New York, Brüssel. Im monumentalen Saal der UN-Generalversammlung in New York herrscht Partystimmung. Wo sonst Diplomaten auf den grün gepolsterten Stühlen über Resolutionen verhandeln, flitzen an diesem Tag Kinder durch die Sitzreihen, fangen Bälle und sammeln Autogramme: Zum Weltfußballtag sind zahlreiche Sportstars ins Hauptquartier der Weltdiplomatie gekommen. Auf der Bühne steht Gianni Infantino.Im blauen Schiedsrichtertrikot beschwört er den Fußball als verbindende Kraft. „Fußball ist nicht nur ein Sport. Es ist eine Schule fürs Leben“, sagt der Präsident des Weltverbands Fifa. „Sobald man Fußball spielt, weiß man, dass es Regeln gibt.“Regeln, das ist sein Lieblingswort an diesem Abend. Dabei soll ausgerechnet er es mit den Regeln nicht so eng sehen und so die Fifa zu dem gemacht haben, was sie heute ist: eine Geldmaschine, die allein in dieser WM 13 Milliarden Euro Umsatz macht. 70 Prozent mehr als noch bei der letzten WM. Umsätze wie die eines Weltkonzerns.Wie hat Gianni Infantino das geschafft? Und wie wurde der einstige Krisenmanager zu einem der umstrittensten Funktionäre des Weltsports?
Fußball-WM: Wie Infantino die Fifa zur Milliardenmaschine formte
Unter Infantino ist der Weltfußballverband mächtiger geworden als je zuvor – auch durch eine neue Preispolitik und auffällige Nähe zu Donald Trump. Doch der Fifa-Präsident trotzt aller Kritik.










