. Der Abschluss der Transaktion wird in den kommenden zwei Monaten erwartet.Ein «Game changer» ist die Akquisition nicht. Sie ist aber ein weiterer Baustein, der strategisch überzeugt. Gerade auf dem erreichten Kursniveau und angesichts einer Bewertung, die klar unter dem historischen Durchschnitt liegt, sind die Aktien von Burckhardt Compression interessant. Auf Basis der Konsensschätzungen für die nächsten zwölf Monate liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 17, der Unternehmenswert entspricht dem Elffachen des Ebitda. Bereits in der Analyse von Anfang März verwies ich auf das mittelfristige Potenzial eines steigenden Serviceumsatzes und einer möglichen Belebung im Wasserstoffgeschäft.Wäre nicht der Krieg am Persischen Golf. Die Jahreszahlen vom 4. Juni dürften deswegen kaum ein Katalysator für eine Höherbewertung sein.Der direkte Umsatzanteil im Nahen Osten liegt zwar nur bei rund 5%. Entscheidender ist die indirekte Wirkung des Konflikts: In Asien, einem wichtigen Markt für Burckhardt Compression, belastet die angespannte Gassituation die Petrochemie. Entsprechend zeigt sich Arben Hasanaj, Analyst bei Vontobel, mit Blick auf die Auftragseingänge im Geschäftsjahr 2025/26 vorsichtig. Die Eskalation im Nahen Osten dürfte einzelne Investitionsprojekte in den Endmärkten zunächst verzögern. Änderungen am Ausblick erwartet er jedoch nicht, da Umsatz und Marge aufgrund des bestehenden Auftragsbestands relativ gut abschätzbar sind.Die Analysten von UBS weisen dagegen auf einen gegenläufigen Effekt hin. Zwar deuten die aggregierten Investitionsprognosen für 2026 auf eine Verlangsamung hin. Jüngere Entwicklungen rund um den Iran-Konflikt scheinen jedoch die Ausgaben in der Schifffahrt sowie im Öl- und Gasbereich zu stützen.Langfristig bietet das Kursniveau so oder so Chancen: Das Unternehmen hat eine stimmige Strategie. Und nach geopolitischen Schocks ziehen Investitionen in Energieinfrastruktur, Raffinerien und Chemieanlagen oft wieder an. Ist AMS Osram zu Recht wieder en vogue? Die Aktien des Sensorenherstellers AMS Osram gehören im laufenden Jahr zu den grössten Gewinnern an der Schweizer Börse. Bis Anfang Mai hatten der Verkauf eines Teils des Halbleitergeschäfts, die dadurch reduzierte Nettoverschuldung und die Tech-Rally den Aktien Auftrieb gegeben. Und dann explodierte der Kurs: Allein seit dem 6. Mai hat er gegen 50% zugelegt.Was ist passiert?Am 7. Mai präsentierte das Unternehmen unerwartet gute Zahlen für das erste Quartal 2026. Das Lampengeschäft und die optischen Halbleiter überzeugten. Auch der Ausblick auf das laufende Quartal überraschte positiv, die Jahresprognose wurde bestätigt. «Positive Neuigkeiten gab es von der Produktseite. AMS Osram hat ein Produktportfolio für Augmented-Reality-Brillen vorgestellt, das je Gerät 50 bis 100 € Umsatz generieren könnte», sagt Michael Inauen, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank.Weiteren Schub lieferte eine strategische Ankündigung: AMS Osram ist eine Entwicklungspartnerschaft zur Kommerzialisierung von Micro-LED für optische Verbindungen eingegangen. Das Unternehmen sieht darin bis 2030 eine Umsatzchance im dreistelligen Millionenbereich.AMS Osram will vor Ende des Jahrzehnts eine relevante Rolle im Bereich KI-Photonik spielen: Ein Markt, der durch den Ausbau von Rechenzentren