Von der Prügelattacke bis zum Messerangriff auf offener Strasse: Deutschland erschüttern mehrere Fälle schwerer MigrantengewaltDie Tatverdächtigen stammen aus Afghanistan, Syrien und der Türkei, manche ihrer Taten stechen durch besondere Brutalität hervor. Dahinter zeigt sich ein Muster: Männer aus diesen Ländern weisen eine auffällig hohe Gewaltaffinität auf.22.07.2026, 16.53 Uhr4 LeseminutenIn Trier griff ein 22-jähriger Afghane einen gleichaltrigen Deutschen mit einem Küchenmesser an. Dieser erlag wenig später seinen Verletzungen.Harald Tittel / DPAAm Mittwoch vergangener Woche ging der 22-jährige Trierer Student Marius Dick vom Lebensmitteleinkauf nach Hause. Plötzlich trafen zwei Messerstiche seinen Oberkörper, einer durchbohrte sein Herz. Der Tatverdächtige, der 22-jährige Afghane Sajad M., soll dem Studenten am Strassenrand aufgelauert und ihn von dort aus mit einem Küchenmesser angegriffen haben. Wenig später starb Dick an seinen Verletzungen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Gemäss Recherchen der «Welt» ist Sajad M. 2016 illegal nach Deutschland eingereist, sein Asylantrag wurde 2023 abgelehnt. Laut der Polizei haben sich das Opfer und er nicht gekannt, die Rede ist von einem «Zufallsopfer». Jüngst soll sich Sajad M. in psychiatrischer Behandlung befunden haben. Deshalb geht die ermittelnde Staatsanwaltschaft von einer psychischen Erkrankung aus.Eine Messerattacke ohne ersichtlichen Grund, verübt am helllichten Tag: Der Angriff in Trier war der wohl brutalste Fall der vergangenen Tage, in dem ein Asylmigrant in Deutschland einen Passanten lebensgefährlich verletzt hatte. Doch es war nicht der einzige Fall, der ein Schlaglicht auf Migranten als Täter wirft.Am 15. Juli soll ein abgelehnter afghanischer Asylbewerber im bayrischen Ruhpolding mehrere Mitreisende auf dem Bahnsteig mit einem Messer bedroht haben. Auf den Videoaufnahmen einer Überwachungskamera ist zu sehen, wie er mit der Tatwaffe gegen einen Mann ausholt, der ihn mit einem Holzschläger auf Abstand hält. Der Tatverdächtige wurde in eine forensische Psychiatrie eingeliefert.Am selben Tag soll ein Türke in Dresden vor einem Supermarkt mit einer Langwaffe auf mehrere Menschen gezielt haben. Daraufhin versuchten ihn mehrere Polizeibeamte zu überwältigen. Er soll seine Waffe gegen sie gerichtet und die islamische Parole «Allahu akbar» gerufen haben. Nach einer Schussabgabe nahmen ihn die Polizisten fest. Zuvor soll er versucht haben, einen Syrer mit einem Hammer zu schlagen. Die Ermittler gehen von einer psychischen Erkrankung aus.Am 21. Juli soll ein 20-jähriger Syrer in Höchberg im Landkreis Würzburg ein 65-jähriges Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft angegriffen haben, weil der Mann einen Anstecker mit einer israelischen Flagge trug. Zunächst soll er ihn ins Gesicht geschlagen haben, später habe er ihn zu Boden gebracht und gegen Kopf und Oberkörper getreten. Polizisten rissen den mutmasslichen Täter vom Opfer los. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes, das Opfer liegt wegen eines Wirbelbruchs auf der Intensivstation.Syrer sind zehnmal auffälliger bei Gewalttaten als DeutscheJede dieser Taten hat ihre eigene Vorgeschichte. Bei der Gewalttat im Landkreis Würzburg spielte wohl eine israelfeindliche oder antisemitische Einstellung die entscheidende Rolle, in Trier und Ruhpolding sollen die Täter laut der vorläufigen Einschätzung der ermittelnden Staatsanwaltschaften psychisch krank gewesen sein.Im Vergleich zeigt sich allerdings ein Muster: Alle Tatverdächtigen in diesen vier Fällen stammen aus muslimischen Ländern. Und während sich der türkische Tatverdächtige aus Dresden laut der ermittelnden Staatsanwaltschaft seit 2006 in Deutschland aufhält, handelt es sich bei den mutmasslichen Tätern aus Trier, Ruhpolding und Höchberg um Asylbewerber aus Syrien und Afghanistan. Tatverdächtige aus diesen Staaten fallen in den Statistiken der deutschen Polizeibehörden besonders stark auf.Gemäss Daten, die das Bundeskriminalamt