Nach dem islamistischen Terroranschlag auf dem Christopher Street Day in Berlin hat sich Friedrich Merz zur Tat geäußert. „Wir werden nicht zulassen, dass dieses Gift des Terrorismus und dieses Gift gegen unsere Freiheit weiter um sich greift“, so der Bundeskanzler.Nach der Bluttat beim Berliner CSD werden immer mehr Details aus dem Leben des Tatverdächtigen bekannt. Die Zahl der Opfer hat sich derweil erhöht. Friedrich Merz äußert sich vor einem Gedenkgottesdienst. Mehr im Liveticker.Im Tiergarten ist nach Polizeiangaben ein weißes Auto in eine Menschenmenge gefahren, dabei kam eine Frau ums Leben. Aktuell wird öffentlich nach dem Tatverdächtigen gefahndet.Lesen Sie auch16:20 Uhr – Sonntag, 26. Juli„Wir werden über Konsequenzen nachdenken“, sagt Friedrich MerzBundeskanzler Friedrich Merz äußert sich vor einem Gedenkgottesdienst in der Berliner Marienkirche zur CSD-Bluttat. „Wir werden über Konsequenzen nachdenken und mit Besonnenheit, aber auch mit Entschlossenheit entscheiden.“ Man werde sich nicht einschüchtern lassen, sagt er. „Diese Taten haben nur einen Zweck: Sie wollen unsere Gesellschaft spalten und uns das Wichtigste nehmen, das wir haben: unsere Offenheit und unsere Freiheit. Wir werden alles tun, um den oder die Täter so schnell wie möglich zu fassen. Diese Extremisten haben in der Mitte unserer Gesellschaft keinen Platz.“Man werde nicht zulassen, dass „dieses Gift des Terrorismus und dieses Gift gegen unsere Freiheit“ weiter um sich greife. „Wir werden die Freiheit unserer Gesellschaft verteidigen. Darauf können sich alle verlassen“, betonte der Kanzler. „Wir sind mehr, wir sind stärker und wir halten in unserem Land zusammen.“ Das sei das Wichtigste in einer so schweren Stunde.Quelle: REUTERS/Christian Mang14:08 Uhr – Sonntag, 26. Juli„Mutmaßlich mit Machete auf Passanten losgegangen“ – Dobrindt informiert über neue Erkenntnisse zum TäterBundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) stuft die Bluttat beim Christopher Street Day in Berlin als „islamistischen Terroranschlag“ ein. Auf eine derartige Motivation des Tatverdächtigen deute „alles“ hin, sagt er in Berlin. Eine Frau sei getötet worden, zudem gebe es „29 Verletzte und Schwerstverletzte“, so der Minister. Der Tatverdächtige, ein deutscher Staatsangehöriger libanesischer Abstammung, habe eine Radikalisierung durchlaufen und ein „hohes Maß an Straftaten“ verübt. Dafür sei er in Berlin bereits zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Seine Schilderungen zum Tatverlauf trägt Dobrindt bei einem Besuch am Ort des Geschehens vor. Der Verdächtige sei mit einem Auto in eine Menschenmenge gerast und habe damit eine Frau getötet und weitere Menschen „schwerst verletzt“. „Anschließend ist er mit einer Stichwaffe, mit einer Hiebwaffe, mutmaßlich einer Machete, auf weitere Passanten losgegangen und hat diese ebenfalls schwer verletzt.“ Dobrindt zeigt sich bei der Begehung des Tatorts fassungslos. „Unsere Gedanken, unsere Trauer, unsere Gebete sind bei dem Opfer, den Angehörigen, den Verletzten.