und die wachsenden Anforderungen an Bandbreite und Energieeffizienz stark an Bedeutung gewinnt, in dem bestehende Anbieter mit Kapazitätsgrenzen kämpfen und die Nachfrage in einzelnen Segmenten das Angebot klar übersteigt.Technologisch geht es darum, Daten in Rechenzentren stärker über Licht statt über elektrische Signale zu übertragen – und dies möglichst nahe an den Chips. Das kann Energie sparen und höhere Datenübertragungsraten ermöglichen. Neben VCSEL – Vertical-Cavity Surface-Emitting Laser; speziellen Halbleiterlasern – gelten Micro-LED zunehmend als mögliche Lösung für solche optischen Verbindungen nahe an den Prozessoren.Gleichzeitig bleibt das Thema mit erheblicher Unsicherheit verbunden. Die Technologie befindet sich noch in einer frühen Phase der kommerziellen Einführung, und der Wettbewerb ist lanciert. Mehrere Anbieter arbeiten an Micro-LED- oder VCSEL-Lösungen für Rechenzentren. Offen ist zudem, wie schnell Betreiber von Rechenzentren tatsächlich auf neue optische Verbindungstechnologien umstellen.Die neuen Perspektiven haben vereinzelt zu signifikanten Anpassungen in den Gewinnschätzungen der Analysten geführt. Deutlich reagierte Jefferies. Die US-Investmentbank stufte AMS Osram vergangene Woche auf «Kaufen» hoch und erhöhte das Kursziel von 8.30 auf 21 Fr. Analyst Janardan Menon sieht sowohl im Kerngeschäft als auch in den KI-bezogenen Anwendungen Aufwärtspotenzial. Als führender Anbieter von Micro-LED mit bereits vorhandener Hochvolumenfertigung sei das Unternehmen gut positioniert, sollte sich die Technologie in grossem Massstab durchsetzen.Das Potenzial bei AMS Osram ist gross, doch der Beweis der kommerziellen Skalierung steht noch aus. Es muss sich insbesondere zeigen, dass die Technologie im Zyklus nur ein Zwischenschritt war.Die Fantasie hat den Aktienkurs in meinen Augen mittlerweile etwas gar weit getrieben. Cui bono – Swatch, Audemars Piguet oder doch Richemont? Sie haben es bestimmt mitbekommen: Dank der gross angekündigten Kollaboration mit Audemars Piguet ist Swatch Group und ihrem CEO Nick Hayek erneut ein Coup gelungen. Nach dem grossen Erfolg der MoonSwatch mit Omega hat der Bieler Uhrenhersteller eine Swatch x AP Royal Pop zu einem Einstiegspreis von 350 Fr. lanciert. Das Interesse war schon riesig, bevor überhaupt Details zur Uhr bekannt geworden waren.Die Aktien gewannen vergangene Woche fast 18% an Wert.Ein erster kleiner Dämpfer an der Börse folgte schon tags darauf, als klar wurde, dass es sich um eine Taschenuhr handelt. Den Fans aber schien das egal zu sein. Sie campierten am Wochenende zu Tausenden vor den ausgewählten Swatch-Läden. Die Bilder gingen um die Welt. Im Internet werden die Uhren bereits für mehrere tausend Franken angeboten. Swatch x AP Royal Pop, ab 350 Fr. Swatch Zwar liess auch die schlechte Presse nicht lange auf sich warten; in den sozialen Medien beschwerten sich viele, dass die Stimmung vor den Verkaufslokalen hitzig, ja geradezu aggressiv gewesen sei. Fotos zeigten den Abfall und die Zerstörung, die nach dem Ansturm zurückblieben.Für Swatch Group und Hayek kommt die Aufmerksamkeit wohl dennoch gelegen, lenkt sie doch von unzufriedenen Aktionären ab und der miserablen Corporate Governance des Konzerns ab.An der Generalversammlung vergangene Woche liessen die Mitglieder der Hayek-Familie