Auf die Chemieindustrie ist Verlass: Sie vergreift sich regelmäßig im Ton. So wie am Freitag, als die EU-Kommission die lang erwartete Reform des wichtigsten europäischen Klimaschutzinstruments vorgestellt hat, des Emissionshandels. Sie steuert nach, will der Industrie mehr Zeit geben für die grüne Transformation und kommt auch der mächtigen deutschen Chemie-Lobby weit entgegen. Deren Chef aber spricht von „Augenwischerei“, von einer Politik, die CO₂-Kosten nach oben treibe, und von einem „wirtschaftspolitischen Kahlschlag“. Darauf muss man erst einmal kommen, so destruktiv zu kommunizieren.
Kommentar: Diese Klimaschutz-Reform der EU muss gelingen
Die EU wagt einen Balanceakt: Sie reformiert den Emissionshandel, ihr wichtigstes Klimaschutz-Instrument. Der Vorschlag ist klug.