“ Er betont den hohen Einsatz der Polizeikräfte und appelliert an Veranstaltungen des CSD in anderen Städten, Sicherheitsmaßnahmen anzupassen. Nachahmer seien unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen.Alexander Dobrindt (CSU) spricht zur PresseQuelle: Sebastian Gollnow/dpa16:29 Uhr – Sonntag, 26. JuliBundesanwaltschaft wird Ermittlungen übernehmenDie Bundesanwaltschaft wird die Ermittlungen zu dem Terroranschlag übernehmen. Das kündigt Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) an.15:57 Uhr – Sonntag, 26. JuliVerletzte nicht mehr in LebensgefahrDie Polizei gibt mit Blick auf die Verletzten Entwarnung. Sie seien nicht mehr in Lebensgefahr, sagte ein Sprecher. Niemand der Verletzten in den Krankenhäusern sei momentan in einem kritischen, lebensbedrohlichen Zustand.14:58 Uhr – Sonntag, 26. Juli„Dauerhaft hinter Schloss und Riegel bringen“ – Union fordert härtere Gangart gegen IslamistenFührende Innenpolitiker der Union fordern Konsequenzen und ein härteres Vorgehen gegen Islamisten. „Dieser furchtbare Anschlag auf unsere freiheitliche Lebensweise, aber auch andere tödliche Attacken der letzten Zeit müssen jetzt Anlass sein, den Kampf gegen den Islamismus noch einmal zu intensivieren“, sagt Unions-Vize-Fraktionschef Günter Krings der Nachrichtenagentur Reuters. „Dazu gehört natürlich ein schneller Abschluss der aktuellen großen Nachrichtendienstreform. Wir brauchen aber auch Lösungen, um erkannte Gefährder dauerhaft aus der Öffentlichkeit zu entfernen.“ Diejenigen, die wegen einer deutschen Staatsbürgerschaft nicht außer Landes gebracht werden könnten, müsse man „dauerhaft hier bei uns hinter Schloss und Riegel bringen“.13:53 Uhr – Sonntag, 26. JuliKubicki wirft Bundesregierung „Hilflosigkeit“ im Umgang mit Islamismus vorDer FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki wirft der Bundesregierung ein Verharmlosen der Gefahr durch den Islamismus vor. „Wenn wir als Gemeinwesen nach solchen schrecklichen Taten immer wieder die gleichen Diskussionen führen, ohne die notwendigen Konsequenzen zu ziehen, dokumentiert das eine kaum erträgliche Hilflosigkeit unseres Staatswesens“, zitiert AFP den FDP-Chef, der ein härteres Vorgehen gegen islamistische Gefährder fordert: „Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht – aber es gibt die Möglichkeit, diejenigen, die sich zu unseren Feinden erklärt haben, auch als solche zu behandeln.“ Der Islamismus bedrohe „nicht nur unsere Freiheit, sondern Leib und Leben“, sagt Kubicki. Er sei „derzeit die größte Gefahr für unsere freiheitlich-demokratische Ordnung und muss auch endlich so benannt und behandelt werden“.13:39 Uhr – Sonntag, 26. Juli„Datenschutz steht in Deutschland vor Opferschutz“, mahnt TeggatzHeiko Teggatz von der Deutschen Polizeigewerkschaft macht der Politik nach der Bluttat auf den CSD Vorwürfe. „Datenschutz steht in Deutschland vor Opferschutz“, sagt er im Interview mit dem Fernsehsender WELT. Ob der Tatverdächtige möglicherweise Aufträge bekommen aus dem Ausland bekommen hat, müssten Sicherheitsbehörden jetzt prüfe. „Dafür brauchen die natürlich ausreichend Befugnisse. Jetzt zur Tataufklärung, also nachdem etwas passiert ist, sind weitestgehend die Befugnisse vorhanden.