den aktivistischen Investor Steven Wood erneut abblitzen und machten an seiner Stelle den zahmen früheren Berner Regierungsrat Andreas Rickenbacher zum neuen Verwaltungsratsmitglied. Davor aber hatten die Inhaberaktionäre von Swatch Group ein unmissverständliches Zeichen gesetzt: Mit 80% unterstützten sie in einer ihnen vorbehaltenen Nominationsrunde Wood, obwohl sie wussten, dass er die Wahl der Gesamt-GV nicht schaffen würde.Auch die anderen, allesamt durchaus vernünftigen Vorschläge von Wood zur Verbesserung der Corporate Governance haben die Hayeks abgelehnt. Einmal mehr zeigte sich, dass sich Nick und seine Schwester Nayla Hayek um die Rechte und Interessen ihrer Aktionäre foutieren.Sie sonnen sich lieber im Pomp der Lancierung der neuen Plastikuhr. Ob diese Kampagne hingegen Audemars Piguet (AP) nützt, bezweifle ich. Swatch und AP haben wenig gemein, und dies nicht nur weil der AP in den vergangenen Jahren einer der wenigen Schweizer Uhrenhersteller war, der noch Wachstum verzeichnete: 2025 hat er den Umsatz gemäss Branchenbeobachtern um 9% gesteigert. Dahinter steckt vor allem eine Strategie, die den absoluten Luxus hervorhebt. Das Angebot wird bewusst knapp gehalten. So hat das Unternehmen zuletzt nicht mehr Zeitmesser verkauft, sondern vor allem teurere und komplexere. Demgegenüber bewegt sich gerade die Marke Swatch im niedrigen Preissegment und bietet grosse Volumen an.So oder so könnte es in meinen Augen eine lachende Dritte geben: Cartier gehört ebenfalls zum global betrachtet kleinen Kreis der wachsenden Uhrenmarken. Das Luxushaus von Richemont war bisher aber weniger wegen seiner Uhrwerktechnologie, der Haute Horlogerie, bekannt wie etwa die Royal Oak von AP. Auch unterscheiden sich die Uhren äusserlich stark – hier die zeitlos elegante Cartier, dort die technisch auffälligere AP.Doch in gewisser Weise nähern sich die beiden Marken an. Cartier wird nicht mehr nur als Schmuckhaus verstanden, sondern investiert vermehrt in ihre uhrmacherischen Kapazitäten, wie etwa die Kollektion Privé verdeutlicht. Verbunden mit dem zeitlos-klassischen Design kommt das auch im Top-Luxussegment gut an. Zudem haben Cartiers Vintage-Uhren bei Sammlern in den letzten Jahren an Prestige gewonnen. Royal Oak Grande Complication, Preis auf Anfrage Audemars Piguet Gleichzeitig bewegt sich Audemars Piguet aus ihrer Nische heraus. Die Uhren sind viel stärker als früher auch in der Popkultur präsent, insbesondere bei Musikern sind sie gefragt. Latin-Rap- und Reggaeton-Sänger Bad Bunny trug bei seinem Auftritt in der Halbzeitpause des diesjährigen Super Bowls eine Royal Oak im Wert von schätzungsweise 75'000 $, wie Medien berichteten.Ob das für Audemars Piguets ein Abstieg ist, kann ich nicht beurteilen. Es verdeutlicht aber einmal mehr den Aufstieg von Cartier. Der Luxusmarkt belohnt zur Zeit genau die Dinge, die die Richemont-Marke stark macht: ikonisches Design, starke Marke, kontrollierte Distribution und emotionale Identität. Tecan-Ankeraktionär wird stärker Spectrum Entrepreneurial Ownership (SEO) legt bei Tecan nach. Die Investmentgesellschaft hält mittlerweile einen Anteil von 5,159% am Laborausrüster aus Männedorf, wie aus einer Pflichtmeldung der Schweizer Börsenaufsicht SIX Exchange Regulation hervorgeht.Nun wäre meiner Meinung nach auch ein Sitz im