New York, Brüssel. Es ist ein heißer Dienstagabend im Mai, und im monumentalen Saal der UN-Generalversammlung in New York herrscht Partystimmung. Wo sonst Diplomaten auf den grün gepolsterten Stühlen über Resolutionen verhandeln, flitzen an diesem Tag Kinder durch die Sitzreihen, fangen Bälle und sammeln Autogramme: Zum Weltfußballtag sind zahlreiche Sportstars ins Hauptquartier der Weltdiplomatie gekommen.Auf der Bühne steht Gianni Infantino. Im blauen Schiedsrichtertrikot beschwört er den Fußball als verbindende Kraft. „Fußball ist nicht nur ein Sport. Es ist eine Schule fürs Leben“, sagt der Präsident des Weltverbands Fifa. „Vielleicht spricht man die Sprache nicht. Aber sobald man Fußball spielt, weiß man, dass es Regeln gibt.“Ebenso in der Kritik steht die Art und Weise, wie Infantino die Fifa zur Geldmaschine gemacht hat.Wie hat Gianni Infantino, der einstige Krisenmanager, es geschafft, einer der umstrittensten Funktionäre des Weltsports zu werden?
Fußball-WM: Höher, schneller, reicher – das umstrittene System Infantino
Gianni Infantino hat aus der Fifa eine Geldmaschine geformt. Der Weltfußballverband ist vermögender und mächtiger als je zuvor – und ihr Präsident trotzt der globalen Kritik.












