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»So etwas habe ich noch nie gesehen!«, sagte vor drei Jahren mein Sitznachbar im Imax-Kino des British Film Institute in London, als bei Christopher Nolans Oppenheimer gerade der Abspann lief. Er meinte den 70-Millimeter-Imax-Film, das größte, schärfste Bild der Filmgeschichte. Und vor allem jene Sequenzen des Films, bei denen plötzlich die gesamte nahezu quadratische Leinwand, mithin unser ganzes Sichtfeld ausgefüllt gewesen war.
Meist nutzt sich der Effekt cinematischer Heilsversprechen schon kurz nach Vorführungsbeginn ab: 3D, 4D, Smell-O-Vision, Peter Jacksons verdoppelte Bildrate, selbst Dolby-Atmos-Sound. Nicht so in diesem Fall, befand der Fremde neben mir. Er hatte eigens eine Reise getan, von Frankfurt am Main nach London, hatte lange vorher im Onlineshop des British Film Institute diesen Platz ergattert, hätte sich notfalls auch mit einer Vorführung um vier Uhr morgens zufriedengegeben.