“ Teggatz wünsche sich aber, dass diese Befugnisse auch vor einer Straftat vorhanden wären. Polizisten haben das Gebiet rund um den Transporter im Berliner Tiergarten durchsucht, der in eine Menschenmenge beim CSD gesteuert wurde. Der Tatverdächtige Abdul B. ist weiter auf der Flucht. Heiko Teggatz von der Deutschen Polizeigewerkschaft spricht bei WELT TV über den Anschlag.13:29 Uhr – Sonntag, 26. JuliDas ist der Moment, in welchem der CSD abgebrochen wird„Macht die Musik aus“: Sehen Sie hier den Moment, als die Veranstaltung beendet wird.Bei einem Anschlag während des Christopher Street Days in Berlin fährt ein Transporter in eine Menschenmenge. Der mutmaßliche Täter Abdul B. ist auf der Flucht, die Polizei fahndet. Sehen Sie hier den Moment, als die Veranstaltung beendet wird.13:26 Uhr – Sonntag, 26. JuliGrüne fordern mehr Befugnisse für BehördenGrünen-Innenexperte Konstantin von Notz fordert mehr Befugnisse für die Sicherheitsbehörden im Vorgehen gegen gewaltbereite Islamisten. „Wir müssen wirklich alles daran setzen, dass unsere Sicherheitsbehörden die Fähigkeiten bekommen, gegen solche Bedrohungen besser vorzugehen als bisher“, sagt von Notz in Berlin. „Es lässt einen ziemlich fassungslos zurück, dass es hier offenbar wieder um einen Gefährder geht, den man schon länger auf dem Zettel hatte“, sagt der Grünen-Politiker. 13:18 Uhr – Sonntag, 26. JuliMutmaßlicher Beifahrer laut RBB gefasstNoch in der Nacht soll es eine Festnahme gegeben haben. Das berichtet RBB. Dabei soll es sich um einen Mann mit iranischer Staatsbürgerschaft handeln. Die Polizei gehe davon aus, dass er mit im Auto saß.13:06 Uhr – Sonntag, 26. JuliCSD in Stuttgart wird fortgesetztTrotz des Angriffs auf Passanten beim CSD in Berlin sollen die CSD-Feierlichkeiten in Stuttgart auch am Sonntag wie geplant fortgesetzt werden. „Hass, Gewalt und Terror dürfen nicht darüber entscheiden, ob queere Menschen sichtbar sind oder ihren Platz im öffentlichen Raum einnehmen“, heißt es von den Organisatoren. Die Sicherheitslage für die Veranstaltungen sei von den Sicherheitsbehörden nicht neu eingestuft worden, dennoch erhöhe die Polizei ihre Präsenz. Während des Programms soll der Opfer des Angriffs in Berlin gedacht werden.12:59 Uhr – Sonntag, 26. JuliProvisorische Gedenkstätte in der Nähe des TatortsImmer mehr Menschen finden sich am Tatort ein und hinterlassen Blumen und Nachrichten.Quelle: Getty Images/Omer Messinger12:30 Uhr – Sonntag, 26. Juli„Bild“: Abdul B. plante schon mal einen AnschlagDer Tatverdächtige Abdul B. wollte 2025 nach Syrien ausreisen, wurde dann aber im Libanon festgenommen und als deutscher Staatsbürger nach Berlin „zurückgeführt“. Das berichtet die „Bild“ und beruft sich auf die Ermittlungsakte. Demnach soll er einen Anschlag geplant haben. Das Amtsgericht Tiergarten verurteilte ihn im Mai 2026 zu einem Jahr und zehn Monaten Haft wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Jahre und zehn Monate gefordert, legte Berufung ein.Laut „Bild“ soll B. während der Berufungszeit zeitweise von der Polizei observiert worden sein. Auch das Telefon wurde demnach überwacht. Nach Informationen von WELT soll B. zudem im Internet mit einer Waffe posiert haben.12:28 Uhr – Sonntag, 26. JuliKeine Lebensgefahr bei acht Charité-PatientenDie Charité gibt einen Überblick zum Zustand der von ihr versorgten Patienten. „Die Charité hat gestern Nacht acht auf dem CSD verletzte Menschen versorgt, vier konnten inzwischen entlassen werden“, schreibt ein Sprecher des Klinikums. Vier weiter Patienten werden ihm zufolge aktuell auf Intensivstationen behandelt. Es bestehe „zum jetzigen Zeitpunkt keine Lebensgefahr“.12:24 Uhr – Sonntag, 26. JuliIslamwissenschaftlerin: „Was der CSD repräsentiert, das ist für sie Gotteslästerung“Islamwissenschaftlerin Professor Susanne Schröter zweifelt an Präventionsmaßnahmen. „Man muss sich fragen, ob diese Deradikalisierungsmaßnahmen, auf die die Politik so viel setzt, ob die tatsächlich etwas bewirken.