Sommer, Sonne und das Gefühl textiler Enthemmung: Kaum steigen die Temperaturen, scheint auch die Hemmschwelle für so manches Kleidungsstück zu sinken. Was monatelang im Schrank verborgen blieb, bekommt plötzlich wieder Ausgang. Ob Schuhwerk und Hemden, die eher an den Strand als in die Stadt gehören, oder unproportionierte Zwischenlösungen für all jene, die sich mit der klassischen Shorts noch nicht anfreunden konnten: Manche Sommermode hat ihren Zenit längst überschritten. Diese fünf Kleidungsstücke wollen wir nicht mehr sehen.
Muskelshirt: Um Muckis und Ego hervorzutun
Männer, deren Selbstbewusstsein mitunter deutlich größer ausfällt als die objektive Grundlage dafür, gibt es zu Genüge. In Berlin nimmt die Dichte dieser Spezies allerdings bedrohlich zu, je näher man von der Stadtgrenze ausgehend in Richtung Mitte vordringt. Im Sommer beginnt für sie die Hauptsaison mit dem Muskelshirt als ultimative Requisite, um das Ego demonstrativ nach außen zu kehren.
Ein Muskelshirt oder Tanktop ist selten eine gute Idee – erst recht nicht auf dem roten Teppich. Timothée Chalamet trug bei der Berlinale im vergangenen Jahr trotzdem eines.
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