im Mai vorgelegt hat, sind männliche syrische Tatverdächtige im Bereich der Gewaltkriminalität zehnmal auffälliger als Deutsche. Afghanische Männer fallen als Tatverdächtige in diesem Deliktsbereich achtmal so oft auf wie deutsche. Entscheidend hierfür ist die sogenannte Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ). Sie zeigt an, wie viele Tatverdächtige einer bestimmten Nationalität auf 100 000 Einwohner kommen.Männliche Syrer kommen auf eine TVBZ von 2583, Afghanen auf einen Wert von 2120. Bei türkischen Männern beläuft sich die Zahl auf 861, bei deutschen Männern auf 265 Tatverdächtige je 100 000 Einwohner. Zwar weist die TVBZ die Unschärfe auf, dass sie nur Tatverdächtige berücksichtigt. Auch spätere Freisprüche fallen nicht ins Gewicht, zumal das Anzeigeverhalten die Zahl verzerren kann.Allerdings sind Ausländer auch in der Statistik der gerichtlich Verurteilten überrepräsentiert. Rund 39 Prozent der Verurteilten hatten im Jahr 2023 keinen deutschen Pass. Gemäss einer Auswertung des Statistischen Bundesamts aus dem Jahr 2021 waren bei Mord oder Totschlag etwa 45 Prozent der verurteilten Täter Ausländer. Zudem fällt auf, dass auch die meisten islamistischen Terroranschläge der vergangenen zehn Jahre in Deutschland auf das Konto syrischer und afghanischer Asylbewerber gingen.Die Täter: entwurzelte Männer mit hoher GewaltaffinitätOft wird die besonders hohe Kriminalitätsbelastung unter Syrern und Afghanen mit ihrem jungen Alter, ihrem männlichen Geschlecht und ihren traumatischen Erlebnissen erklärt. Einige Kriminologen heben hervor, dass, wer als junger Mann allein aus einem Kriegsgebiet aufbreche und sich bis nach Europa durchschlage, stärker zu Gewalt, Fundamentalismus und psychischen Problemen neige als gleichaltrige deutsche Männer.Das trifft zwar zu, allerdings ergibt das kein vollständiges Bild. Denn auch der kulturelle Faktor spielt eine Rolle. Das Bundeskriminalamt spricht in diesem Zusammenhang von «gewaltlegitimierenden Einstellungen», die «in einigen migrantischen Bevölkerungsgruppen verstärkt anzutreffen» seien. Damit dürften vor allem Gruppen aus islamischen Ländern gemeint sein, die Gewalt als probates Mittel zur Konfliktlösung oder gar als Ausweis von Männlichkeit ansehen.Die Gewalttat in Trier dürfte bei vielen Deutschen Erinnerungen an ähnliche Messerangriffe in der Vergangenheit wachgerufen haben. In einem Regionalzug in der norddeutschen Gemeinde Brokstedt erstach ein abgelehnter palästinensischer Asylbewerber ein junges deutsches Paar, in Aschaffenburg tötete ein abgelehnter somalischer Asylbewerber einen zweijährigen marokkanischen Jungen und einen 41-jährigen Deutschen, der sich ihm in den Weg gestellt hatte. Der Täter von Brokstedt erhielt eine lebenslange Haftstrafe, der abgelehnte somalische Asylbewerber aus Aschaffenburg wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.Der christlichdemokratische deutsche Kanzler Friedrich Merz verfolgt seit seinem Amtsantritt das Ziel, potenziellen Gewalttätern aus dem Ausland die illegale Einreise nach Deutschland zu erschweren. Seit über einem Jahr werden die deutschen Binnengrenzen verstärkt kontrolliert, zudem greifen seit Mitte Juni mit dem Gemeinsamen Europäischen Asylsystem (GEAS) auch europaweit strengere Regeln für illegal einreisende Migranten.Doch mit der Ausschaffung in Deutschland lebender krimineller Asylmigranten tut sich der deutsche Staat noch immer schwer. Der mutmassliche Täter aus Trier, Sajad M., konnte seinerzeit nicht nach Afghanistan ausgeschafft werden, weil ihm dort nach Einschätzung der Behörden Schaden an Leib und Leben drohte. Seine Aufenthaltserlaubnis wurde zuletzt im April erneuert.Passend zum Artikel
Trier, Dresden, Würzburg: Migrantengewalt erschüttert Deutschland
Die Tatverdächtigen stammen aus Afghanistan, Syrien und der Türkei, manche ihrer Taten stachen durch besondere Brutalität hervor. Dahinter zeigt sich ein Muster: Männer aus diesen Ländern weisen eine auffällig hohe Gewaltaffinität auf.