“ Einen überzeugten Islamisten werde man nicht mit sozialarbeiterischen Tätigkeiten oder mit netten Gesprächen nach seiner Familiensituation vom Weg abbringen. Nach dem Anschlag am Rande des Christopher Street Days in Berlin fahndet die Polizei öffentlich mit einem Foto nach einem mutmaßlichen Tatverdächtigen. Islam-Expertin Susanne Schröter äußert sich zur Tat im Interview bei WELT TV.12:12 Uhr – Sonntag, 26. JuliAbdul B. soll im Gefängnis im Libanon gesessen haben, schreibt die „Berliner-Zeitung“Die „Berliner Zeitung“ zitiert einem Bekannten von Abdul B. „Wir waren zusammen in der Schule. Er hat oft gefehlt, auch einen Abschluss hat er nicht. Er war immer zu Hause oder unterwegs irgendwo. Und er war ein Jahr im Knast im Libanon. Dann kam er vor kurzem zurück. Hat geheiratet. Dann hat er sich verändert. Er hat auch so Islam-Videos im Internet kommentiert. Und war bei irgendwelchen Demos. Wir haben nicht mehr mit ihm gesprochen.“11:57 Uhr – Sonntag, 26. JuliGrote will Sicherheitsmaßnahmen für Hamburger CSD prüfenHamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) verurteilt den Angriff auf feiernde Menschen am Rande des CSD als „grauenhafte Gewalttat“. „Ein solches Fest der Liebe, der Solidarität und der Freiheit anzugreifen, ist ein Angriff auf unsere offene Gesellschaft und damit auf uns alle“, sagt der amtierende Vorsitzende der Innenministerkonferenz. „Aber wir werden nicht weichen!“ Sein Mitgefühl gelte den Angehörigen der Getöteten, seine Gedanken seien bei den Verletzten. Zugleich kündigte Grote an, die Sicherheitsmaßnahmen für die am kommenden Wochenende in Hamburg geplante CSD-Parade zu überprüfen. Zwar sei das Sicherheitsniveau bei Veranstaltungen in Hamburg hoch – „gerade was den Schutz vor Überfahrtaten angeht“, sagte er. Aber: „Vor dem Hintergrund der schrecklichen Tat in Berlin werden die Sicherheitsmaßnahmen für den CSD kommende Woche in Hamburg noch einmal sorgfältig überprüft, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten.“11:49 Uhr – Sonntag, 26. JuliPolizisten an Bahnhöfen in EinsatzDie Polizei fahndet weiter öffentlich mit starken Kräften nach dem flüchtigen Verdächtigen Abdul B. Entsprechende Einsätze laufen unter anderem an Bahnhöfen in der Hauptstadt, sagt Polizeisprecher Jan Misselwitz der Nachrichtenagentur AFP. Dabei gehen die Einsatzkräfte unter anderem etwaigen Hinweisen nach. „Wir sind mittendrin in den wirklich umfassenden Maßnahmen.“ Schwer bewaffnete Spezialkräfte der Polizei sperren sämtliche Zugänge zum S-Bahnhof Anhalter Bahnhof in Berlin abQuelle: Michael Ukas/dpa11:47 Uhr – Sonntag, 26. JuliAmsterdam verstärkt Schutz für Großereignis World PrideNach dem tödlichen Angriff am Rande der Berliner Christopher-Street-Day-Feier werden für die gegenwärtig in Amsterdam stattfindende World Pride zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Dies geschehe, wo immer es nötig erscheine, teilt Amsterdams Bürgermeisterin Femke Halsema laut der niederländischen Nachrichtenagentur ANP mit. Polizei, Staatsanwaltschaft und Stadtverwaltung arbeiteten dabei eng zusammen. Einzelheiten werden nicht