Der Regisseur Christopher Nolan schickt in „Die Odyssee“ den Star Matt Damon auf große Irrfahrt. Es ist ein schwerfälliges Epos.
Skeptischer Blick auf den Helden: Odysseus (Matt Damon) und Athene (Zendaya) in „Die Odyssee“
Universal Studios
20 Jahre nach dessen Aufbruch nach Troja klammert sich selbst Odysseus’ Hund Argos mehr schlecht als recht ans Leben. Auch sonst steht es nicht zum Besten im Hause Odysseus. Seine Frau Penelope (Anne Hathaway) muss sich die Bewerber als Ehemann und damit König von Ithaka gleich mehrfach vom Leib halten. Einerseits physisch durch eine durchscheinende Trennwand und andererseits metaphorisch durch ein Totentuch. Wenn es fertig ist, hat sie versprochen, einen der Bewerber zu wählen. Abend für Abend spinnt sie und trennt dann tags darauf wieder auf. Doch auf Dauer ist das kein Zustand.
Odysseus wiederum sitzt nach dem Sieg über Troja und dem Verlust seiner Männer auf der Heimreise allein, festgehalten von der Nymphe Kalypso, auf der Insel Ogygia fest. Nach sieben Academy Awards für seinen vorangegangenen Film „Oppenheimer“ (2023) hatte Hollywood-Regisseur Christopher Nolan freie Hand bei der Wahl des nächsten Filmprojekts. Seine Wahl fiel auf einen der Gründungstexte der europäischen Literatur und der griechischen Antike: Homers „Odyssee“.














