Die Fußball-WM in den USA produziert eine bewegende Szene nach der anderen – und lenkt so wunderbar ab von der Gewalt der US-Regierung.

D as war doch nun wirklich rührend. Vozinha, der Torhüter von Kap Verde, kann endlich zusammen mit seiner Mutter jubeln. 2:2 gegen Uruguay, der zweite Punkt für die niedlichen Kicker aus dem Fußballzwergstaat. Schon wieder staunt die ganze Welt. Und sie freut sich über die Wiedervereinigung von Vozinha mit seiner Mutter. Tränen fließen.

In der Rolle des Heilsbringers: die US-Regierung. Wie wunderbar!

Vozinha hatte schon nach dem ersten Gruppenspiel seines Teams geweint. Da hatte er mit seinen Paraden die spanischen WM-Favoriten schier zur Verzweiflung gebracht. Er ließ seinen Emotionen freien Lauf. Wegen des sensationellen Punktgewinns. Und weil seine Mutter nicht dabei sein konnte.