genannt.11:46 Uhr – Sonntag, 26. JuliKlöckner ordnet Trauerbeflaggung für Bundestag anBundestagspräsidentin Julia Klöckner ordnet Trauerbeflaggung auf halbmast für den Bundestag an. Sie sei zutiefst erschüttert, erklärt die CDU-Politikerin. „Wer Menschen attackiert, die für Freiheit, gleiche Rechte und Vielfalt einstehen, greift die Grundlage unseres demokratischen Gemeinwesens an, der tritt die Menschenwürde mit Füßen“, so Klöckner.11:32 Uhr – Sonntag, 26. JuliBlumen am TatortEine Frau starb, mehrere Menschen sind verletzt – einige davon lebensgefährlich. Am Tatort werden erste Blumen abgelegt.Quelle: Getty Images/Omer Messinger11:21 Uhr – Sonntag, 26. JuliPolizei auf SpurensucheDie Polizei durchkämmt seit kurz nach 11 Uhr das Gebiet rund um den Wagen, der am Samstagabend in eine Menschenmenge gefahren ist. Quelle: REUTERS/Christian Mang10:59 Uhr – Sonntag, 26. JuliSöder spricht von „feigem Anschlag“Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zeigt sich betroffen. „Der feige Anschlag auf den CSD in Berlin ist eine furchtbare Tat“, schreibt der CSU-Chef auf X. Er sei fassungslos, dass friedlich feiernde Menschen angegriffen, verletzt und sogar aus dem Leben gerissen wurden. Seine Gedanken seien bei den Opfern und Angehörigen. „Wir werden uns dem Terror nicht beugen“, heißt es weiter.10:53 Uhr – Sonntag, 26. JuliJunge-Union-Chef spricht von „Kriegserklärung“ des IslamismusNach der Gewalttat beim Berliner CSD spricht der Vorsitzende der Unions-Nachwuchsorganisation Junge Union, Johannes Winkel, von einer „Kriegserklärung“ radikaler Islamisten gegen die offene Gesellschaft. „Der Westen und der Islamismus: Eine Ideologie erklärt unserer Gesellschaft den Krieg“, schreibt Winkel auf X. Die Weckrufe würden ignoriert, kritisierte Winkel: „Statt sich zu wehren und mit aller Härte zurückzuschlagen, weigern wir uns, die Kriegserklärung zu hören.“10:46 Uhr – Sonntag, 26. JuliVolker Beck: „Die Gefahr des islamistischen Antisemitismus ist einfach tödlich“Für Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, müsse Schluss damit sein, sich die islamistische Gefahr schönzureden. „Die Gefahr des Islamismus und der islamistischen Schwulenfeindlichkeit und des islamistischen Antisemitismus ist einfach tödlich“, fügt Beck im Interview mit dem Fernsehsender WELT an. „Wer glaubt, man könnte Islamisten integrieren, der hat den Schuss nicht gehört“, fügt er an. Und weiter: „Wir müssen unterscheiden zwischen den Muslimen, die demokratisch ihren Glauben in der Gesellschaft unterscheiden wollen und diejenigen, die die freiheitlich-demokratische Grundordnung bekämpfen und nicht anerkennen.“ Man müsse sich überlegen, „wie wir solche Leute auch wieder loswerden“. „Die wollen ja nicht in unserem Land zu unseren Bedingungen leben.“Nach dem Angriff am Rande des Christopher Street Days in Berlin fahndet die Polizei öffentlich mit einem Foto nach einem mutmaßlichen Tatverdächtigen. Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, spricht darüber bei WELT TV.10:42 Uhr – Sonntag, 26. JuliSteinmeier: Bin erschüttert und entsetzt über mutmaßlichen AnschlagBundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigt sich erschüttert über den mutmaßlichen Anschlag auf den CSD in Berlin. „Wir alle sind erschüttert und entsetzt über den mutmaßlichen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin, bei dem Hunderttausende Menschen aus aller Welt friedlich und fröhlich feiern wollten und ein Zeichen setzen für Toleranz und Vielfalt, für ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben“, sagt Steinmeier in Hamm.10:37 Uhr – Sonntag, 26. JuliTatverdächtiger Abdul B. sollte morgen zu Beratungstermin erscheinenWer ist der flüchtige Tatverdächtige, der ein Auto in eine Gruppe am Rande des CSD gesteuert haben soll? WELT erfuhr von einer Radikalisierungsvorgeschichte, einer brisanten Verurteilung – und zwei Gesprächen, in denen sich Abdul B. „undurchschaubar“ gab. Lesen Sie hier den ganzen Artikel (+).10:30 Uhr – Sonntag, 26. JuliQueerer Verband: „Regenbogen hat einen Riss bekommen“Die queere Gemeinschaft ist nach dem Angriff am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) bestürzt. „Der Regenbogen hat heute einen Riss bekommen. Das ist ein dunkler Tag für unsere Community und unser Land“, schreibt die Organisation LSVD+ - Verband Queere Vielfalt auf Instagram. „Unsere Gedanken sind bei allen, die direkt betroffen sind.“ Der Landesverband Berlin-Brandenburg schreibt: „Heute ist ein Tag der Trauer. Unsere Gedanken sind bei den Verletzten, ihren Angehörigen und allen, die die Ereignisse beim CSD Berlin miterleben mussten.“ Der Verband bat darum, keine Spekulationen zu verbreiten, bis gesicherte Informationen vorliegen.09:46 Uhr – Sonntag, 26. Juli„Es gibt keinerlei staatliche Behörde, die versucht, Propaganda, Hass und Hetze aktiv zu bekämpfen“Burkard Dregger (CDU), innenpolitischer Sprecher in Berlin, kritisiert die sozialen Netzwerke als einen „Brandbeschleuniger bei Hass und Hetze in unserer Gesellschaft, auch für islamistische Hetze“. Man habe „noch nicht das geeignete Mittel gefunden, um dieser Hassverbreitung in den sozialen Netzwerken entgegenzutreten“, sagt Dregger im Interview mit dem Fernsehsender WELT. „Es gibt keinerlei staatliche Behörde, die versucht, Propaganda, Hass und Hetze aktiv zu bekämpfen. Wir beobachten nur.“ Es müsse diskutiert werden, was angemessen und wirksam sei, um die Verbreitung zu begrenzen.Der 21 Jahre alten Abdul B. wird verdächtigt für den Anschlag auf den CSD in Berlin verantwortlich zu sein. Die Polizei fahndet öffentlich nach ihm. „Leider nicht gelungen, die bestehenden Gefahren abzuwehren“, sagt Burkard Dregger (CDU), innenpolitische Sprecher Berlins.09:12 Uhr – Sonntag, 26. JuliIkkimel fordert mehr ZusammenhaltDie Rapperin Ikkimel ruft zu Zusammenhalt auf. „Liebe ist NIEMALS der Fehler, ANGST UND HASS niemals eine Antwort“, schreibt die 29-Jährige bei Instagram. Sie hoffe, dass viele Menschen jetzt realisierten, wie wichtig es sei, zusammenzuhalten – „jetzt noch mehr als sonst“. Sie könne es nicht fassen. Wenigstens Berlin solle ein sicherer Ort sein, so die Künstlerin, die am Freitag beim „Demokratieabend“ des Berliner CSD am Brandenburger Tor aufgetreten war. „Bitte bitte bleibt stark. Ich werde immer für uns einstehen.“mit dpa/AFP
Bluttat beim CSD: +++ Dobrindt spricht von „islamistischem Terroranschlag“ – Merz will über „Konsequenzen“ nachdenken +++ Liveticker - WELT
Nach der Bluttat beim Berliner CSD werden immer mehr Details aus dem Leben des Tatverdächtigen bekannt. Die Zahl der Opfer hat sich derweil erhöht. Friedrich Merz äußert sich vor einem Gedenkgottesdienst. Mehr im Liveticker.














