PfadnavigationHomePanoramaRuhpolding, Trier, KelkheimMehrere Gewaltexzesse in einer Woche erschüttern Deutschland – das ist über die Taten bekanntStand: 11:21 UhrLesedauer: 4 MinutenIm hessischen Kelkheim hat ein Mann seine Ehefrau nahe des Marktplatzes mit einer Stichwaffe getötet. Zeugen konnten den Tatverdächtigen überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.Innerhalb weniger Tage haben mehrere schwere Gewalttaten in Deutschland für Entsetzen gesorgt. Die Fälle verbindet die brutale Gewalt im öffentlichen Raum. In mehreren Fällen prüfen die Ermittler den Einfluss psychischer Erkrankungen der Tatverdächtigen. Ein Überblick.Von der Bluttat in Kelkheim bis zum Schützen von Dresden: In dieser Woche ereigneten sich an mehreren Schauplätzen in Deutschland im öffentlichen Raum Gewaltexzesse mit Messern und Schusswaffen. Was ist über Täter und Opfer bekannt? Ein Überblick.Mann tötet Ehefrau in Kelkheim mit MacheteDer Mann, der am Dienstag in Kelkheim seine Ehefrau mit einer Machete getötet haben soll, schweigt. Wie die Frankfurter Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur dpa sagte, machte der 60-Jährige bei den Vernehmungen von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Es würden zahlreiche Zeugen vernommen. Weitere Details zum Stand der Mordermittlungen nennt die Staatsanwaltschaft nicht.Der 60 Jahre alte Kroate soll am Dienstagabend seiner 58-jährigen Ehefrau mit einer Machete „mindestens 30 abgrenzbare Stich- und Schnittverletzungen im Bereich des Kopfes, Halses, Nackens und Oberkörpers zugefügt haben“, hatte die Staatsanwaltschaft am Tag nach der Tat mitgeteilt. Zahlreiche Passanten wurden Zeugen des Angriffs. Die Ehefrau starb noch am Tatort. Der Mann habe „aus übersteigertem Besitzdenken und Eifersucht“ gehandelt, so die Staatsanwaltschaft.Angreifer bedroht Zugbegleiter und Wartende in Ruhpolding mit MesserEin Afghane, der in Ruhpolding einen Zugbegleiter und weitere Menschen mit einem Messer bedroht hatte, ist in einer geschlossenen forensischen Klinik untergebracht. Einen entsprechenden Unterbringungsbefehl habe das Amtsgericht Traunstein erlassen, teilte die Bundespolizei mit. Es sei derzeit davon auszugehen, dass der Mann schwer psychisch beeinträchtigt sei und im Zustand verminderter Schuldfähigkeit gehandelt habe.Lesen Sie auchAm Dienstag war es in einem stehenden Zug in Ruhpolding zum Streit mit einem Schaffner gekommen, der den Mann kontrollieren wollte. Der Verdächtige zog daraufhin ein Messer und bedrohte ihn, wie die Beamten mitteilten. Das Geschehen verlagerte sich auf den Bahnsteig, der Zugbegleiter flüchtete in die Stadt. Bei der Verfolgung warf den Polizeiangaben zufolge der Angreifer sein Messer auf den Bahnbediensteten – ohne ihn zu treffen.Ein Kioskbetreiber habe zwischenzeitlich Kinder in Sicherheit gebracht und mit einem Holzschläger den Messerangreifer in Schach halten müssen. Als Polizeisirenen ertönten, floh der Mann in Richtung Stadtgebiet. Schließlich wurde er im Bereich des Kurparks gestellt und entwaffnet.Bei dem Angreifer handelt es sich laut Bundespolizei um einen 28 Jahre alten Mann aus Afghanistan, der seit 2023 in Deutschland ist. Sein Asylgesuch sei abgelehnt worden, er halte sich jedoch rechtmäßig in der Bundesrepublik auf, weil derzeit ein Abschiebestopp nach Afghanistan bestehe. Im Ort ist der Mann immer wieder aufgefallen, wie WELT berichtet:Lesen Sie auchAfghane ersticht Studenten in TrierIn Trier ermittelt die Staatsanwaltschaft nach der tödlichen Messerattacke auf einen Studenten wegen des Verdachts des Totschlags gegen einen festgenommenen Tatverdächtigen. Den Ermittlungen zufolge habe der Beschuldigte, ein 22-jähriger Afghane, dem 22-jährigen Opfer am Mittwochmorgen aus bisher unbekannten Gründen auf der Straße mit einem Küchenmesser mindestens zweimal in den Oberkörper gestochen, teilte die Polizei der Moselstadt mit. Das Opfer sei trotz sofortiger Reanimation in einem Krankenhaus gestorben.Der Täter lebt Behördenangaben zufolge seit mehreren Jahren in Trier und wohnte zuletzt in der Nähe des Tatorts. Täter und Opfer kannten sich demnach nicht. „Es dürfte sich um eine zufällige Begegnung gehandelt haben“, teilte die Polizei mit. Der Beschuldigte habe die Tat eingeräumt, jedoch sonst keine Angaben zur Sache gemacht.Das Amtsgericht Trier habe die einstweilige Unterbringung des Mannes in der geschlossenen forensischen Psychiatrie angeordnet. Den Ermittlungen zufolge leidet er an einer psychischen Erkrankung, wegen der er in jüngerer Zeit in einer psychiatrischen Klinik in Behandlung gewesen sei. „Es bestehen daher Anhaltspunkte dafür, dass die Schuldfähigkeit des Beschuldigten bei Begehung der Tat beeinträchtigt war.“ Klarheit soll ein Gutachten bringen.Mann schießt in Dresden mit Muskete auf MenschenIn Dresden geht die Staatsanwaltschaft nach den Schüssen vor einem Dresdner Netto-Supermarkt von einer schweren psychischen Erkrankung des 41-jährigen mutmaßlichen Täters aus. Anhaltspunkte für ein islamistisches Tatmotiv sieht die Staatsanwaltschaft nach bisherigem Ermittlungsstand nicht.Lesen Sie auchDer Mann hatte am Mittwochmorgen mit einer Schusswaffe – einer Art Muskete – auf mehrere Menschen gezielt, die Polizei stoppte ihn mit zwei Schüssen. Bei der Tat soll er „Allahu Akbar“ gerufen haben. Nach seiner Festnahme kam er schwer verletzt in ein Krankenhaus.Die Staatsanwaltschaft beantragte am Donnerstag die einstweilige Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus. Der Türke könnte aufgrund der vermuteten schweren psychischen Erkrankung bei der Tat zumindest vermindert schuldfähig gewesen sein. Er ist bereits erheblich vorbestraft. Wie die „Chemnitzer Morgenpost“ berichtet, kam Mehmet Ü. 2013 wegen zweifachen versuchten Mordes für mehr als zehn Jahre hinter Gitter.jm mit dpa
Ruhpolding, Dresden, Trier: Mehrere Gewaltexzesse in einer Woche erschüttern Deutschland – das ist über die Taten bekannt - WELT
Innerhalb weniger Tage haben mehrere schwere Gewalttaten in Deutschland für Entsetzen gesorgt. Die Fälle verbindet die brutale Gewalt im öffentlichen Raum. In mehreren Fällen prüfen die Ermittler den Einfluss psychischer Erkrankungen der Tatverdächtigen. Ein Überblick.













