Nach der WM ist vor der WM. Während am Sonntag in New York die Fußball-Weltmeisterschaft endete, die Fifa-Präsident Gianni Infantino schon vor dem Finale zum „größten menschlichen, sozialen und kulturellen Ereignis“ der Menschheitsgeschichte erhoben hatte, begann am Montag in Oklahoma City die Kanu-Slalom-WM. Fünf Wettkampftage statt eines fünfeinhalbwöchigen Mega-Events. Kein Spektakel im Trump Tower, keine Lobeshymnen auf den Gastgeber – und sehr wahrscheinlich auch kein Anruf von Donald Trump beim deutschen ICF-Präsidenten Thomas Konietzko, wenn ein Athlet aus den USA vermeintlich benachteiligt wird. Dafür aber Sport auf höchstem Niveau. Und aus mitteldeutscher Sicht jede Menge Hoffnung auf Edelmetall.
Sechs Athleten aus Mitteldeutschland bei der WM
Mit Andrea Herzog (C1/Kajak-Cross), Nele Bayn (C1), Lucie Krech (C1), Lennard Tuchscherer (C1) und Felix Sachers (Kajak-Cross/alle Leipziger KC) sowie Timo Trummer (C1/KV Zeitz) ist ein halbes Dutzend Athletinnen und Athleten aus Sachsen und Sachsen-Anhalt beim Saisonhöhepunkt vertreten und stellt damit einen Großteil des 14-köpfigen gesamtdeutschen Aufgebots.Für sie ist Oklahoma City weit mehr als nur der Austragungsort einer Weltmeisterschaft. Die Wildwasseranlage im Boathouse District gilt als eine der modernsten Slalomstrecken der Welt und könnte auch in Los Angeles eine zentrale Rolle spielen, wenn er bei den Olympischen Spielen 2028 genutzt wird. Die WM also bietet die erste große Gelegenheit, unter Wettkampfbedingungen Olympia-Luft zu schnuppern.














