Mehrere kommerzielle Raumfahrtunternehmen planen den Aufbau massiver Satellitennetzwerke zur Datenverarbeitung und Energiegewinnung im Erdorbit. Diese Vorhaben könnten dazu führen, dass die Erde einen künstlichen, leuchtenden Ring erhält, wie Space.com berichtet. Astronom:innen warnen angesichts dieser Pläne vor extremen Auswirkungen auf die erdgebundene Himmelsbeobachtung.Anzeige

Der Hintergrund dieser Entwicklung ist der enorme Energie- und Kühlungsbedarf moderner Rechenzentren auf der Erde. Im Weltraum stehen die niedrigen Temperaturen des Alls sowie eine potenziell ununterbrochene solare Energieversorgung zur Verfügung. Unternehmen wie das US-amerikanische Raumfahrtunternehmen SpaceX, Blue Origin aus dem US-Bundesstaat Washington und das kalifornische Startup Reflect Orbital haben entsprechende Anträge für orbitale Infrastrukturen gestellt.

Orbitale Rechenzentren auf der Tag-Nacht-Grenze

Um eine permanente Sonneneinstrahlung zu gewährleisten, müssen diese Satelliten und Weltraumspiegel auf einer spezifischen polaren Umlaufbahn platziert werden. Diese Route verläuft exakt entlang der sogenannten Tag-Nacht-Grenze, dem Übergangsbereich zwischen beleuchteter und unbeleuchteter Erdhälfte. Da alle Betreiber auf diese begehrte Bahn angewiesen sind, würden sich die geplanten Satelliten dort massieren und optisch zu einem dichten Ring formieren.Anzeige