Der Rückzug von Kai Wegner ist auch ein finanzielles Debakel für die Berliner CDU. Plakate, Flyer und andere Materialien sind auf einmal unbrauchbar.

Auch diese Druckerzeugnisse sind jetzt nicht mehr zu gebrauchen: Szene vom CDU-Parteitag am 9. Juni

Stefan Boness/ipon

Berlin darf sich freuen: Schon bald, ab dem 2. August und damit punktgenau sieben Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl am 20. September, beginnt die große Materialschlacht der Parteien: Dann werden wieder Hunderte riesige Posterwände und Abertausende Plakate aufgehängt, sowie unzählige Flyer und andere Werbematerialien verteilt, von Kugelschreibern, Notizblöcken bis zu Bonbons und Kondomen. Hinzu kommen digitale Inhalte: Die Wahlkampfteams produzieren Videos, Werbespots für Radio und Fernsehen, Social-Media-Beiträge. Die Kosten dafür gehen in die Millionen.

Was die Parteien den Ber­li­ne­r:in­nen mitteilen wollen, ist dabei an Austauschbarkeit kaum zu überbieten: „Wieder Berlin“ will die SPD plakatieren, „Berlin wird“ dagegen die CDU – wer da noch einen Unterschied erkennt, möge sich gerne an die taz wenden. Sprachlich anspruchsvoller, inhaltlich aber genauso leer sinnieren die Grünen etwas von einem „Raus aus dem Rückwärts“. Nur die Linke setzte bei ihrem Wahlmotto auf eine Parole, aus der sich ein Inhalt erahnen lässt: „Berlin bezahlbar machen.“