Als Kanzler Friedrich Merz am 16. Juli seine traditionelle Sommerpressekonferenz gab, kam es am gleichen Tag in Dresden, Ruhpolding, Iserlohn und Trier zu Messerattacken durch Ausländer im öffentlichen Raum. Das müssen wohl die üblichen Einzelfälle gewesen sein, denn in die abendliche Tagesschau schaffte es nur Merz.

Beim Terror-Attentat auf das CSD-Fest in Berlin wachte dann sogar die ARD auf. Die Reporterin vor Ort war spätabends im Blaulicht-Gewitter der Polizei- und Notarzt-Wagen kaum zu erkennen. Dennoch sprach sie vorsichtshalber von einem „mutmaßlichen Tatort“, obwohl es sich eindeutig nicht um einen Verkehrsunfall handelte und die Behörden bereits nach dem polizeibekannten Täter Abdul B. fahndeten, der außer dem Lieferwagen auch „Stichwerkzeuge“ im Arsenal hatte.

Langsam sollten die öffentlich-rechtlichen Sender ihre mutmaßlich antirassistische Berichterstattung überdenken. Aber auch die linken Parteien tragen mit ihrer seit Jahren verharmlosenden Argumentationstechnik nicht gerade zur Problemlösung bei. Im Gegenteil. Drei Beispiele:

Statistik kann jede Gefahr problemlos nivellieren

Es sind die altbekannten Kniffe, mit denen man um die unangenehmen Themen Ausländer-Kriminalität und islamistischer Terror herumkommt. Gerade Messerangriffe kann man sehr gut nivellieren. Die Polizei differenziert bei den 29.243 Messerattacken 2025 nicht nach Nationalität des Täters. Laut Statistik sind Messer-Attacken also etwas Alltägliches.