Wer viel fernsieht, riskiert womöglich messbare Veränderungen im Gehirn. Eine US-Langzeitstudie hat den Zusammenhang zwischen Fernsehen und Gehirn untersucht und dabei einen bemerkenswerten Befund gemacht: Menschen, die in ihrer Lebensmitte angaben, „sehr oft“ fernzusehen, zeigten mehr als 20 Jahre später kleinere Volumina in Hirnregionen, die für Gedächtnis, Entscheidungen und Sehverarbeitung wichtig sind.
Auch Schäden an der weißen Substanz des Gehirns waren häufiger. Die Studie erschien im Fachjournal Alzheimer's & Dementia. Besonders überraschend: Sitzen an sich schien nicht das eigentliche Problem zu sein.
Was die Forscher im Gehirn der Vielseher fanden
Das Forschungsteam wertete Daten von rund 1700 Erwachsenen aus, im Durchschnitt 53 Jahre alt. Die Teilnehmer waren zwischen 1987 und 1989 in die langfristige ARIC-Studie aufgenommen worden, eine US-Bevölkerungsstudie zu Herz- und Gehirngesundheit.
Damals gaben sie an, wie oft sie in ihrer Freizeit fernsahen – von „nie/selten“ bis „sehr oft“. Mehr als 20 Jahre später folgten MRT-Aufnahmen des Gehirns.