Tecan-Verwaltungsrat für SEO fällig. SEO ist seit Anfang April dabei, grössere Positionen in Tecan aufzubauen und will zu einem langfristigen, aktiven Eigentümer werden, wie ein Sprecher damals bereits beteuerte. Ein solcher Ankeraktionär ist gut für Tecan.Tecan hat an der Börse in den vergangenen drei Jahren deutlich an Wert verloren (–64%). Seit Anfang Jahr fielen die Titel weiter von etwa 160 Fr. auf zwischenzeitlich nur noch 114 Fr. Mit der Bekanntgabe der SEO-Beteiligung im April ist etwas Ruhe eingekehrt, die Titel halten sich um 130 Fr.Ich kann mir gut vorstellen, dass das SEO-Team Hand in Hand mit der neuen Konzernchefin Monica Manotas arbeitet. Sie hat im vergangenen Herbst ein grösseres Restrukturierungsprogramm eingeleitet, was bei Investoren und Analysten gut ankam. Das Geschäft mit den Laborautomaten leidet jedoch unter rückläufigen Aufträgen aus der Biotech- und Pharmaforschung.Weitere Massnahmen werden daher immer dringender. Etwa der Verkauf von weniger profitablen Geschäftseinheiten. Manotas' Vorgänger hatte mit Blick auf das Produktportfolio keine glückliche Hand.Ich denke zum Beispiel an Paramit. Tecan hatte das US-Medtech-Unternehmen 2021 mit der Erwartung eines Umsatzbeitrags von ca. 300 Mio. $ pro Jahr übernommen. Der Kaufpreis lag damals bei rund 1 Mrd. $. Paramit wird seither im Segment Partnering Business konsolidiert, genaue Geschäftszahlen sind deshalb nicht bekannt. Doch zuletzt entwickelte sich dieses Segment schwächer. Im Geschäftsjahr 2025 lag der Umsatz unter dem Vorjahresniveau.SEO ist dafür bekannt, substanzielle Beteiligungen an kotierten Unternehmen aufzubauen und gemeinsam mit dem Management strategische Veränderungen voranzutreiben. Dies konnte die Investmentgesellschaft zuletzt beim Chipdesigner U-Blox unter Beweis stellen. Bei Tecan hingegen dürfte ein längerer Transformationsprozess erst am Anfang stehen. Immerhin: Die ehemalige U-Blox-Finanzchefin Camila Japur, von der ich viel halte, wird am 1. Juni als CFO zu Tecan stossen.Die SEO-Leute Ilias Läber und Fabian Rauch kennen Japur bestens aus der Zeit ihres Engagements bei U-Blox. Der nächste sinnvolle Schritt wäre nun, wie gesagt, ein Einsitz von Läber im Verwaltungsrat von Tecan. Als langjähriger ehemaliger Partner der Investmentgesellschaft Cevian Capital und CEO von Spectrum Value Management bringt Läber wertvolle Erfahrung mit. Amrize: Jan Jenisch kauft in der Schwäche erneut zu Die Aktien von Amrize stehen derzeit unter Druck. Belastend wirken das Zinsumfeld sowie die Zahlen des in Nordamerika tätigen Baustoffkonzerns zum ersten Quartal, die in meinen Augen wetterbedingt wenig aussagekräftig sind, vom Markt aber offenbar kritisch gelesen wurden. Bereits zuletzt schrieb ich deshalb, dass die Aktien gerade in der Schwäche attraktiv sind.Diese Argumentation bekommt jetzt zusätzliches Gewicht.CEO und VR-Präsident Jan Jenisch hat bislang in jeder Kursschwäche Aktien zugekauft. Auch zuletzt erwarb er für sich und seine Frau Titel im Wert von gut 1,4 Mio. $, wie aus Unterlagen der US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht.Das stimmt zuversichtlich: Jenisch ist ein Manager mit starkem Leistungsausweis, wie er das bereits zuvor bei Holcim und Sika bewiesen hatte.Freundlich grüssen im Namen von Mr MarketManuel Boeck, Carla Palm und Gabriella Hunter






